
Peking schäumt: US-Kanonenboot-Diplomatie trifft chinesische Ölinteressen
Die Spannungen zwischen Washington und Peking erreichen einen neuen Siedepunkt. Nach der Beschlagnahmung eines mit venezolanischem Rohöl beladenen Tankers vor der Küste Venezuelas durch die US-Küstenwache hat China die Vereinigten Staaten scharf verurteilt. Was sich hier abspielt, ist nichts Geringeres als ein geopolitisches Schachspiel um Ressourcen, Einfluss und die Frage, wer in der neuen Weltordnung das Sagen hat.
Völkerrecht als Spielball der Großmächte
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, fand bei einer regulären Pressekonferenz deutliche Worte. Die Beschlagnahmung eines Tankers eines anderen Landes stelle eine schwerwiegende Verletzung des Völkerrechts dar. Venezuela habe das Recht, mit anderen Staaten Handel zu treiben. China lehne alle "einseitigen und illegalen" Sanktionen ab.
Am vergangenen Samstag griff die US-Küstenwache den Tanker "Centuries" auf, der unter dem falschen Namen "Crag" fuhr und 1,8 Millionen Barrel sanktioniertes venezolanisches Rohöl an Bord hatte. Das Ziel der Ladung: China. Ein Sprecher des Weißen Hauses bezeichnete das Schiff als "falsch geflaggtes Fahrzeug", das Teil der venezolanischen Schattenflotte sei.
Trumps aggressive Außenpolitik zeigt Zähne
Was wir hier beobachten, ist die konsequente Umsetzung dessen, was man als Kanonenboot-Diplomatie bezeichnen könnte. Die Trump-Administration verfolgt damit ein klares Ziel: die Destabilisierung des Maduro-Regimes in Caracas bei gleichzeitiger Schwächung Kubas. Finanzströme sollen unterbrochen, Geldkanäle gekappt und Kettenreaktionen ausgelöst werden.
Bereits zwei sanktionierte Tanker hat die USA beschlagnahmt. Der erste, die VLCC Skipper, wurde Anfang des Monats aufgebracht und soll in den kommenden Tagen im Galveston Offshore Lightering Area entladen werden. Und als wäre das nicht genug, erreichten am späten Sonntagnachmittag Meldungen die Öffentlichkeit, wonach US-Streitkräfte einen weiteren Tanker verfolgen.
Chinas Abhängigkeit von venezolanischem Öl
China ist der größte Abnehmer venezolanischen Rohöls, wenngleich dieses nur etwa vier Prozent der gesamten chinesischen Rohölimporte ausmacht. Die Exporte schwanken je nach Zeitraum und Versandmustern zwischen 400.000 und 580.000 Barrel pro Tag. Für Venezuela hingegen ist China ein unverzichtbarer Handelspartner, der das wirtschaftlich angeschlagene Land am Leben hält.
Ein gefährliches Spiel mit ungewissem Ausgang
Die Frage, die sich stellt, ist simpel: Wie weit wird diese Eskalation gehen? Die USA demonstrieren Stärke, China pocht auf das Völkerrecht. Dazwischen steht Venezuela, dessen Wirtschaft ohnehin am Boden liegt. Was als Sanktionspolitik beginnt, könnte schnell zu einem handfesten Konflikt eskalieren. Die Geschichte lehrt uns, dass Kanonenboot-Diplomatie selten ohne Kollateralschäden bleibt.
Für Anleger bedeutet diese geopolitische Unsicherheit einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Absicherung gegen politische Risiken und wirtschaftliche Verwerfungen unverzichtbar bleiben. In Zeiten, in denen Großmächte ihre Muskeln spielen lassen, bieten sie einen sicheren Hafen für das eigene Vermögen.
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