
Peskow spricht aus, was Millionen Europäer längst denken: Die große Kriegs-Gehirnwäsche der Steuerzahler
Es sind Sätze, die in Brüssel und Berlin für kollektives Zähneknirschen sorgen dürften. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat in einem Interview mit der «Weltwoche» den europäischen Regierungen vorgeworfen, ihre eigenen Bürger systematisch zu manipulieren, um eine gigantische Aufrüstungswelle zu rechtfertigen. Und so unbequem die Quelle für manchen sein mag – ein bloßes Wegwischen dieser Aussagen wird der Sache nicht gerecht. Denn die nüchternen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.
Von zwei auf fünf Prozent – wer soll das eigentlich bezahlen?
Peskow verweist auf einen bemerkenswerten Umstand. Während Donald Trump in seiner ersten Amtszeit die Europäer noch mühsam dazu drängen musste, überhaupt die vereinbarten zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben, gäben dieselben Europäer heute freiwillig rund fünf Prozent aus. «Wenn es nicht die Militarisierung Europas ist, was ist es dann?», fragte der Kreml-Sprecher rhetorisch. Eine Frage, die man nicht so leicht beiseiteschieben kann.
Man muss die russische Politik keineswegs gutheißen – und diese Redaktion tut es nicht –, um zu erkennen, dass hier ein wunder Punkt getroffen wird. Wer bezahlt eigentlich diese explodierenden Rüstungsetats? Es ist der deutsche Steuerzahler, der ohnehin schon unter einer der höchsten Abgabenlasten der westlichen Welt ächzt. Es ist der Mittelstand, der zwischen Energiepreisen, Inflation und einer marode gewordenen Infrastruktur zerrieben wird.
Ein Feindbild als Geschäftsmodell
Besonders scharf formulierte Peskow den Vorwurf, wonach ein Feindbild künstlich aufgebaut werde, um die immensen Ausgaben zu legitimieren. «Es handelt sich um eine Gehirnwäsche der europäischen Steuerzahler», sagte er. Mit bitterer Ironie fügte er hinzu:
«Gibt es für die Europäer auf europäischem Boden ein größeres Übel als Russland? Nein. Wir sind das vollkommene Böse.»
Man sollte diese Zuspitzung kritisch einordnen – schließlich ist es der Kreml selbst, der mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine für erhebliche Teile dieser Feindbild-Rhetorik die Vorlage geliefert hat. Doch der Kern des Vorwurfs bleibt bestehen: Wer in Berlin, Paris oder Brüssel derzeit die Fahne der Hochrüstung schwenkt, verschweigt geflissentlich, wer die Rechnung am Ende begleicht.
Die 500-Milliarden-Falle
Nirgendwo zeigt sich das deutlicher als in Deutschland. Die Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz hat ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen aufgelegt und die Schuldenbremse faktisch geschleift. Ausgerechnet jener Merz, der im Wahlkampf noch versicherte, keine neuen Schulden zu machen. Nun türmen sich die Verbindlichkeiten, und ganze Generationen werden verpflichtet, über Steuern und Abgaben die Zinsen abzustottern. Die Inflation frisst derweil das Ersparte der Bürger auf – lautlos, aber unerbittlich.
Rüstungskonzerne im Höhenrausch – auf wessen Kosten?
Wer profitiert von diesem Kurs? Ein Blick auf die Aktienmärkte gibt eine unmissverständliche Antwort. Die Papiere der großen europäischen Rüstungskonzerne haben seit 2023 spektakuläre Kurssprünge hingelegt. Während der kleine Sparer verarmt, während Familien sich fragen, wie sie Miete, Heizung und Lebensmittel gleichzeitig stemmen sollen, klingeln bei einer kleinen Elite die Kassen. Es ist eine Umverteilung von unten nach oben, wie sie klassischer kaum sein könnte.
Zwischen Kriegsangst und Vernunft
Bemerkenswert ist die Reaktion in den Kommentarspalten. Quer durch die Leserschaft artikuliert sich ein tiefes Unbehagen über den eingeschlagenen Kurs. Viele Bürger wünschen sich einen Politikwechsel, der Deutschland vor einer wahnhaften Eskalationsspirale bewahrt. Der Wunsch nach Frieden, nach diplomatischer Vernunft statt martialischem Säbelrasseln, ist keineswegs die Meinung einer kleinen Minderheit – er wird von einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung geteilt.
Peskow kündigte im Übrigen an, dass Moskau auf die europäische Aufrüstung mit «zusätzlichen Maßnahmen zur Gewährleistung unserer nationalen Sicherheit» reagieren werde. Die Eskalationsspirale dreht sich also weiter – und mit jeder Umdrehung wächst die Gefahr, dass am Ende niemand mehr weiß, wie man sie noch stoppen soll.
Was bleibt dem Bürger?
In Zeiten, in denen Staaten Schulden auftürmen, Notenbanken die Druckerpresse anwerfen und geopolitische Unsicherheit zum Dauerzustand wird, stellt sich für den vorausschauenden Bürger eine entscheidende Frage: Wie schütze ich mein Vermögen? Die Geschichte lehrt uns, dass Papierwährungen in Krisenzeiten an Wert verlieren, während physische Edelmetalle wie Gold und Silber ihre Kaufkraft über Jahrhunderte bewahrt haben. Sie sind kein Versprechen auf Rendite, sondern ein Bollwerk gegen Inflation, Schuldenexzesse und politische Willkür – ein bewährter Anker für ein krisenfestes, breit gestreutes Portfolio.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie uns vorliegende Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. Ziehen Sie bei Bedarf einen unabhängigen Fach-, Rechts- oder Steuerberater hinzu. Eine Haftung für etwaige Vermögensdispositionen wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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