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Kettner Edelmetalle
11.06.2026
06:11 Uhr

Öl explodiert: Irans Blockade der Straße von Hormus treibt die Welt an den Rand des Energie-Infernos

Öl explodiert: Irans Blockade der Straße von Hormus treibt die Welt an den Rand des Energie-Infernos

Die Welt hält den Atem an, während sich am Persischen Golf ein Drama abspielt, das die globalen Energiemärkte in ihren Grundfesten erschüttert. Der Ölpreis kletterte am Donnerstag um mehr als einen Dollar – und das ist erst der Anfang. Teheran hat die Straße von Hormus für geschlossen erklärt und droht unverhohlen, jedes Schiff, das eine Passage wagt, unter Beschuss zu nehmen. Die USA antworten mit weiteren Luftschlägen. Und Donald Trump? Der lässt verlautbaren, er werde den Iran "in Grund und Boden bomben", sollte sich Teheran nicht umgehend an den Verhandlungstisch zwingen lassen.

Wenn das Nadelöhr der Weltwirtschaft zugeschnürt wird

Die Brent-Notierung legte um 1,48 Dollar oder 1,59 Prozent auf 94,58 Dollar je Barrel zu, während die amerikanische Sorte WTI um 1,71 Dollar oder 1,90 Prozent auf 91,74 Dollar anstieg. Zwischenzeitlich schoss der US-Rohölpreis sogar um mehr als drei Dollar in die Höhe. Wer glaubt, das sei eine bloße Marktlaune, der irrt gewaltig.

Denn durch die Straße von Hormus fließt normalerweise ein Fünftel aller globalen Öl- und Gaslieferungen. Es handelt sich um die wohl wichtigste Lebensader der Weltwirtschaft – ein schmales Nadelöhr, das nun von Teherans militärischer Führung als Schlachtfeld auserkoren wurde. Sämtliche Öltanker und Handelsschiffe seien betroffen, verkündete das iranische Oberkommando. Wer es dennoch versuche, werde beschossen.

"Es deutet einmal mehr darauf hin, dass ein Abkommen noch in weiter Ferne liegt und dass die Energieströme aus dem Persischen Golf weiterhin stark eingeschränkt bleiben werden", warnten die Analysten der ING in einer Mitteilung an ihre Kunden.

Ein brüchiger Waffenstillstand zerbricht wie billiges Glas

Die amerikanischen Streitkräfte begannen nach eigenen Angaben um 17:15 Uhr Ortszeit mit erneuten Angriffen auf mehrere Ziele im Iran – die jüngste Eskalation in einem Schlagabtausch, der einen vollständigen Krieg neu zu entfachen droht. Jener Krieg, der Ende Februar begann und der Anfang April nur durch einen fragilen Waffenstillstand notdürftig pausiert wurde, brodelt nun wieder mit voller Wucht.

Während Trump gegenüber dem Sender Fox News tönte, die Angriffe würden bald enden, fügte er sogleich seine unverhohlene Drohung hinzu. Das US-Militär selbst erklärte derweil auf der Plattform X, Handelsschiffe würden weiterhin durch die Straße fahren und kein amerikanisches Kriegsschiff sei getroffen worden – dies als Antwort auf iranische Staatsmedien, die von Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Schiffe berichtet hatten. Was stimmt, was Propaganda ist – im Nebel des Krieges verschwimmen die Wahrheiten.

Die Lager leeren sich – und Deutschland schaut zu

Die US-Rohölbestände fielen in der Woche zum 5. Juni um satte 7,2 Millionen Barrel auf 426,5 Millionen Barrel – weit mehr als die von Analysten erwarteten 4 Millionen Barrel. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar haben sich die amerikanischen Reserven, einschließlich der strategischen Bestände, um sage und schreibe 79 Millionen Barrel verringert. Selbst die OPEC-Förderung sank im Mai auf den tiefsten Stand seit über zwei Jahrzehnten.

Und während sich die größte Volkswirtschaft der Welt mit aller Macht stemmt, um die Versorgungslücken zu stopfen, fragt man sich unweigerlich: Wo bleibt eigentlich Deutschland in diesem geopolitischen Sturm? Eine Energiepolitik, die jahrelang auf ideologische Träumereien statt auf nüchterne Versorgungssicherheit setzte, hat unser Land verwundbarer gemacht denn je. Wer Kernkraftwerke abschaltet und sich von fragilen Lieferketten abhängig macht, der darf sich über zitternde Knie nicht wundern, wenn am anderen Ende der Welt die Lunte brennt.

Was bedeutet das für Ihr Vermögen?

In Zeiten, in denen ein einziges Nadelöhr am Persischen Golf die gesamte Weltwirtschaft ins Wanken bringen kann, zeigt sich einmal mehr, wie fragil unser papierenes Finanzsystem tatsächlich ist. Aktien taumeln, Lieferketten reißen, Inflation droht – und der Bürger steht vor der Frage, wie er sein hart erarbeitetes Vermögen schützen soll. Physisches Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie in genau solchen Krisenzeiten ihren Wert behalten. Als krisenfeste Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten Edelmetalle das, was kein Politiker und kein Krieg ihnen nehmen kann: greifbare Beständigkeit.

Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel dargestellten Inhalte spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wider. Sie stellen weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung für Finanzprodukte jeglicher Art dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und seine Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. Für etwaige Verluste übernehmen wir keine Haftung.

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