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Kettner Edelmetalle
24.04.2026
21:00 Uhr

Politisches Schauspiel in Washington: Anklage gegen Fed-Chef Powell fallengelassen – Weg frei für Trumps Wunschkandidat Warsh

Was für ein Theaterstück sich da derzeit im politischen Washington abspielt, sucht seinesgleichen. Das US-Justizministerium hat die strafrechtlichen Ermittlungen gegen den amtierenden Chef der US-Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell, eingestellt. Die zuständige Staatsanwältin Jeanine Pirro verkündete diese Entscheidung am Freitag auf der Plattform X – und räumte damit überraschend schnell jenes Hindernis aus dem Weg, das die Ernennung von Trumps favorisiertem Nachfolger Kevin Warsh bislang blockiert hatte.

Ein politisches Manöver mit Ansage

Der Zeitpunkt dieser Einstellung lässt aufhorchen. Denn just in dem Moment, in dem selbst führende Republikaner im Senat die Bestätigung Warshs verweigerten, solange die Ermittlungen gegen Powell liefen, verschwindet die Untersuchung plötzlich wie durch Zauberhand. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Besonders der republikanische Senator Thom Tillis aus North Carolina hatte sich aus Protest gegen das rabiate Vorgehen der Trump-Administration gegen den amtierenden Fed-Chef quergestellt und Warshs Ernennung blockiert.

Bei der Anhörung Warshs im Bankenausschuss am vergangenen Dienstag formulierte Tillis unmissverständlich: Erst wenn die Untersuchung vom Tisch sei, werde er seine Zustimmung geben. Die Rechnung dahinter ist simpel: Im Bankenausschuss verfügen die Republikaner lediglich über eine hauchdünne Mehrheit von 13 zu 11 Stimmen. Eine einzige Gegenstimme aus den eigenen Reihen hätte die gesamte Personalie zum Scheitern gebracht.

Die Unabhängigkeit der Notenbank – eine Fiktion?

Was hier geschieht, wirft grundsätzliche Fragen über die Unabhängigkeit der mächtigsten Notenbank der Welt auf. Wenn politische Ermittlungen offenbar als Druckmittel eingesetzt und nach Belieben beendet werden können, sobald sie ihren Zweck erfüllt haben, dann steht das gesamte institutionelle Gefüge zur Disposition. Kritiker zweifeln bereits offen an Warshs Bekenntnis zur Fed-Unabhängigkeit. Im Bankenausschuss wurde Warsh schließlich mit der pointierten Frage konfrontiert, ob er zur „menschlichen Marionette des Präsidenten“ werden wolle. Zwar betonte der designierte Fed-Chef seine Unabhängigkeit, zeigte aber zugleich Verständnis für Trumps Zinswünsche – ein bemerkenswerter Spagat.

Was bedeutet das für Anleger und Sparer?

Für deutsche Sparer und Anleger ist die Entwicklung jenseits des Atlantiks alles andere als belanglos. Eine Fed, die zunehmend unter politischem Einfluss steht, könnte die Zinsen schneller und tiefer senken, als es wirtschaftliche Fundamentaldaten rechtfertigen würden. Die Folge wäre ein weiterer Vertrauensverlust in den US-Dollar und in Fiat-Währungen generell. Der Goldpreis reagiert seit Monaten sensibel auf genau diese Entwicklungen – und die Jagd nach einem sicheren Hafen dürfte weitergehen, solange Notenbanken als Spielball der Politik missbraucht werden.

Die Geschichte lehrt: Immer dann, wenn Regierungen die Kontrolle über ihre Zentralbanken ausweiten, leidet am Ende die Kaufkraft der Bürger. Von der Weimarer Republik bis zu den Petrodollar-Krisen der 1970er Jahre – die Muster wiederholen sich mit beängstigender Regelmäßigkeit. Wer sein Vermögen langfristig gegen die Willkür politischer Entscheidungsträger absichern möchte, kommt um eine substanzielle Beimischung physischer Edelmetalle kaum herum. Gold und Silber kennen keinen Notenbankchef, der sich von politischen Erwägungen leiten lässt.

Ein Ausblick mit Fragezeichen

Mit der Einstellung der Ermittlungen ist nun der Weg für Warshs Bestätigung geebnet. Die Märkte reagieren bislang erstaunlich gelassen – möglicherweise zu gelassen. Denn die eigentliche Frage lautet nicht, wer künftig an der Spitze der Fed steht, sondern ob diese Institution überhaupt noch jene Unabhängigkeit besitzt, die ihr auf dem Papier zugesichert ist. Die Antwort auf diese Frage dürfte in den kommenden Monaten die Finanzmärkte weit stärker bewegen als jede einzelne Zinsentscheidung.

Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel dargestellten Inhalte stellen ausschließlich die Meinung unserer Redaktion dar und basieren auf den uns vorliegenden Informationen. Es handelt sich weder um eine Anlageberatung noch um eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten. Jeder Leser ist verpflichtet, eigenständig und sorgfältig zu recherchieren sowie gegebenenfalls einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für Vermögensdispositionen ist jeder Anleger selbst verantwortlich.

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