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Kettner Edelmetalle
10.03.2026
11:12 Uhr

Spritpreis-Explosion: Drohen deutschen Autofahrern bald 2,50 Euro pro Liter?

Während die Bundesregierung unter Friedrich Merz tatenlos zusieht, drehen die Mineralölkonzerne an der Preisschraube wie selten zuvor. Der Tankstellen-Interessenverband (TIV) schlägt Alarm und warnt vor Spritpreisen, die selbst hartgesottene Autofahrer in die Knie zwingen könnten. Doch das eigentlich Skandalöse an dieser Geschichte ist nicht der Ölpreis – es ist das politische Versagen.

Konzerne testen die Schmerzgrenze der Bürger

TIV-Sprecher Herbert Rabl fand gegenüber der Rheinischen Post deutliche Worte: Die Ölkonzerne würden die hohen Ölpreise infolge des Irankriegs nicht nur weiterreichen, sondern die Situation schamlos ausnutzen. In der vergangenen Woche seien die Spritpreise in Deutschland stärker gestiegen als irgendwo sonst in Europa. Ein Satz, der jeden deutschen Autofahrer aufhorchen lassen sollte. Denn er bedeutet nichts anderes, als dass Deutschland zum Experimentierfeld der Konzerne geworden ist.

„Die Vermutung drängt sich auf, dass die Mineralölkonzerne den deutschen Markt nutzen, um zu sehen, was geht", so Rabl. Auch 2,50 Euro pro Liter und sogar mehr seien am Ende denkbar. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Während Pendler, Handwerker und Familien ohnehin unter der Inflationslast ächzen, könnten die Tankstellenpreise in Regionen vorstoßen, die noch vor wenigen Jahren als undenkbar galten.

Tankstellenpächter als Prellbock – Konzerne als Profiteure

Besonders bitter ist die Lage für die Tankstellenpächter selbst. Sie bekämen lediglich ein bis zwei Cent Provision pro verkauftem Liter, während sie den geballten Unmut der Verbraucher abfangen müssten. Gleichzeitig verderbe das Preisniveau die Kauflaune der Kunden, was das Shop-Geschäft empfindlich treffe – jenes Geschäft, das rund 60 Prozent der Einnahmen einer Tankstelle ausmache. Die kleinen Unternehmer werden also gleich doppelt bestraft, während die Konzernzentralen ihre Bilanzen aufpolieren.

Der Ökonom Johannes Schwanitz bestätigt diesen Verdacht mit nüchternen Zahlen. Nach seiner Analyse seien die jüngsten Preissteigerungen an deutschen Zapfsäulen weitaus stärker, als es die höheren Einkaufskosten für Rohöl rechtfertigten. Die Mineralölwirtschaft nutze die geopolitische Lage, um ihre Gewinnspanne auszuweiten. Dasselbe Muster habe man bereits 2022 nach dem russischen Überfall auf die Ukraine beobachten können. Geschichte wiederholt sich – und die Politik lernt offenbar nichts daraus.

Bundeswirtschaftsministerin Reiche: Zahnloser Tiger im Ministersessel?

Den Grund für die dreiste Preispolitik der Konzerne sieht Rabl in fehlendem politischem Gegendruck. Seine Vermutung: Die Konzerne wüssten, dass sie von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nichts zu befürchten hätten. Zwar habe die Ministerin eine Kartellamtsprüfung der Preissprünge angekündigt, doch Rabl winkt ab. Die Prüfung werde nichts ergeben, da die Preise bislang nicht das Niveau erreicht hätten, ab dem von gesetzeswidrigem Wucher gesprochen werden könne. Das Kartellamt sei in diesem Fall ein „zahnloser Tiger".

Man fragt sich unwillkürlich: Wozu braucht Deutschland eine Wirtschaftsministerin, wenn diese nicht einmal in der Lage ist, den Bürgern an der Zapfsäule Schutz vor offensichtlicher Preistreiberei zu bieten? Friedrich Merz hatte im Wahlkampf vollmundig versprochen, die Interessen der arbeitenden Bevölkerung in den Mittelpunkt zu stellen. An der Tankstelle merkt man davon herzlich wenig.

Österreich zeigt, wie es besser geht

Während Deutschland debattiert, handelt das Nachbarland. In Österreich gilt eine ebenso simple wie wirkungsvolle Regelung: Mineralölkonzerne dürfen den Spritpreis nur einmal am Tag erhöhen – danach ist ausschließlich eine Absenkung erlaubt. Das Ergebnis spricht Bände: Der Spritpreis liegt dort aktuell bei rund 1,70 Euro pro Liter. In Deutschland zahlen Autofahrer für denselben Kraftstoff deutlich mehr – und das, obwohl beide Länder auf demselben Kontinent liegen und von denselben geopolitischen Verwerfungen betroffen sind.

Der TIV fordert genau eine solche Regelung auch für Deutschland. Doch ob die Große Koalition den Mut aufbringt, sich mit den mächtigen Ölkonzernen anzulegen, darf bezweifelt werden. Stattdessen versteckt man sich hinter Kartellrechtsprüfungen, die – wie Branchenkenner einhellig bestätigen – ins Leere laufen werden.

Der Wirtschaftsverband verteidigt die Preispolitik

Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie versucht derweil, die Preissprünge zu rechtfertigen. Nicht die Rohölpreise seien entscheidend, sondern die Produktpreise für Kraftstoffe, die ebenfalls an den Börsen gehandelt würden. Die Kalkulation erfolge auf Basis tagesaktueller Einkaufspreise zum sogenannten Wiederbeschaffungswert, damit die Versorgung sichergestellt werden könne. Ein Argument, das auf den ersten Blick plausibel klingt – aber bei genauerer Betrachtung die Frage aufwirft, warum dieser Mechanismus in Deutschland zu deutlich höheren Preisen führt als in vergleichbaren europäischen Ländern.

Ein Symptom tieferliegender Probleme

Die Spritpreisdebatte ist letztlich nur ein weiteres Symptom einer Politik, die den Bürger als Melkkuh betrachtet. Zwischen CO₂-Abgabe, Energiesteuer und Mehrwertsteuer kassiert der Staat an jedem Liter kräftig mit – und wenn die Konzerne dann noch ihre Margen aufblasen, bleibt der deutsche Autofahrer als doppelter Verlierer zurück. In einem Land, das ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg bringt und damit kommende Generationen mit Schulden belastet, wäre es das Mindeste, den Bürgern wenigstens an der Zapfsäule Erleichterung zu verschaffen.

Doch statt pragmatischer Lösungen nach österreichischem Vorbild gibt es Ankündigungen, Prüfungen und Beschwichtigungen. Die hart arbeitende Bevölkerung, die auf das Auto angewiesen ist – Pendler, Handwerker, Familien auf dem Land –, wird einmal mehr im Stich gelassen. Es bleibt die bittere Erkenntnis: Wer in Deutschland tankt, zahlt den Preis für politische Untätigkeit.

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