
Mittelstand im Stich gelassen: Bundesregierung dreht kleinen Unternehmen den Geldhahn zu
Während die große Koalition unter Friedrich Merz nicht müde wird, ihre angebliche Wirtschaftskompetenz zu betonen, trifft sie ausgerechnet jene, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden: die kleinen und mittleren Unternehmen. Der Mikrokreditfonds Deutschland, seit 2010 eine Lebensader für Betriebe mit erschwertem Kreditzugang, soll Mitte 2026 sang- und klanglos auslaufen. Ein Schlag ins Gesicht des Mittelstands – und das in einer Zeit, in der die wirtschaftliche Lage ohnehin angespannt ist wie selten zuvor.
Ein bewährtes Instrument wird geopfert
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit seiner Einführung wurden über den Fonds rund 38.000 Mikrokredite mit einem Gesamtvolumen von mehr als 400 Millionen Euro vergeben. Kredite von bis zu 25.000 Euro, die für einen Großkonzern Peanuts sein mögen, für einen Handwerksbetrieb, ein kleines Café oder einen Existenzgründer aber den Unterschied zwischen Überleben und Aufgeben bedeuten können. Allein seit 2015 seien damit Unternehmen mit rund 70.000 bestehenden Arbeitsplätzen unterstützt worden, wie die Bundesregierung selbst einräumt.
Und genau dieses Instrument soll nun verschwinden? Neue Kredite würden nur noch bis zum 30. Juni 2026 genehmigt und ausgezahlt, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Wegen laufender Rückzahlungen bestehe der Fonds zwar formal noch bis mindestens Ende 2030 weiter – doch das ist nichts als Verwaltungskosmetik. Die eigentliche Förderung ist tot.
Sonntagsreden und Werktagsrealität
Man muss kein Freund der Grünen sein, um die Kritik ihrer Finanzexpertin Katharina Beck in diesem Fall nachvollziehen zu können. Sie sprach von einem „schweren Fehler" – und damit hat sie ausnahmsweise recht. Gerade in der wirtschaftlich schwierigen Lage brauche der Mittelstand verlässliche Finanzierungsmöglichkeiten und Planungssicherheit. Wer könnte dem widersprechen?
Die Ironie ist kaum zu überbieten: Dieselbe Bundesregierung, die ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg gebracht hat – finanziert auf Pump, versteht sich –, findet offenbar keine Mittel mehr, um einen vergleichsweise bescheidenen Kreditfonds für kleine Unternehmen am Leben zu halten. Für ideologische Großprojekte und schuldenfinanzierte Prestigevorhaben ist immer Geld da. Für den Bäckermeister um die Ecke, der einen neuen Ofen braucht, oder die Schneiderin, die ihre Werkstatt modernisieren möchte, hingegen nicht.
Der Mittelstand als Stiefkind der Politik
Es ist ein Muster, das sich durch die deutsche Politik der letzten Jahre wie ein roter Faden zieht. Der Mittelstand wird in Sonntagsreden als „Herz der deutschen Wirtschaft" gepriesen, im politischen Alltag aber systematisch vernachlässigt. Steigende Energiekosten, erdrückende Bürokratie, Fachkräftemangel – und nun auch noch der Wegfall eines der wenigen Instrumente, das kleinen Betrieben den Zugang zu dringend benötigtem Kapital erleichterte.
Wer am normalen Bankmarkt keine Finanzierung erhält – sei es wegen fehlender Sicherheiten, einer kurzen Unternehmenshistorie oder schlicht wegen der zunehmenden Risikoaversion der Geschäftsbanken –, der steht künftig vor verschlossenen Türen. Und das in einem Land, das sich gerne als Gründernation inszeniert.
Wenn der Staat spart, zahlt der Bürger die Zeche
Die Entscheidung offenbart einmal mehr die verzerrten Prioritäten der Berliner Politik. Milliarden für abstrakte Klimaziele und schuldenfinanzierte Zukunftsversprechen – aber kein Geld für konkrete, bewährte Hilfe, die nachweislich Zehntausende Arbeitsplätze gesichert hat. Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen hat seine Regierung das größte Schuldenpaket der Nachkriegsgeschichte geschnürt. Und ausgerechnet bei den Kleinen wird nun gespart.
Es wäre an der Zeit, dass die Bundesregierung ihre Prioritäten überdenkt. Denn ein Land, das seine kleinen Unternehmer im Stich lässt, sägt an dem Ast, auf dem es sitzt. Der Mikrokreditfonds war kein Almosen – er war eine Investition in die wirtschaftliche Substanz dieses Landes. Sein Ende ist mehr als nur eine Verwaltungsentscheidung. Es ist ein Signal. Und kein gutes.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dürfte es für viele Bürger und Unternehmer umso wichtiger werden, eigene Vorsorge zu treffen und Vermögenswerte breit zu streuen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn staatliche Förderinstrumente wegbrechen und die Inflation durch schuldenfinanzierte Haushaltspolitik weiter angeheizt wird. Als Beimischung in einem diversifizierten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
- Themen:
- #Banken
- #Insolvenzen
- #CDU-CSU
- #Grüne
- #Sparen

Enteignungswelle 2026
Kostenloses Live-Webinar: Dominik Kettner und 6 hochkarätige Gäste enthüllen, wie digitaler Euro, verpflichtende digitale ID und das geplante EU-Vermögensregister Ihr Erspartes bedrohen – und welche konkreten Schritte Sie jetzt unternehmen müssen, um Ihr Vermögen zu schützen.
Die Experten

Ernst
Wolff
Bestseller-Autor

Peter
Hahne
Ex-ZDF, Bestseller-Autor

Tom-Oliver
Regenauer
Autor & Systemanalyst

Philip
Hopf
Finanzanalyst

Thilo
Sarrazin
Bundesbank-Vorstand a.D.

Thurn
und Taxis
Fürstin & Finanzexpertin
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











