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Kettner Edelmetalle
08.02.2026
11:43 Uhr

Petrodollars für Damaskus: Saudi-Arabien pumpt Milliarden in das neue Syrien

Petrodollars für Damaskus: Saudi-Arabien pumpt Milliarden in das neue Syrien

Während Deutschland noch darüber debattiert, wie man mit syrischen Flüchtlingen umgehen soll, schaffen die Saudis bereits Fakten. Das Königreich am Golf hat am Wochenende Investitionen in Milliardenhöhe für den Wiederaufbau Syriens angekündigt – ein geopolitischer Schachzug, der die Machtverhältnisse im Nahen Osten nachhaltig verschieben könnte.

Der Elaf-Fonds: Zwei Milliarden Dollar für syrische Infrastruktur

Der saudische Investitionsminister Khalid al-Falih verkündete die Gründung des sogenannten Elaf-Fonds, der stolze 7,5 Milliarden Rial – umgerechnet etwa zwei Milliarden US-Dollar – für den Ausbau zweier Flughäfen in Aleppo bereitstellen soll. Saudische Privatinvestoren werden dabei eine tragende Rolle spielen. Man könnte fast meinen, Riad habe erkannt, was Berlin offenbar noch nicht begriffen hat: Wer in der Region Einfluss haben will, muss investieren – nicht nur Entwicklungshilfe verteilen.

Besonders bemerkenswert ist die Gründung einer neuen Fluggesellschaft namens „flynas Syria". Der saudische Billigflieger Flynas und die syrische Zivilluftfahrtbehörde haben ein Gemeinschaftsunternehmen vereinbart, bei dem Syrien die Mehrheit von 51 Prozent halten wird. Der Betrieb soll voraussichtlich im vierten Quartal 2026 aufgenommen werden – ein ambitionierter Zeitplan für ein Land, das gerade erst aus den Trümmern eines 14-jährigen Bürgerkriegs aufsteht.

Wasserwirtschaft als strategisches Instrument

Doch die Saudis denken weiter als nur an Flughäfen und Airlines. Der syrische Energieminister Mohamed al-Baschir kündigte den Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage an, die Süßwasser von der Küste in den Süden des Landes leiten soll. In einer Region, in der Wasser oft wertvoller ist als Öl, handelt es sich hierbei um eine Investition von enormer strategischer Bedeutung.

Diese Ankündigungen markieren die bislang höchsten Investitionszusagen seit der Aufhebung der US-Sanktionen gegen Syrien im Dezember vergangenen Jahres. Saudi-Arabien positioniert sich damit als wichtigster Unterstützer des syrischen Interimspräsidenten Ahmed al-Scharaa, der seit dem Sturz des Diktators Baschar al-Assad Ende 2024 die Geschicke des Landes lenkt.

Kritische Stimmen mahnen zur Vorsicht

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Königreich Investitionen in Höhe von 6,4 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Allerdings mehren sich auch kritische Stimmen, die auf einen entscheidenden Punkt hinweisen: Die syrische Regierung mache viele Versprechungen, die auf Absichtserklärungen mit ausländischen Investoren fußten. Viele dieser Vereinbarungen müssten jedoch erst noch in verbindliche Verträge umgesetzt werden.

Die Frage, die sich stellt, ist simpel: Wird Syrien tatsächlich zum Stabilitätsanker im Nahen Osten, oder droht das Land erneut im Chaos zu versinken? Die USA setzen jedenfalls auf Damaskus – ein Kurs, der nach Einschätzung mancher Beobachter durchaus riskant sein könnte.

Was bedeutet das für Deutschland?

Während die Golfstaaten bereits die Weichen für die Zukunft stellen, scheint die deutsche Außenpolitik einmal mehr hinterherzuhinken. Interessanterweise kehren mittlerweile deutlich mehr Asylbewerber freiwillig in ihre Heimat zurück – ein Trend, der angesichts der verbesserten Lage in Syrien durchaus nachvollziehbar erscheint. Vielleicht sollte sich die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz fragen, ob nicht auch Deutschland eine aktivere Rolle beim Wiederaufbau Syriens spielen sollte – nicht zuletzt im eigenen Interesse, um die Rückkehr von Flüchtlingen zu fördern und gleichzeitig wirtschaftliche Chancen zu nutzen.

Die saudischen Milliarden-Investitionen zeigen jedenfalls eines überdeutlich: Im geopolitischen Poker um den Nahen Osten werden die Karten neu gemischt. Und wer nicht mitspielt, wird am Ende nur zuschauen können.

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