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Kettner Edelmetalle
21.08.2026
10:23 Uhr
KI-generiert

Peking kauft im Rekordtempo: 21. Goldmonat in Folge!

Peking kauft im Rekordtempo: 21. Goldmonat in Folge!
Symbolbild: KI-generiert

Die Volksrepublik China stockt weiter auf – und zwar kräftiger als seit Jahren. Nach den frisch veröffentlichten Zahlen der Devisenbehörde SAFE lagen Chinas offizielle Goldbestände Ende Juli 2026 bei 76,08 Millionen Unzen, nach 75,44 Millionen Unzen im Vormonat. Es ist der 21. Monat in Folge, in dem Peking seine Reserven ausweitet.

Fast 20 Tonnen in einem einzigen Monat

Der Zuwachs entspricht rund 640.000 Unzen. Branchendiensten zufolge sind das etwa 19,9 Tonnen Gold – der stärkste Monatszukauf seit Oktober 2023. Den Wert der Goldreserven beziffert SAFE auf 306,35 Milliarden US-Dollar.

Bemerkenswert ist die Dynamik: Im Mai waren es laut den Daten rund zehn Tonnen, im Juni knapp 15 Tonnen, im Juli fast 20. Innerhalb von nur drei Monaten wanderten damit rund 45 Tonnen Gold zusätzlich in die Tresore der People's Bank of China.

Warum Peking gerade jetzt zugreift

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Der Goldpreis war zuvor deutlich von seinem Rekordhoch zurückgekommen – und ausgerechnet in dieser Schwächephase drehte die chinesische Notenbank den Hahn weiter auf. Beobachter deuten das als klassisches antizyklisches Verhalten: Wer in fallende Kurse kauft, bekommt für dasselbe Geld schlicht mehr Metall.

Inzwischen hat sich das Blatt wieder gewendet. Marktberichten zufolge notierte Gold zuletzt oberhalb der Marke von 4.500 US-Dollar je Unze. Peking dürfte auf seinen Juli-Käufen bereits im Plus liegen.

Die stille Abkehr vom Dollar

Seit 2022 hat China seine offiziellen Bestände um rund 400 Tonnen ausgebaut. Der Gesamtbestand liegt damit bei etwa 2.366 Tonnen – und das sind nur die gemeldeten Zahlen. Viele Marktbeobachter halten die tatsächlichen Bestände seit Jahren für höher, weil Zentralbanken Zukäufe nicht lückenlos ausweisen müssen.

Das Motiv liegt auf der Hand: Peking will die Abhängigkeit vom US-Dollar reduzieren. Spätestens seit dem Einfrieren russischer Währungsreserven im Westen 2022 wissen alle Notenbanken der Welt, dass Devisenguthaben politisch verwundbar sind. Physisches Gold im eigenen Land kann niemand per Knopfdruck sperren.

Was das für deutsche Sparer bedeutet

Während Notenbanken von Peking über Warschau bis Ankara Gold horten, diskutiert man hierzulande lieber über Sondervermögen, Klimaziele im Grundgesetz und immer neue Schuldenpakete. Die Bundesbank hütet zwar mit rund 3.350 Tonnen den zweitgrößten Staatsschatz der Welt – doch aufgestockt wird da seit Jahrzehnten nichts mehr.

Für viele Bürger drängt sich eine simple Frage auf: Wenn die größten und nüchternsten Akteure der Weltfinanz Monat für Monat Gold einsammeln, warum sollte der private Vermögensschutz nach anderen Regeln funktionieren?

Die anhaltenden Zentralbankkäufe gelten am Markt als struktureller Nachfragefaktor – unabhängig davon, wie sich der Goldpreis kurzfristig entwickelt.

Ob die Serie im August weitergeht, entscheidet sich Anfang September mit den nächsten SAFE-Daten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Peking pausiert, dürfte überschaubar sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung dar. Wir betreiben keine Anlageberatung. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich eigenständig informieren. Physische Edelmetalle können aus unserer Sicht eine sinnvolle Beimischung zur langfristigen Vermögenssicherung sein – Kursentwicklungen der Vergangenheit lassen jedoch keine Rückschlüsse auf die Zukunft zu.

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