
Morgan Stanley prophezeit Gold bei 4.800 Dollar – Die Flucht in den sicheren Hafen beschleunigt sich
Während die Welt in einem Strudel aus geopolitischen Spannungen, geldpolitischen Experimenten und wirtschaftlicher Unsicherheit versinkt, erlebt das älteste Wertaufbewahrungsmittel der Menschheit eine Renaissance, die selbst hartgesottene Analysten in Erstaunen versetzt. Morgan Stanley hat seine Goldpreisprognose auf beachtliche 4.800 Dollar je Unze bis zum vierten Quartal 2026 angehoben – ein Signal, das aufhorchen lässt.
Ein historischer Lauf, der seinesgleichen sucht
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Der Spotpreis für Gold erreichte am 26. Dezember 2025 ein Allzeithoch von 4.549,71 Dollar je Unze und beendete das Jahr mit einem Zuwachs von satten 64 Prozent. Es handelt sich um die stärkste Jahresperformance seit 1979 – jenem Jahr, als die Welt ebenfalls von Inflation, Energiekrisen und geopolitischen Verwerfungen geplagt wurde. Die Geschichte, so scheint es, wiederholt sich mit erschreckender Präzision.
Die Investmentbank begründet ihre optimistische Einschätzung mit einer Kombination aus makroökonomischen Verschiebungen und politischen Entwicklungen. Erwartete Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve, ein Führungswechsel an der Spitze der amerikanischen Geldpolitik sowie anhaltende Käufe durch Zentralbanken und Investmentfonds bilden das Fundament dieser Prognose.
Venezuela-Krise befeuert die Flucht ins Gold
Die jüngsten Ereignisse in Venezuela, wo US-Militärkräfte den Machthaber Nicolás Maduro festsetzten, haben die geopolitische Unsicherheit auf den Energie- und Finanzmärkten spürbar verschärft. Alexander Zumpfe, Edelmetallhändler bei Heraeus Metals Germany, bringt es auf den Punkt:
„Die Situation um Venezuela hat eindeutig die Nachfrage nach sicheren Häfen reaktiviert, aber sie kommt zusätzlich zu bestehenden Sorgen über Geopolitik, Energieversorgung und Geldpolitik."
Investoren suchen typischerweise in Zeiten wirtschaftlicher und politischer Anspannung Zuflucht im Gold. Das Edelmetall tendiert dazu, in Niedrigzinsumgebungen besonders gut abzuschneiden, wenn die Opportunitätskosten für das Halten eines nicht verzinslichen Vermögenswertes sinken.
JPMorgan sieht sogar 6.000 Dollar
Morgan Stanley steht mit seinem Optimismus keineswegs allein. JPMorgan Chase hat seine Goldpreisprognose ebenfalls angehoben und erwartet 5.000 Dollar je Unze bis zum vierten Quartal 2026 sowie langfristig sogar 6.000 Dollar. Natasha Kaneva, Leiterin der globalen Rohstoffstrategie bei JPMorgan, erklärte in einer Dezember-Notiz:
„Obwohl diese Goldrally nicht linear war und sein wird, glauben wir, dass die Trends, die diese Neubewertung der Goldpreise antreiben, noch nicht erschöpft sind."
Zentralbanken setzen auf das gelbe Metall
Ein besonders bemerkenswertes Signal: Gold hat kürzlich erstmals seit 1996 US-Staatsanleihen als Anteil an den globalen Zentralbankreserven überholt. Morgan Stanley bezeichnet diese Entwicklung als ein „machtvolles Signal", dass Investoren vom langfristigen Wert des gelben Metalls überzeugt sind.
Die mit physischem Gold unterlegten börsengehandelten Fonds verzeichnen Rekordzuflüsse – ein Indikator für das Interesse sowohl institutioneller als auch privater Anleger. Die Analysten von Morgan Stanley beobachten, dass selbst nicht-professionelle Käufer in den Goldrausch einsteigen. Diese Nachfrage wird zusätzlich durch Erwartungen eines schwächeren Dollars und einer breiteren Abkehr von dollardenominierten Vermögenswerten gestützt.
Der Dollar schwächelt – Gold profitiert
Der US-Dollar beendete das Jahr 2025 mit einem Minus von rund 9 Prozent – die schlechteste Performance seit 2017. Für Gold, das traditionell invers zum Dollar gehandelt wird, bedeutet dies Rückenwind. Amy Gower, Rohstoffstrategin für Metalle und Bergbau bei Morgan Stanley, fasst zusammen:
„Investoren beobachten Gold nicht nur als Absicherung gegen Inflation, sondern als Barometer für alles von Zentralbankpolitik bis hin zu geopolitischem Risiko."
Silber und Kupfer im Aufwind
Während Gold der Favorit bleibt, hebt Morgan Stanley auch die Stärke anderer Metallmärkte hervor. Silber verzeichnete 2025 einen Anstieg von 147 Prozent – der stärkste Jahresgewinn in der Geschichte des Edelmetalls. Die Kombination aus industrieller Nachfrage, Investitionszuflüssen und knappem Angebot treibt die Preise. Chinas neue Exportlizenzanforderungen verstärken die Aufwärtsrisiken zusätzlich.
Kupfer erreichte an der Londoner Metallbörse mit 13.387,50 Dollar je Tonne ebenfalls ein Rekordhoch. Die US-Importnachfrage und anhaltende Minenstörungen halten die globalen Märkte angespannt.
Was bedeutet dies für den deutschen Anleger?
In Zeiten, in denen die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen plant und damit die Schuldenlast künftiger Generationen weiter erhöht, erscheint die Flucht in physische Edelmetalle als vernünftige Strategie zur Vermögenssicherung. Die Inflation wird durch solche Maßnahmen weiter angeheizt, während traditionelle Sparformen an Kaufkraft verlieren.
Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie ihren Wert bewahren – unabhängig davon, welche Regierungen kommen und gehen, welche Währungen entstehen und vergehen. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Anlageportfolio können physische Edelmetalle einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Die dargestellten Prognosen und Einschätzungen können sich als unzutreffend erweisen.
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