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Rathäuser im Schuldensog: Fast 379 Milliarden Euro Miese!

Rathäuser im Schuldensog: Fast 379 Milliarden Euro Miese!
Symbolbild: KI-generiert

Deutschlands Städte, Gemeinden und Kreise versinken immer tiefer in den roten Zahlen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind die kommunalen Schulden im Jahr 2025 um 9,9 Prozent auf 378,9 Milliarden Euro gestiegen. Rechnerisch steht damit jeder Einwohner mit 4.907 Euro in der Kreide, ob Säugling oder Rentner.

Das Tempo zieht dabei kräftig an. Ein Jahr zuvor lag das Plus noch bei 6,3 Prozent. Die Kurve zeigt also nicht nur nach oben, sie wird auch noch steiler.

Wo das Geld versickert

Die Statistiker erfassen die sogenannten integrierten kommunalen Schulden. Gemeint sind nicht nur die klassischen Kernhaushalte, sondern auch Extrahaushalte sowie Fonds, Einrichtungen und Unternehmen, an denen die Kommunen beteiligt sind. Erst dieser Blick zeigt, wie hoch die Last tatsächlich ist.

Den größten Schub gab es dort, wo der Bürger es am wenigsten sieht. Die Verbindlichkeiten der Kernhaushalte legten um 15,5 Prozent zu, die der Extrahaushalte um 14,7 Prozent. Bei den Beteiligungen an Fonds, Einrichtungen und Unternehmen fiel das Plus mit 4,5 Prozent geringer aus.

Dazu passt eine Zahl, die das Bundesamt bereits im April vorgelegt hatte. Offiziellen Angaben zufolge lief bei den Kommunen 2025 zum zweiten Mal in Folge ein Rekorddefizit auf, nämlich 31,9 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 waren es noch 24,8 Milliarden Euro. Auch für das erste Halbjahr 2026 meldeten die Statistiker wieder ein Finanzierungsdefizit von 20,1 Milliarden Euro.

Hessen vorn, der Osten solider

Regional klaffen die Zahlen weit auseinander. Am höchsten verschuldet sind die Kommunen in Hessen mit 6.763 Euro pro Kopf. Danach folgt das Saarland mit 6.408 Euro.

Ausgerechnet im Osten wird deutlich sparsamer gewirtschaftet. In Brandenburg liegen die Schulden bei 2.733 Euro je Einwohner, in Sachsen bei 3.338 Euro und in Thüringen bei 3.692 Euro. Gestiegen ist die Verschuldung trotzdem überall. Am stärksten wuchs sie in Niedersachsen mit 13,3 Prozent und in Baden-Württemberg mit 13,1 Prozent. Am wenigsten kam im Saarland (2,3 Prozent) und in Thüringen (2,9 Prozent) hinzu.

Berlin bestellt, die Kommune bezahlt

Woher kommt der Absturz? Der Deutsche Städtetag hatte schon im Frühjahr Alarm geschlagen. Nach seiner Darstellung steigen vor allem die Ausgaben für Sozialleistungen und Personal so stark, dass die Einnahmen seit Jahren nicht mehr mithalten. Immer neue Aufgaben würden auf die Kommunen abgewälzt, ohne dass jemand für die Finanzierung sorge.

„Die Städte rutschen damit immer tiefer ins Minus. Die Schieflage verfestigt sich und verschärft sich von Jahr zu Jahr."

Laut Städtetag tragen die Kommunen ein Viertel der staatlichen Ausgaben, erhalten aber nur ein Siebtel der Steuereinnahmen. Der Verband fordert deshalb eine jährliche Soforthilfe von mindestens 30 Milliarden Euro.

Diese Rechnung dürfte am Ende bei den Bürgern landen, und zwar in Form höherer Grundsteuern, teurerer Kita-Gebühren, maroder Schulen und gesperrter Brücken. Gleichzeitig verteilt die Große Koalition unter Friedrich Merz Hunderte Milliarden aus ihrem schuldenfinanzierten Sondervermögen. Dabei hatte der Kanzler im Wahlkampf noch Haushaltsdisziplin versprochen. Kritiker sehen darin ein Muster: Der Staat lebt auf allen Ebenen über seine Verhältnisse, und die Zeche zahlen künftige Generationen.

Was das für Sparer bedeutet

Wenn Bund, Länder und Gemeinden gleichzeitig immer mehr Schulden machen, wächst langfristig der Druck auf Steuerzahler und Kaufkraft. Wer sein Erspartes schützen will, sollte sich deshalb nicht allein auf Versprechen aus der Politik verlassen. Physisches Gold und Silber gelten seit Jahrhunderten als krisenfeste Wertaufbewahrung. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie eine sinnvolle Ergänzung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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