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Kettner Edelmetalle
10.04.2026
15:50 Uhr

Pendlerpauschale: Wie die Große Koalition Milliarden mit der Gießkanne verteilt – und die Falschen beschenkt

Die Spritpreise explodieren, die Bürger stöhnen – und was fällt der schwarz-roten Koalition ein? Natürlich: die Pendlerpauschale erhöhen. Ein Instrument, das so treffsicher ist wie ein Schrotgewehr auf hundert Meter. Diesel bei 2,40 Euro pro Liter, E10-Benzin bei rund 2,15 Euro – das sind Preise, die jedem Berufspendler die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Doch statt chirurgisch präziser Hilfe für diejenigen, die sie wirklich brauchen, greift die Politik erneut zum bewährten Gießkannen-Prinzip.

Söders Lieblingsinstrument kostet Milliarden

Bereits zum 1. Januar 2026 hatte die Koalition auf Drängen von CSU-Chef Markus Söder die Entfernungspauschale auf einheitlich 0,38 Euro ab dem ersten Kilometer angehoben. Vorher gab es lediglich 0,30 Euro für die ersten zwanzig Kilometer. Nun stehen offenbar 0,45 Euro pro Kilometer im Raum. Was harmlos klingt, hat es fiskalisch in sich: Jeder zusätzliche Cent bei der Pendlerpauschale schlägt mit rund 250 Millionen Euro zu Buche. Die letzte Erhöhung kostete den Steuerzahler bereits gut zwei Milliarden Euro. Die nächste Runde dürfte mit ähnlicher Wucht zuschlagen.

Und wer bezahlt das Ganze? Richtig – der Steuerzahler selbst. Entweder über Steuererhöhungen an anderer Stelle oder über neue Schulden, also über Zins und Tilgung, die künftige Generationen schultern müssen. Man erinnere sich: Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Doch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und nun weitere milliardenschwere Entlastungspakete sprechen eine gänzlich andere Sprache. Die fiskalische Disziplin scheint in Berlin endgültig ein Fremdwort geworden zu sein.

Der Porsche-Fahrer dankt, der Geringverdiener schaut in die Röhre

Das eigentlich Perfide an der Pendlerpauschale ist ihre soziale Schieflage. Als steuerliche Absetzung wirkt sie umso stärker, je höher das Einkommen ist. Der Gutverdiener mit Spitzensteuersatz spart pro Kilometer deutlich mehr als der Geringverdiener mit niedrigem Grenzsteuersatz. Wer ohnehin kaum Steuern zahlt, hat von der Erhöhung praktisch nichts. Das Bundesfinanzministerium unter Lars Klingbeil bewirbt die Maßnahme dennoch mit dem wohlklingenden Slogan „Höhere Pendlerpauschale schafft mehr Gerechtigkeit zwischen Stadt und Land". Ein Satz, der an Zynismus kaum zu überbieten ist.

Denn die Pauschale gilt für jeden, der zur Arbeit fährt – egal ob mit dem Verbrenner, dem Elektroauto, dem Fahrrad oder zu Fuß. Sie soll angeblich die ärmeren Autofahrer entlasten, die unter den hohen Spritpreisen ächzen. Tatsächlich aber profitiert der wohlhabende Pendler im Landkreis Starnberg mit seinem langen Arbeitsweg nach München am meisten. Dass die Lebenshaltungskosten auf dem Land erheblich niedriger sind als in der Großstadt, wird dabei geflissentlich unterschlagen.

Ölpreisschocks: Ein Déjà-vu alle paar Jahre

Man könnte meinen, steigende Ölpreise seien ein Phänomen biblischen Ausmaßes, das die Menschheit zum ersten Mal heimsucht. Weit gefehlt. Die Geschichte der Ölpreisschocks liest sich wie ein Repetitorium geopolitischer Krisen: die erste Ölkrise 1973/74 durch den Jom-Kippur-Krieg, die zweite 1979/80 durch die Iranische Revolution, der Golfkrieg 1990/91, die Finanzkrise 2008, die EU-Schuldenkrise 2011, der Ukraine-Krieg seit 2022 – und nun der Iran-Krieg seit 2026. Jedes Mal dasselbe Muster, jedes Mal dieselbe politische Panik.

