
Norwegens E-Auto-Triumph: Ein Modell für Deutschland oder ein teures Experiment?
Während Deutschland noch immer über die Zukunft der Mobilität debattiert und die Ampel-Koalition mit ihrem Verbrenner-Aus für 2035 gescheitert ist, präsentiert sich Norwegen als vermeintliches Elektro-Paradies. Sage und schreibe 95,9 Prozent aller Neuwagen, die 2025 in dem skandinavischen Land zugelassen wurden, waren Elektrofahrzeuge. Ein Rekord, der aufhorchen lässt – doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich die Schattenseiten dieses vermeintlichen Erfolgsmodells.
Der norwegische Sonderweg: Subventionen ohne Ende
Die norwegische Straßenverkehrsbehörde OFV verkündete stolz, dass das vor zehn Jahren gesteckte politische Ziel nun erreicht sei: Der Neuwagenverkauf in Norwegen sei praktisch emissionsfrei. Im Dezember 2025 erreichte der E-Auto-Anteil sogar 97,6 Prozent. Doch was die Behörde verschweigt: Dieser Erfolg wurde mit massiven Steuervorteilen erkauft, die sich nur ein ölreiches Land wie Norwegen leisten kann.
Mit einem BIP pro Kopf von 87.702 Dollar gehört Norwegen zu den drei reichsten Ländern der Welt. Der Ölreichtum – ja, ausgerechnet fossile Brennstoffe – finanziert das großzügige Sozialsystem und eben auch die üppigen E-Auto-Subventionen. Eine Ironie, die den grünen Ideologen hierzulande offenbar entgeht.
Tesla dominiert, China holt auf
Der amerikanische Elektroautobauer Tesla konnte seine Position als größte Automarke Norwegens weiter ausbauen. Mit 34.285 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 19,1 Prozent fährt jeder fünfte Norweger einen Tesla. Das Model Y stellte mit 27.621 Erstzulassungen einen historischen Rekord auf – die höchste Zahl, die jemals für ein einzelnes Automodell in Norwegen registriert wurde.
Besorgniserregend ist jedoch der wachsende Einfluss chinesischer Hersteller. 24.524 Neuwagen chinesischer Herkunft wurden 2025 zugelassen, was einem Marktanteil von 13,7 Prozent entspricht – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 10,4 Prozent im Vorjahr. BYD führt dabei die Liste der chinesischen Marken an. Die deutsche Automobilindustrie verliert auch in Skandinavien zunehmend an Boden.
Europa hinkt hinterher – und die USA steigen aus
Der Blick auf die Europäische Union zeigt ein völlig anderes Bild. Hier machten Elektroautos im Zeitraum Januar bis November 2025 lediglich 16,9 Prozent der Neuzulassungen aus. Hybridfahrzeuge blieben mit 34,6 Prozent die bevorzugte Wahl der EU-Verbraucher – mehr als doppelt so viel wie reine Elektroautos. Ein deutliches Signal, dass die Bürger sich nicht von ideologisch motivierten Verboten bevormunden lassen wollen.
In den Vereinigten Staaten zeigt sich unter Präsident Trump eine noch deutlichere Trendwende. Die E-Auto-Verkäufe brachen im November 2025 um 41,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Der Grund: Trump beendete mit dem "One Big Beautiful Bill Act" im Juli 2025 die unter Biden eingeführten Steuergutschriften von bis zu 7.500 Dollar für E-Auto-Käufer. Der Markt reagierte prompt – ohne staatliche Subventionen wollen die Amerikaner offenbar keine Elektroautos.
Teslas globale Schwäche
Während Tesla in Norwegen triumphiert, sieht die globale Bilanz düster aus. 2025 lieferte das Unternehmen nur noch 1,64 Millionen Fahrzeuge aus – ein Rückgang von 8,3 Prozent gegenüber den 1,79 Millionen Auslieferungen im Jahr 2024. Die Tesla-Aktie verlor am 2. Januar 2,59 Prozent.
Was Deutschland daraus lernen sollte
Das norwegische Modell ist kein Vorbild für Deutschland. Es zeigt vielmehr, dass Elektromobilität ohne massive staatliche Eingriffe und Subventionen nicht funktioniert. Ein Land, das seinen Wohlstand auf Ölexporten aufbaut, kann es sich leisten, seinen Bürgern E-Autos zu schenken. Deutschland, das unter der Last von Energiewende, Bürokratie und einer maroden Infrastruktur ächzt, kann sich solche Experimente schlicht nicht leisten.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz wäre gut beraten, die Technologieoffenheit zu bewahren und den deutschen Bürgern die Wahl zu lassen, welches Fahrzeug sie kaufen möchten – ohne ideologische Bevormundung und ohne Milliarden an Steuergeldern zu verbrennen.
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