
Nächstes Traditionsunternehmen am Abgrund: Massivholz-Spezialist Rodam meldet Insolvenz an
Die deutsche Wirtschaftskrise fordert ihr nächstes Opfer. Der Massivholzmöbel-Hersteller Rodam GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Schöppingen hat beim Amtsgericht Münster einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. 70 Jahre Firmengeschichte – und nun steht das Unternehmen vor dem Kampf ums nackte Überleben. Ein weiteres Symptom einer Wirtschaftspolitik, die den deutschen Mittelstand systematisch in die Knie zwingt.
Die Konsumflaute als Sargnagel für Premium-Möbel
Rodam produziert seit sieben Jahrzehnten hochwertige Massivholzmöbel im Premiumsegment. Zu den Kunden zählen Händler, Architekten, Interieur-Designer und Hotels – ein anspruchsvolles Klientel, das normalerweise bereit ist, für Qualität tief in die Tasche zu greifen. Doch genau hier liegt das Problem: Wenn die Konsumlaune kippt, werden teure Möbel als Erstes von der Einkaufsliste gestrichen. Und die Konsumlaune in Deutschland? Die ist längst nicht nur gekippt – sie liegt am Boden.
Wer sich wundert, warum die Deutschen ihr Geld zusammenhalten, muss nur einen Blick auf die Rahmenbedingungen werfen. Explodierende Energiekosten, eine galoppierende Inflation, die durch das frisch beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung kaum gebremst werden dürfte, und eine allgemeine Verunsicherung, die sich wie Mehltau über die Wirtschaft legt. Da kauft niemand mehr eine handgefertigte Massivholzkommode für mehrere tausend Euro. Man spart – oder man kauft billig beim schwedischen Möbelriesen.
Eigenverwaltung als letzter Strohhalm
Geschäftsführer Alexander Haas und Inhaber Godehard Pöttker haben sich für den Weg der Insolvenz in Eigenverwaltung entschieden. Das bedeutet: Die Geschäftsführung bleibt vorerst am Ruder, operiert aber unter der Aufsicht eines vorläufigen Sachwalters. Zwei Sanierungsexperten der Kanzlei BBORS Kreuznacht in Münster sollen das Verfahren begleiten. Ein repräsentativer Gläubigerausschuss wurde ebenfalls eingesetzt.
Immerhin eine gute Nachricht für die Belegschaft: Die Löhne und Gehälter seien für drei Monate über eine Vorfinanzierung des Insolvenzausfallgeldes der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Die Mitarbeiter würden die Sanierungsbemühungen der Geschäftsleitung unterstützen, heißt es. Inhaber Pöttker gibt sich kämpferisch und betont, man habe sich bereits mit den Problemstellungen befasst und teilweise Lösungsansätze erarbeitet.
Doch reicht das?
Die Frage drängt sich auf, ob guter Wille und Sanierungskonzepte ausreichen, wenn das gesamte wirtschaftliche Umfeld gegen einen arbeitet. Rodam ist bei Weitem kein Einzelfall. Erst kürzlich musste ein traditionsreicher Maschinenbau- und Autozulieferer Insolvenz anmelden, 162 Arbeitsplätze standen auf dem Spiel. Ein Porzellan-Hersteller mit über 180 Jahren Geschichte ging Ende Februar 2026 ebenfalls in die Insolvenz. Die Liste wird länger – Woche für Woche, Monat für Monat.
Ein Muster, das sich wiederholt
Was wir hier beobachten, ist kein Zufall und kein Pech einzelner Unternehmer. Es ist das Ergebnis einer jahrelangen politischen Fehlsteuerung, die den Wirtschaftsstandort Deutschland systematisch geschwächt hat. Die Energiewende hat die Strompreise in astronomische Höhen getrieben. Die Bürokratie erstickt den Mittelstand. Und statt gegenzusteuern, hat die Politik mit ideologischen Projekten und Schuldenorgien reagiert, deren Rechnung künftige Generationen begleichen müssen.
Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen wurde ein halbe Billion Euro schweres Sondervermögen beschlossen – ein euphemistischer Begriff für das, was es tatsächlich ist: Schulden. Schulden, die über Steuern und Abgaben finanziert werden müssen. Schulden, die den Konsum weiter dämpfen werden. Schulden, die Unternehmen wie Rodam den letzten Rest an Hoffnung rauben könnten.
Während in Berlin über Gendersternchen und Klimaneutralität bis 2045 debattiert wird, sterben draußen im Land die Traditionsunternehmen. Handwerksbetriebe, Mittelständler, Familienunternehmen – das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bricht Stück für Stück. Und mit jedem Unternehmen, das aufgibt, gehen nicht nur Arbeitsplätze verloren, sondern auch Wissen, Tradition und ein Stück deutscher Identität.
Man kann nur hoffen, dass die Sanierung bei Rodam gelingt. Doch solange die politischen Rahmenbedingungen nicht grundlegend korrigiert werden, wird die nächste Insolvenz eines Traditionsunternehmens nur eine Frage der Zeit sein. In Zeiten wie diesen, in denen wirtschaftliche Unsicherheit zum Dauerzustand geworden ist, erweist sich einmal mehr, wie wichtig es ist, Vermögenswerte zu sichern – etwa durch physische Edelmetalle wie Gold und Silber, die seit Jahrhunderten als krisenfester Anker gelten und keinem Insolvenzrisiko unterliegen.
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