
Milliarden für das All: Bundeswehr träumt vom Weltraum-Imperium

Während deutsche Schulen bröckeln, Brücken marode sind und die Infrastruktur vielerorts dem Verfall preisgegeben scheint, hat die Bundeswehr offenbar ganz andere Prioritäten entdeckt. Generalmajor Armin Fleischmann, seines Zeichens frisch ernannter "Beauftragter für den Weltraum CIR", verkündet nun mit stolzgeschwellter Brust die galaktischen Ambitionen der deutschen Streitkräfte. Bis 2030 wolle man nach den USA führend sein – zumindest was Aufklärung und Kommunikation im Weltraum betrifft.
35 Milliarden Euro für Sterne statt Straßen
Die Zahlen, die Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in den Raum wirft, lassen selbst hartgesottene Steuerzahler schlucken: Satte 35 Milliarden Euro sollen in die Verteidigung im Weltraum fließen. Rein rechnerisch investiert Deutschland damit pro Jahr deutlich mehr als die gesamte europäische Raumfahrtagentur ESA. Man fragt sich unwillkürlich, ob hier nicht die Prioritäten gründlich durcheinandergeraten sind.
Während der deutsche Michel sich mit explodierenden Energiekosten, einer galoppierenden Inflation und einer zunehmend unsicheren Lebenswirklichkeit herumschlagen muss, schwebt die Bundeswehr gedanklich bereits zwischen den Sternen. Die Ironie könnte kaum größer sein: Eine Armee, die jahrelang unter chronischer Unterfinanzierung litt, deren Hubschrauber nicht fliegen und deren Panzer nicht rollen, will nun plötzlich zur zweitgrößten Weltraummacht aufsteigen.
Deutsche Unternehmen sollen profitieren – theoretisch
Immerhin verspricht Fleischmann, bei der Umsetzung bevorzugt deutsche Unternehmen zu beauftragen. Auch Start-ups sollen zum Zug kommen. Ein löblicher Ansatz, der allerdings die Frage aufwirft, ob die deutsche Raumfahrtindustrie überhaupt in der Lage ist, solch ambitionierte Projekte zu stemmen. Die Erfahrungen mit anderen Großprojekten der öffentlichen Hand – man denke nur an den BER oder die Elbphilharmonie – stimmen jedenfalls nicht gerade optimistisch.
Realitätsferne Träumereien oder strategische Notwendigkeit?
Natürlich lässt sich argumentieren, dass die Kontrolle des Weltraums in einer zunehmend digitalisierten und vernetzten Welt von strategischer Bedeutung ist. Satellitengestützte Kommunikation und Aufklärung sind zweifellos wichtige militärische Fähigkeiten. Doch die Frage bleibt: Kann sich ein Land, das seine grundlegenden Hausaufgaben auf der Erde nicht erledigt bekommt, wirklich solche kosmischen Abenteuer leisten?
Die Bundesregierung unter Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen werden nun Hunderte Milliarden in Sondervermögen gesteckt – für Infrastruktur, für Klimaneutralität und nun offenbar auch für Weltraumträume. Die Zeche werden, wie immer, die kommenden Generationen zahlen müssen.
Ein Blick auf die Realität
Während die Bundeswehr nach den Sternen greift, kämpfen deutsche Bürger mit ganz irdischen Problemen: steigende Kriminalität, eine überlastete Justiz, ein marodes Gesundheitssystem und eine Wirtschaft, die unter der Last von Bürokratie und Energiekosten ächzt. Vielleicht wäre es an der Zeit, erst einmal die Probleme vor der eigenen Haustür zu lösen, bevor man sich in galaktische Abenteuer stürzt.
Die 35 Milliarden Euro für Weltraumprojekte könnten jedenfalls auch anders eingesetzt werden – für sichere Grenzen, eine funktionierende Polizei oder schlicht für die Entlastung der gebeutelten Steuerzahler. Doch solche bodenständigen Überlegungen scheinen in den Planungsstäben der Bundeswehr offenbar keine Rolle zu spielen.
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