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Kettner Edelmetalle
30.03.2026
15:12 Uhr

Quotendesaster bei Miosga: ARD-Talk versinkt in der Bedeutungslosigkeit

Es gibt Abende im deutschen Fernsehen, die sprechen Bände – nicht durch das, was gesagt wird, sondern durch das, was die Zuschauer mit ihrer Fernbedienung sagen. Der vergangene Sonntagabend war ein solcher Abend. Die ARD-Talkshow „Caren Miosga" erzielte mit dem Gast Collien Fernandes die niedrigste Einschaltquote seit September 2025. Gerade einmal 2,21 Millionen Zuschauer schalteten ein. Ein Wert, der selbst für die ohnehin schwindende Relevanz des öffentlich-rechtlichen Talkshow-Formats bemerkenswert dürftig ist.

Das Publikum stimmt mit den Füßen ab

Besonders entlarvend wird das Bild, wenn man den Vergleich zum Vorabendprogramm zieht. Der zuvor ausgestrahlte „Polizeiruf 110" erreichte einen Marktanteil, der fast 20 Prozentpunkte höher lag als die anschließende Miosga-Sendung mit ihren mageren 10,8 Prozent. Die Zuschauer blieben also nicht etwa weg, weil sie früh ins Bett gingen – sie schalteten gezielt um. Noch dramatischer fällt die Bilanz bei der jüngeren Zielgruppe aus: Unter den 14- bis 49-Jährigen verfolgten lediglich 330.000 Menschen die Sendung. Ein Marktanteil von 7,6 Prozent. Für eine Sendung im Ersten, finanziert durch Milliarden an Zwangsgebühren, ist das schlicht blamabel.

Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk zum Tribunal wird

Unter dem Titel „Digitale Gewalt – wie können Frauen besser geschützt werden?" hatte Moderatorin Miosga mit Fernandes über deren Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen gesprochen. Fernandes beschuldigt Ulmen, sich im Internet als sie ausgegeben und sexualisierte Gespräche mit Personen aus ihrem Bekanntenkreis geführt zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittele derzeit in dem Fall. Soweit die Faktenlage – die allerdings eine entscheidende Frage aufwirft: Ist es die Aufgabe des gebührenfinanzierten Fernsehens, einer Partei in einem laufenden Ermittlungsverfahren eine derart prominente Bühne zu bieten?

Man darf durchaus skeptisch sein. Denn während die Unschuldsvermutung zu den Grundpfeilern unseres Rechtsstaates gehört, schien die Sendung eher einem medialen Tribunal zu gleichen als einer ausgewogenen Berichterstattung. Dass die Zuschauer dies offenbar ähnlich empfanden, zeigt die vernichtende Quote.

Klarnamenpflicht: Der autoritäre Reflex

Besonders brisant war Fernandes' Forderung nach einer Klarnamenpflicht im Internet. Was auf den ersten Blick wie ein nachvollziehbarer Schutzgedanke klingen mag, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als fundamentaler Angriff auf die Meinungsfreiheit. Anonymität im Netz ist kein Luxus – sie ist für viele Menschen, die sich kritisch gegenüber der herrschenden Politik äußern wollen, eine Lebensversicherung. Whistleblower, Regimekritiker, aber auch ganz normale Bürger, die ihre Meinung frei äußern möchten, ohne berufliche oder soziale Konsequenzen fürchten zu müssen: Sie alle wären die Leidtragenden einer solchen Regelung.

Dass ausgerechnet der öffentlich-rechtliche Rundfunk einer solchen Forderung unkritisch Raum gibt, überrascht freilich kaum. Schließlich passt die Klarnamenpflicht perfekt in das Weltbild jener politischen Kräfte, die den Diskursraum im Internet seit Jahren einzuengen versuchen. Wer die Anonymität abschafft, schafft nicht die Gewalt ab – er schafft die freie Rede ab.

Ein System in der Krise

Die desaströsen Quoten der Miosga-Sendung sind mehr als nur eine Fußnote in der Fernsehgeschichte. Sie sind ein Symptom für die tiefgreifende Vertrauenskrise, in der sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk befindet. Immer mehr Bürger haben das Gefühl, dass ARD und ZDF nicht mehr für sie senden, sondern an ihnen vorbei. Statt ausgewogener Berichterstattung erleben sie einseitige Narrative. Statt kritischer Nachfragen sehen sie betreutes Denken. Und statt relevanter Themen, die den Alltag der Menschen betreffen – steigende Lebenshaltungskosten, explodierende Kriminalität, die Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt –, werden ihnen Sendungen serviert, die eher an therapeutische Sitzungen erinnern als an Journalismus.

Der deutsche Gebührenzahler finanziert mit über acht Milliarden Euro jährlich ein System, das ihm zunehmend fremd geworden ist. Vielleicht sollten die Verantwortlichen in den Funkhäusern die Quotenzahlen vom Sonntagabend nicht als statistischen Ausreißer abtun, sondern als das lesen, was sie sind: ein unmissverständliches Votum des Publikums. Die Menschen haben längst verstanden, dass sie anderswo besser informiert werden. Und sie handeln danach.

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