280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
29.09.2026
18:26 Uhr
KI-generiert

Seltene-Erden-Panik: Deutsche Industrie hortet vor dem China-Poker!

Seltene-Erden-Panik: Deutsche Industrie hortet vor dem China-Poker!
Symbolbild: KI-generiert

Deutsche Unternehmen legen hastig Vorräte an kritischen Rohstoffen an. Der Grund ist die Furcht, Peking könnte die Ausfuhr Seltener Erden drosseln, falls die Handelsgespräche mit der EU Anfang Oktober scheitern. EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič reist am 8. und 9. Oktober nach Peking. Nach Einschätzung vieler Manager steht dabei nicht weniger auf dem Spiel als der Takt deutscher Fließbänder.

BrĂĽssel droht, die Industrie zittert

Šefčovič will das Rekorddefizit im Handel mit China verringern. Nach Berechnungen der EU liegt es bei rund einer Milliarde Euro pro Tag. Scheitert eine Einigung, will Brüssel nach eigener Ankündigung den Zugang für chinesische Waren beschränken. Das klingt nach Stärke. Aber wie viel davon ist echt?

Einer, der das Geschäft seit über 25 Jahren kennt, ist skeptisch. Matthias Rüth, Chef des Frankfurter Metallhändlers Tradium, sagte laut dem Bericht, Europa versuche, Muskeln spielen zu lassen, die es schlicht nicht habe. Gegenüber manchen Partnern brauche man eine realistische Sicht auf die eigene Position.

Noch deutlicher werden anonyme Branchenvertreter. Einer spricht von großer Sorge und warnt, die Produktion könne stillstehen. Die Unternehmen seien in Panik und horteten Material. Einige hätten Vorräte für mehrere Monate, die meisten aber nicht. Ein zweiter Insider nennt die Lage „extrem angespannt“.

Pekings Hebel: fast 100 Prozent Abhängigkeit

Dass die Angst berechtigt ist, zeigte das Jahr 2025. Im April verhängte China Exportkontrollen auf sieben Seltene Erden. Europäische Autobauer mussten daraufhin Bänder anhalten, andere Branchen fuhren ihre Werke herunter. Im Oktober kündigte Peking weitere Beschränkungen an. Im Zuge des Handelsfriedens mit Washington wurden sie zunächst ausgesetzt. Nach Angaben von US-Finanzminister Scott Bessent gilt diese Pause nun bis zum 10. Januar.

Die Zahlen sind ernüchternd. China steht für rund 60 Prozent des weltweiten Abbaus und etwa 90 Prozent der Raffination. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass Europa und den USA direkte Schäden von mehr als 1,5 Billionen Dollar drohen, falls Peking seine Kontrollen vollständig umsetzt. Tobias Gehrke vom European Council on Foreign Relations verweist auf die schweren Seltenen Erden wie Dysprosium und Terbium. Bei Hochleistungsmagneten für Autos sei die EU zu nahezu 100 Prozent von China abhängig. Schon im vergangenen Jahr hätten sich Engpässe innerhalb weniger Wochen zur Industriekrise ausgewachsen.

Brüssel beruhigt, liefert aber vor allem Pläne

Die EU-Kommission sieht Europa inzwischen „viel besser vorbereitet“. Mehr Partnerschaften gebe es, mehr Wissen über alternative Bezugsquellen. Ursula von der Leyen kündigte eine Initiative zum Einkauf und zur Lagerung kritischer Mineralien an. Kanada bietet Kooperation an. Die USA wollen mit der EU und Japan einen Rohstoffclub gründen.

Die Ziele für 2030 klingen ehrgeizig: 10 Prozent des Bedarfs an strategischen Rohstoffen sollen aus europäischer Förderung kommen, 40 Prozent in Europa verarbeitet werden. Dazu gibt es 60 strategische Projekte mit schnelleren Genehmigungen. Es gibt erste Fortschritte:

  • Solvay stellt Neodym und Praseodym fĂĽr Permanentmagnete her.
  • Die estnische Firma Performance Materials liefert erste Magnete aus.
  • Rund um BMW entsteht ein gemeinsames Einkaufshaus der Industrie.

Kritiker bemängeln, Europa habe diese Probleme jahrzehntelang verschlafen. Mit Genehmigungsverfahren, die sich über Jahre ziehen, und hohen Energiepreisen hat es die Verarbeitung von Rohstoffen praktisch abgewandert. Nun soll ein neuer Regelvorschlag, den Šefčovič Anfang Dezember vorstellen will, die Unternehmen zur Diversifizierung bewegen – womöglich per Pflicht. Wieder einmal Brüsseler Vorgaben statt Wettbewerbsfähigkeit?

Nerven behalten – aber worauf bauen?

Der CSU-Abgeordnete Tobias Winkler mahnt, man müsse professionell und auf Augenhöhe verhandeln. Auch China habe angesichts seiner schwächelnden Wirtschaft wohl kein Interesse an einem Handelskrieg. Eine spürbare Verringerung der Abhängigkeit brauche aber Jahre. Bis dahin seien andere Maßnahmen nötig, um die Versorgung zu sichern.

Die Lektion ist so alt wie der Handel selbst: Wer Vorräte hat, bleibt handlungsfähig. Was für Konzerne bei Rohstoffen gilt, gilt für Bürger beim Ersparten. In Zeiten geopolitischer Machtspiele sind physisches Gold und Silber für viele Anleger ein sinnvoller Baustein, um in einem breit gestreuten Vermögen einen Teil zu sichern.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen