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15.06.2026
19:30 Uhr

Reuls Geisterjagd: Während Clans NRW regieren, sucht der Innenminister die „rechte Gefahr“

Reuls Geisterjagd: Während Clans NRW regieren, sucht der Innenminister die „rechte Gefahr“

Es ist ein bemerkenswertes Schauspiel, das Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) in der vergangenen Woche bot. Im Gespräch mit dem Medienformat The Pioneer wurde der oberste Sicherheitspolitiker des bevölkerungsreichsten Bundeslandes gefragt, was er für die größte Bedrohung der inneren Sicherheit halte. Seine Antwort? Nicht etwa die ausufernde Clankriminalität, nicht der islamistische Terror, der in deutschen Innenstädten längst Realität geworden ist. Nein – für Reul sei der Rechtsradikalismus „die größte Gefahr“, weil dieser „unser demokratisches Modell“ gefährde.

Eine bemerkenswerte Lücke in der Aufzählung

Man reibt sich die Augen. Zwar räumte Reul ein, der islamistische Terrorismus sei durchaus gefährlich – schließlich würden durch ihn „Menschen umgebracht“. Doch eine Bedrohung für die Demokratie wollte er dem Islamismus partout nicht zugestehen. Und der Linksextremismus? Der kam in seiner Bedrohungsanalyse schlichtweg nicht vor. Mit keinem Wort erwähnt. Verschwunden, als hätte es brennende Autos, verwüstete Parteibüros und sabotierte Infrastruktur in Deutschland nie gegeben.

Diese selektive Wahrnehmung ist symptomatisch für eine politische Klasse, die offenbar lieber Gespenster jagt, als die handfesten Probleme im eigenen Zuständigkeitsbereich zu lösen. Wer mit offenen Augen durch die Städte des Ruhrgebiets läuft, weiß, wo die wahren Brennpunkte der inneren Sicherheit liegen – und sie tragen keine Springerstiefel.

Wenn man da so einen sieht, der sitzt vor einem Mixer, packt da eine Katze rein und dann wird der Mixer angeschmissen.

Vom Mixer-Video zur Gewaltdebatte

Bizarr wurde es, als Reul auf die steigende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen zu sprechen kam. Diese hänge, so der Minister, mit fehlender Frustrationstoleranz und den Einflüssen des Internets zusammen. Als Beispiel diente ihm ein dubioses Video, dessen Herkunft er nicht näher benannte. Früher habe es auf dem Schulhof zwar auch Gewalt gegeben, doch heute „tritt man auf den Kopf“. Diese Entwicklung sei „brandgefährlich“.

Brandgefährlich, in der Tat. Doch wer nach den Ursachen dieser explodierenden Schulhof-Gewalt fragt, der bekommt von Reul nur Verweise auf YouTube-Clips und schwindende Frustrationstoleranz. Über die tatsächlichen gesellschaftlichen Verwerfungen, die mit einer jahrelang verfehlten Migrationspolitik einhergehen, schweigt sich der Minister lieber aus. Es ist eben einfacher, das Internet zu beschuldigen, als die eigenen politischen Versäumnisse zu benennen.

Die AfD und der „Vertrauensverlust“

Immerhin: An einer Stelle blitzte so etwas wie Realismus auf. Zu den Umfragewerten der AfD befragt, gab sich Reul gelassen. Eine Hauptursache für den Erfolg der Partei sei das wachsende Unsicherheitsgefühl im öffentlichen Raum. Schwerer noch wiege jedoch der „Vertrauensverlust“ in die etablierte Politik. Nun seien die Verantwortlichen in der Pflicht, Probleme – vor allem im Bereich der Migration – endlich beim Namen zu nennen und nicht länger „drum herum“ zu reden.

Eine späte Erkenntnis, möchte man sagen. Nach mehr als einem Jahrzehnt verfehlter Politik. Doch wer im selben Atemzug die „größte Gefahr“ rechts verortet und gleichzeitig fordert, die Migrationsprobleme klar zu benennen, der verstrickt sich in einen kaum auflösbaren Widerspruch. Es ist genau dieser Spagat zwischen Realitätsverleugnung und halbherzigem Eingeständnis, der den Vertrauensverlust beschleunigt, den Reul selbst beklagt.

Wer schützt die Bürger wirklich?

Die Sorgen der Bürger sind konkret und alltäglich: Bandenkriminalität, Messerangriffe, eine Polizei, die an den Brennpunkten an ihre Grenzen stößt. Diese Probleme verlangen nach klaren Antworten und entschlossenem Handeln – nicht nach symbolpolitischen Geisterjagden gegen ein Phantom, das in NRW kaum auffindbar ist. Es ist die feste Überzeugung unserer Redaktion, und sie deckt sich mit dem Empfinden eines erheblichen Teils der Bevölkerung, dass Deutschland endlich Politiker braucht, die für die Sicherheit ihrer Bürger einstehen – statt politische Gegner zu Staatsfeinden zu erklären.

Wahre Stabilität entsteht nicht durch Ablenkungsmanöver, sondern durch eine Politik, die den Mut hat, Probleme beim Namen zu nennen und konsequent zu handeln. Ob Herbert Reul diesen Mut findet, bleibt abzuwarten.

Sicherheit beginnt bei der eigenen Vorsorge

In Zeiten, in denen das Vertrauen in staatliche Institutionen erodiert und politische Prioritäten zunehmend an den realen Sorgen der Menschen vorbeigehen, gewinnt die eigenverantwortliche Absicherung an Bedeutung. Wer sich gegen wirtschaftliche und gesellschaftliche Unwägbarkeiten wappnen möchte, setzt seit jeher auf bewährte Werte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisenfester Anker erwiesen und bieten als sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio einen verlässlichen Schutz vor Inflation und politischer Unsicherheit.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Investition eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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