
Risse im MAGA-Imperium: Trump feuert Breitseiten gegen seine treuesten Verbündeten
Was passiert, wenn ein Präsident nicht nur seine politischen Gegner, sondern auch die eigenen Weggefährten zum Abschuss freigibt? Donald Trump liefert die Antwort – und sie ist so brutal wie bezeichnend für den Zustand der amerikanischen Rechten.
Vom Verbündeten zum Feind in einem Truth-Social-Post
In einem bemerkenswert aggressiven Beitrag auf seiner Plattform Truth Social hat der US-Präsident gleich vier prominente Stimmen der konservativen Medienwelt frontal attackiert: Tucker Carlson, Megyn Kelly, Candace Owens und Alex Jones. Die Vorwürfe? Sie hätten einen „niedrigen IQ", seien „dumme Leute" – und das wüssten angeblich auch deren Familien. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der mächtigste Mann der westlichen Welt beschimpft jene Menschen, die maßgeblich dazu beigetragen haben, seine politische Bewegung zu dem zu machen, was sie heute ist.
Besonders hart trifft es Tucker Carlson. Trump bezeichnete den einst einflussreichsten konservativen Fernsehmoderator Amerikas als „gebrochenen Mann", der seit seiner Entlassung bei Fox News „nicht mehr derselbe" sei, und empfahl ihm zynisch den Gang zum Psychiater. Candace Owens erhielt das Etikett „verrückt", Alex Jones wurde als „bankrott" abgestempelt, und Megyn Kelly bekam alte Rechnungen aus dem Jahr 2015 präsentiert.
Der eigentliche Kern: Trumps Iran-Kurs spaltet die Bewegung
Hinter dem verbalen Rundumschlag steckt mehr als bloße Eitelkeit. Der Auslöser ist eine fundamentale Richtungsdebatte innerhalb der MAGA-Bewegung, die an den Grundfesten der „America First"-Doktrin rüttelt. Trump hatte in den vergangenen Wochen eine zunehmend aggressive Rhetorik gegenüber dem Iran angeschlagen – bis hin zu Drohungen, die selbst hartgesottene Beobachter erschaudern ließen. In einem Osterbeitrag auf Truth Social schrieb er von einem „Tag des Kraftwerks und der Brücke" im Iran und schloss mit den Worten „Gelobt sei Allah" – eine Provokation, die kaum deutlicher hätte ausfallen können.
Genau hier setzten die Kritiker an. Carlson warnte in seinem Podcast vor einem Religionskrieg und erklärte, kein „anständiger Mensch" mache sich über den Glauben anderer lustig. Owens forderte auf der Plattform X, man müsse Trumps „Wahnsinn Einhalt gebieten". Kelly erklärte schlicht: „Ich habe genug davon." Und selbst der notorisch loyale Alex Jones brachte eine Amtsenthebung über den 25. Verfassungszusatz ins Spiel. Wenn Alex Jones – ausgerechnet Alex Jones – über die Absetzung eines republikanischen Präsidenten nachdenkt, dann sollte das selbst den treuesten Trump-Anhängern zu denken geben.
„America First" – aber wohin zuerst?
Die Ironie könnte kaum größer sein. Trump gewann seine Wahlen mit dem Versprechen, keine neuen Kriege zu beginnen und Amerika aus kostspieligen Auslandseinsätzen herauszuhalten. Nun steht er vor dem Scherbenhaufen seiner eigenen Rhetorik. Laut CNN-Umfragen lehnen bereits 32 Prozent der MAGA-Republikaner die Entsendung von Truppen in den Iran ab – eine beachtliche Zahl innerhalb einer Bewegung, die sich bislang durch nahezu bedingungslose Gefolgschaft auszeichnete.
Das Weiße Haus verteidigt den Kurs erwartungsgemäß. Ein Sprecher erklärte, Trump setze lediglich sein Wahlversprechen um, dem Iran den Weg zur Atombombe zu versperren. Entscheidungen der nationalen Sicherheit würden nicht auf Grundlage von Umfragen getroffen. Eine bequeme Argumentation – doch sie übersieht, dass es hier nicht um irgendwelche Umfragen geht, sondern um den Kern dessen, was MAGA einst zusammenhielt.
Ein Warnsignal für die gesamte konservative Bewegung
Was wir hier beobachten, ist weit mehr als ein Streit unter Egomanen. Es ist der Beginn einer tektonischen Verschiebung innerhalb der amerikanischen Rechten. Wenn ein Präsident seine lautstärksten Unterstützer als „Loser" brandmarkt und aus der Bewegung exkommuniziert, nur weil sie es wagen, eine einzige politische Entscheidung infrage zu stellen, dann offenbart das ein Verständnis von Loyalität, das an absolutistische Herrschaftsformen erinnert.
Für Europa – und insbesondere für Deutschland – sind diese Entwicklungen von unmittelbarer Relevanz. Ein innerlich zerrissenes Amerika, das gleichzeitig einen aggressiven Kurs im Nahen Osten fährt und mit 20-prozentigen Zöllen auf EU-Importe den transatlantischen Handel belastet, ist ein unberechenbarer Partner. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz täte gut daran, diese Verwerfungen genau zu beobachten und die eigene außenpolitische Strategie entsprechend anzupassen.
Eines zeigt dieser Konflikt mit erschreckender Klarheit: Politische Bewegungen, die sich ausschließlich um eine einzelne Person herum definieren, tragen den Keim ihrer Spaltung bereits in sich. Wer heute noch als treuer Verbündeter gilt, kann morgen schon als „Loser mit niedrigem IQ" auf Truth Social gebrandmarkt werden. Das ist keine Stärke – das ist die Achillesferse einer Bewegung, die sich selbst zu verschlingen droht.
In Zeiten solch geopolitischer Unsicherheit und unberechenbarer politischer Führung auf beiden Seiten des Atlantiks erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio mit Gold und Silber diversifiziert, schützt sich gegen die Unwägbarkeiten einer Weltpolitik, die zunehmend von Impulsivität und Sprunghaftigkeit geprägt ist.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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