
Mogelpackung auf vier Rädern: Plug-in-Hybride verbrauchen bis zu viermal mehr Sprit als versprochen

Es ist eine jener Enthüllungen, die man eigentlich hätte kommen sehen müssen – und die dennoch wie ein Paukenschlag wirkt. Plug-in-Hybridfahrzeuge, jahrelang als grünes Wundermittel der Automobilindustrie angepriesen und von der Politik mit großzügigen Subventionen bedacht, entpuppen sich als kolossale Mogelpackung. Eine umfangreiche Untersuchung unter Beteiligung des renommierten Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) offenbart nun das ganze Ausmaß der Täuschung.
Knapp sechs Liter statt anderthalb – die bittere Realität
Die Zahlen sind ernüchternd, ja geradezu beschämend. Während die Hersteller im Rahmen der EU-Typgenehmigung nach dem WLTP-Verfahren Traumwerte von ein bis zwei Litern pro hundert Kilometer versprechen, liegt der tatsächliche Durchschnittsverbrauch der untersuchten Fahrzeuge bei knapp sechs Litern Kraftstoff. Das entspricht einer Abweichung von rund 300 Prozent. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der reale Verbrauch übersteigt die offiziellen Angaben um das Vierfache.
Für die Studie wurden Daten von etwa einer Million Fahrzeugen verschiedener Hersteller aus den Baujahren 2021 bis 2023 ausgewertet. Keine kleine Stichprobe also, kein statistischer Ausreißer. Die Daten stammten direkt aus den Fahrzeugen selbst, die ihre Verbrauchswerte regelmäßig per Funk übermitteln. Manipulationsspielraum? Praktisch null.
Selbst im Elektromodus schluckt der Motor Benzin
Besonders pikant: Selbst im sogenannten „Entlademodus" – also jenem Betriebszustand, in dem das Fahrzeug eigentlich rein elektrisch fahren sollte – werden im Schnitt etwa drei Liter Kraftstoff verbraucht. Bislang ging man davon aus, dass in diesem Modus kaum oder gar kein Benzin benötigt werde. Patrick Plötz vom Fraunhofer ISI bezeichnete dieses Ergebnis gegenüber der Tagesschau als regelrechten „Schock".
Doch warum springt der Verbrennungsmotor an, wenn eigentlich der Elektromotor die Arbeit verrichten soll? Die Antwort ist so simpel wie entlarvend: Die Elektromotoren vieler Plug-in-Hybride sind schlicht nicht leistungsfähig genug. Bei hohen Geschwindigkeiten, an Steigungen oder bei starker Beschleunigung – also genau in jenen Situationen, die den deutschen Autofahrer im Alltag ständig begleiten – reicht die Kraft des E-Motors nicht aus. Der Verbrenner muss einspringen. Hinzu kommen Nebenverbraucher wie Batterieheizung und Klimaanlage, die zusätzlich am Energiehaushalt zehren.
Deutsche Premiumhersteller besonders auffällig
Wer nun glaubt, dass wenigstens die deutschen Premiummarken mit ihrer vielgerühmten Ingenieurskunst besser abschneiden, wird bitter enttäuscht. Das Gegenteil ist der Fall. Ausgerechnet Porsche fällt mit besonders desaströsen Werten auf: Die Hybridmodelle des Stuttgarter Luxusautobauers verbrauchen im Entlademodus sage und schreibe rund sieben Liter Kraftstoff. Sieben Liter – wohlgemerkt in einem Modus, der eigentlich nahezu emissionsfrei sein sollte. Die besten Werte erzielten hingegen Fahrzeuge von Kia, Toyota, Ford und Renault, die teils deutlich unter einem Liter pro hundert Kilometer blieben.
Das Gewichtsproblem und die Ladedisziplin
Ein weiterer Faktor, der die Misere verschärft, ist das schiere Gewicht dieser technologischen Zwitterwesen. Die komplexen Hybridsysteme mit ihren immer größeren Batterien treiben das Fahrzeuggewicht um mehrere hundert Kilogramm in die Höhe. Was im Elektrobetrieb durch Rekuperation teilweise kompensiert werden kann, schlägt im Verbrennermodus gnadenlos zu Buche. Mehr Gewicht bedeutet mehr Verbrauch – eine physikalische Gesetzmäßigkeit, die sich auch durch noch so kreative Marketingbroschüren nicht außer Kraft setzen lässt.
Erschwerend kommt hinzu, dass viele Besitzer ihre Plug-in-Hybride offenbar nur selten oder gar nicht extern aufladen. Der rein elektrische Fahranteil lag im Durchschnitt bei mageren 25 Prozent. Drei Viertel der Fahrleistung werden also vom Verbrennungsmotor erbracht – in einem Fahrzeug, das eigentlich als Brückentechnologie zur Elektromobilität dienen sollte. Man könnte auch sagen: Viele dieser Fahrzeuge sind nichts anderes als überteuerte, übergewichtige Verbrenner mit einem dekorativen Elektromotor.
Ein Symptom ideologiegetriebener Verkehrspolitik
Diese Erkenntnisse werfen einmal mehr ein grelles Schlaglicht auf die Absurdität einer Verkehrs- und Klimapolitik, die sich jahrelang von Wunschdenken statt von Fakten leiten ließ. Plug-in-Hybride wurden mit üppigen Kaufprämien subventioniert, ihre geschönten Verbrauchswerte flossen in die CO₂-Flottenbilanzen der Hersteller ein und halfen diesen, die strengen EU-Grenzwerte auf dem Papier einzuhalten. Ein perfektes System – perfekt allerdings nur für die Bilanzen der Konzerne und die Selbstbeweihräucherung grüner Verkehrspolitiker.
Der deutsche Steuerzahler hingegen durfte die Zeche begleichen. Milliarden an Fördergeldern flossen in eine Technologie, die ihre Versprechen nie einlösen konnte. Und die Umwelt? Die hat von diesem politisch orchestrierten Etikettenschwindel am allerwenigsten profitiert. Wer sechs Liter auf hundert Kilometer verbraucht, rettet kein Klima – egal wie viele grüne Plaketten auf der Windschutzscheibe kleben.
Es wäre an der Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz aus diesem Debakel die richtigen Schlüsse zieht. Statt weiterhin ideologisch motivierte Technologievorgaben zu machen, sollte man den Ingenieuren und dem Markt die Entscheidung überlassen, welche Antriebsform tatsächlich effizient und zukunftsfähig ist. Denn eines hat diese Studie eindrucksvoll bewiesen: Politische Wunschzettel ersetzen keine physikalischen Gesetze.
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