
Nahostkrieg erschüttert Energiemärkte: Israel knickt nach Trump-Ultimatum ein

Was sich derzeit im Persischen Golf abspielt, ist nichts weniger als ein geopolitisches Erdbeben mit Schockwellen, die bis an deutsche Tankstellen und Heizungskeller reichen. Israel hat nach massivem Druck aus Washington erklärt, künftig keine Energieanlagen mehr anzugreifen – ein Zugeständnis, das die Dimension dieses Konflikts schlaglichtartig offenbart. Doch die Schäden sind bereits angerichtet, und die Frage ist nicht ob, sondern wie hart die Folgen Europa und insbesondere Deutschland treffen werden.
Trump zieht die Notbremse – Netanjahu gehorcht
Die Worte des US-Präsidenten Donald Trump waren unmissverständlich. Er habe Netanjahu gesagt, er solle das nicht tun – und er werde es nicht tun. So einfach, so brutal direkt. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu versuchte auf einer Pressekonferenz, das Gesicht zu wahren, indem er betonte, Israel habe „allein gehandelt". Gleichzeitig versprach er, die israelischen Streitkräfte würden die USA bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus unterstützen. Der Krieg, so Netanjahu optimistisch, werde schneller enden als erwartet.
Doch solche Beschwichtigungen klingen hohl angesichts der Realität. Der Konflikt befindet sich bereits in seiner dritten Woche, hat über 4.100 Menschenleben gefordert – drei Viertel davon im Iran – und die USA haben 13 Soldaten sowie mehrere Kampfflugzeuge verloren. Das Pentagon hat beim Kongress zusätzliche 200 Milliarden Dollar für die Kriegsfinanzierung beantragt. Eine Summe, die selbst hartgesottene Washingtoner Haushaltspolitiker schlucken lässt.
200 Milliarden Dollar – und kein Ende in Sicht
Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen: 200 Milliarden Dollar. Das übersteigt die rund 65 Milliarden, die seit 2022 für die Ukraine bereitgestellt wurden, um ein Vielfaches. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth behauptete zwar, man liege „im Plan", doch welcher Plan das sein soll, bleibt nebulös. Senator Gary Peters brachte es auf den Punkt: Er brauche einen klaren Plan, bevor er zustimme. Es fehle eine Definition davon, wie ein Endziel oder ein Sieg aussehe.
Eine berechtigte Frage, die man auch in Berlin stellen sollte – wenn man dort denn überhaupt noch in der Lage wäre, strategisch zu denken. Während die USA zumindest versuchen, ihre Energieversorgung durch die vorübergehende Aussetzung eines jahrhundertealten Schifffahrtsgesetzes zu sichern und Transportkosten zu senken, dürfte die neue Große Koalition unter Friedrich Merz einmal mehr ratlos zusehen, wie sich die Energiepreise verteuern.
Golfstaaten am Rande des Kriegseintritts
Die Lage im Persischen Golf hat eine Dramatik erreicht, die an die dunkelsten Kapitel der Nahostgeschichte erinnert. Saudi-Arabien meldete einen Drohnenangriff auf die strategisch wichtige Samref-Raffinerie am Roten Meer. Ballistische Raketen seien in Richtung Riad abgefangen worden. Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan erklärte unmissverständlich, die Zurückhaltung seines Landes sei nicht „unbegrenzt". Die Beziehungen zu Teheran bezeichnete er als „vollständig zerstört".
Katar berichtete von „erheblichen Schäden" an der weltweit größten LNG-Exportanlage. Die geschätzten Kosten: rund 20 Milliarden Dollar jährlich, bei einer Reparaturzeit von bis zu fünf Jahren. Für Europa, das sich nach dem Bruch mit Russland verstärkt auf katarisches Flüssiggas verlassen hat, ist das eine Hiobsbotschaft von epochalem Ausmaß. Die Vereinigten Arabischen Emirate mussten eine wichtige Gasanlage schließen, in Kuwait brannten zwei Raffinerien nach Drohnenangriffen, und der Irak meldete Stromausfälle, nachdem Iran Gaslieferungen aus dem Feld South Pars stoppte.
Irans Außenminister Abbas Araghchi kündigte auf der Plattform X „null Zurückhaltung" an, sollte die Energieinfrastruktur erneut angegriffen werden. Eine Drohung, die angesichts der bereits angerichteten Verwüstungen keineswegs als leere Rhetorik abgetan werden sollte.
Ölpreise auf Krisenniveau – und Deutschland schaut zu
Die Ölpreise erreichten zwischenzeitlich den höchsten Schlussstand seit Juli 2022. Brent notierte zuletzt bei rund 107 Dollar pro Barrel, WTI bei etwa 94 Dollar. Zwar gaben die Preise nach den beschwichtigenden Worten von Trump und Netanjahu leicht nach, doch die strukturellen Risiken bleiben gewaltig. Die Straße von Hormus – jene Meerenge, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und LNG-Handels fließt – ist nach wie vor nicht vollständig passierbar. Iran nutzt diesen Engpass strategisch aus.
Für den deutschen Verbraucher, der ohnehin unter einer erdrückenden Steuer- und Abgabenlast ächzt, bedeutet das nichts Gutes. Die Spritpreise werden steigen, die Heizkosten werden steigen, und die Inflation, die man in Berlin so gerne für besiegt erklärt hätte, wird erneut ihr hässliches Haupt erheben. Und das in einer Zeit, in der die neue Bundesregierung ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht hat, das kommende Generationen mit Schulden belastet – ein fiskalisches Abenteuer, das angesichts explodierender Energiepreise noch riskanter erscheint als ohnehin schon.
Waffenverkäufe statt Diplomatie
Statt auf diplomatische Lösungen zu setzen, genehmigte Washington Waffenverkäufe im Wert von 23 Milliarden Dollar an die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Jordanien. Man rüstet die Region also weiter auf, während man gleichzeitig behauptet, den Frieden zu wollen. Die Ironie könnte kaum größer sein. Trump erwägt zudem, die Öl-Sanktionen gegen den Iran aufzuheben – ein Schritt, der die Preise kurzfristig senken könnte, aber langfristig das gesamte Sanktionsregime untergräbt.
Was bleibt, ist die bittere Erkenntnis, dass Europas Energiesicherheit einmal mehr von Entscheidungen abhängt, die Tausende Kilometer entfernt getroffen werden. Deutschland hat es in den vergangenen Jahren versäumt, eine souveräne Energiepolitik aufzubauen. Stattdessen hat man sich von russischem Gas abhängig gemacht, dann hektisch auf katarisches LNG umgeschwenkt – und steht nun vor dem Scherbenhaufen einer Politik, die Ideologie stets über Pragmatismus gestellt hat.
Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der unschätzbare Wert physischer Edelmetalle. Während Aktienmärkte einbrechen, Energiepreise explodieren und geopolitische Risiken die Weltwirtschaft erschüttern, erweist sich Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist: ein verlässlicher Wertspeicher in Zeiten der Krise. Wer sein Vermögen schützen will, sollte ernsthaft über eine Beimischung physischer Edelmetalle in sein Portfolio nachdenken – als Absicherung gegen Inflation, Währungsrisiken und die Unwägbarkeiten einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keinerlei Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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