Der entscheidende Unterschied: Während man im vergangenen Jahrhundert bei steigenden Preisen schlicht zum Energiesparen aufrief, hat sich in der Politik eine fatale Gewohnheit eingeschlichen. Seit der Energiekrise 2022 scheint es einen unausgesprochenen Gesellschaftsvertrag zu geben, wonach der Staat bei jeder Preiserhöhung an der Zapfsäule sofort mit Milliardenhilfen einspringen muss. Der damalige „Tankrabatt" der Ampel-Regierung – eine dreimonatige Senkung der Energiesteuer – wurde bekanntlich von den Mineralölkonzernen eingepreist und verpuffte weitgehend wirkungslos. Das Neun-Euro-Ticket und die Energiepreispauschale von 300 Euro kosteten den Steuerzahler weitere Milliarden und begünstigten vorwiegend diejenigen, die es am wenigsten nötig hatten.

Auch der erste Versuch der neuen Koalition scheiterte kläglich

Bemerkenswert ist, dass auch der erste Anlauf der schwarz-roten Koalition zur Spritpreisdämpfung grandios scheiterte. Die politische Vorgabe an die Ölkonzerne, den Spritpreis nur noch einmal täglich um 12 Uhr zu erhöhen, führte zu neuen Preisrekorden an der Zapfsäule. Ein Lehrstück dafür, was passiert, wenn Politiker glauben, Marktmechanismen per Dekret außer Kraft setzen zu können. Planwirtschaftliche Ansätze haben noch nie funktioniert – weder in der DDR noch im Deutschland des Jahres 2026.

Wo wäre das Geld besser aufgehoben?

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer quittierte in einem ZDF-Interview nahezu jeden auf dem Tisch liegenden Politikvorschlag mit einem klaren „Nein, weil untauglich und zu teuer". Lediglich ein zielgerichtetes Klimageld ließ sie als sinnvolle Maßnahme gelten. Und tatsächlich: Hätte Deutschland eine voll digitalisierte Finanzverwaltung – ein Trauerspiel für sich –, könnte man zielgenau denjenigen helfen, die wenig verdienen und mit ihrem Verbrenner täglich weite Strecken zur Arbeit pendeln müssen. Stattdessen verteilt man Milliarden nach dem Motto „allen ein bisschen, den Reichen am meisten".

Die aktuellen Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamts zeigen derweil, dass der Markt durchaus in der Lage ist, sich selbst zu regulieren. Im März 2026 wurden über 70.000 neue Elektro-Pkw zugelassen – ein Plus von 66,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Marktanteil von E-Autos liegt mit 24 Prozent erstmals vor dem der Benziner mit 22,8 Prozent. Die hohen Spritpreise treiben die Verbraucher ganz ohne staatliche Lenkung in Richtung Elektromobilität.

Die eigentliche Frage: Brauchen wir überhaupt staatliche Eingriffe?

Marktwirtschaftlich betrachtet wäre es wohl am klügsten, wenn die Politik wie im vergangenen Jahrhundert keine Unterstützung ausheckt und lediglich zum Energiesparen aufruft. Das wäre hart, gewiss. Aber es wäre ehrlich. Stattdessen erleben wir eine Koalition, die sich mit Hilfszahlungen beim Wähler einschmeicheln möchte – auf Kosten der Allgemeinheit und künftiger Generationen. Friedrich Merz und Markus Söder mögen die höhere Pendlerpauschale begrüßen. Doch sie sollten sich fragen, ob sie damit nicht ein System perpetuieren, das bei jedem Ölpreisschock reflexartig Milliarden ausschüttet, ohne die strukturellen Probleme auch nur ansatzweise zu lösen.

Was Deutschland bräuchte, wäre eine grundlegende Reform der Energiepolitik, eine echte Digitalisierung der Verwaltung und den politischen Mut, unpopuläre Wahrheiten auszusprechen. Doch Mut war in der deutschen Politik noch nie eine besonders verbreitete Tugend. Und so wird die nächste Ölkrise kommen – und mit ihr die nächste Runde der Gießkannen-Politik. Garantiert.

In Zeiten derartiger wirtschaftlicher Unsicherheit und einer Politik, die Milliarden mit fragwürdiger Treffsicherheit verteilt, dürfte es für den einzelnen Bürger umso wichtiger sein, die eigene Vermögenssicherung selbst in die Hand zu nehmen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade in Phasen geopolitischer Krisen und inflationärer Tendenzen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Absicherung des eigenen Vermögens leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Steuerberatung, Rechtsberatung oder Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Quellen. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls einen qualifizierten Steuer- oder Rechtsberater zu konsultieren. Für Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich.

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