
Spritpreis-Wahnsinn: Der Staat kassiert Hunderte Millionen – und schweigt genüsslich
Während Millionen deutsche Autofahrer an den Zapfsäulen schlucken müssen, reibt sich der Fiskus die Hände. Seit dem Ausbruch des Iran-Krieges Ende Februar hat der Bund sage und schreibe über 390 Millionen Euro an zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen allein durch die gestiegenen Spritpreise eingestrichen. Ein Mechanismus, der so perfide wie simpel ist – und den offenbar niemand in der Bundesregierung auch nur ansatzweise zu korrigieren gedenkt.
Die Mehrwertsteuer als stiller Profiteur der Krise
Das Prinzip ist denkbar einfach und für den Bürger umso schmerzhafter: Auf jeden Liter Kraftstoff werden 19 Prozent Mehrwertsteuer erhoben – und zwar nicht nur auf den reinen Produktpreis, sondern auch auf die Energiesteuer und den CO₂-Preis, die ihrerseits bereits aufgeschlagen werden. Eine Steuer auf die Steuer, wenn man so will. Während Energiesteuer und CO₂-Abgabe als fixe Beträge festgelegt sind, verhält sich die Mehrwertsteuer dynamisch. Je teurer der Sprit, desto mehr kassiert der Staat. Ein Automatismus, der in Krisenzeiten zur regelrechten Gelddruckmaschine mutiert.
In den ersten Tagen nach Kriegsausbruch waren es noch vergleichsweise bescheidene ein bis fünf Millionen Euro täglich, die dem Staat zusätzlich zuflossen – gemessen an den Durchschnittspreisen vom Januar. Doch seit Mitte März hat sich die Lage dramatisch verschärft: Mehr als zehn Millionen Euro an Zusatzeinnahmen pro Tag wandern seither in die Bundeskasse. Am Osterwochenende, als die Spritpreise ihren bisherigen Höhepunkt erreichten, explodierten die täglichen Mehreinnahmen auf über 15 Millionen Euro.
Bundesfinanzminister Klingbeil schweigt – der Bürger zahlt
Man darf sich die Frage stellen, ob Bundesfinanzminister Lars Klingbeil von der SPD beim Blick auf diese Zahlen nicht insgeheim ein zufriedenes Lächeln unterdrücken muss. Während Familien, Pendler und Handwerksbetriebe unter der Preislast ächzen, füllt sich die Staatskasse wie von Geisterhand. Von einer Entlastung der Bürger – etwa durch eine temporäre Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe – ist weit und breit nichts zu hören. Kein Wort, keine Initiative, kein Funken Empathie für die gebeutelten Autofahrer.
Dabei wäre es ein Leichtes, den Mehrwertsteuer-Automatismus zumindest vorübergehend auszusetzen oder den Steuersatz auf Kraftstoffe zu deckeln. Andere europäische Länder haben in vergleichbaren Situationen genau das getan. Doch in Berlin regiert offenbar die Devise: Was der Krieg an Leid bringt, soll wenigstens die Kasse klingeln lassen.
Ein System, das den Bürger doppelt bestraft
Besonders bitter ist die Erkenntnis, dass der deutsche Autofahrer gleich mehrfach zur Kasse gebeten wird. Zunächst trifft ihn der gestiegene Rohölpreis als direkte Folge der geopolitischen Eskalation. Dann schlägt die CO₂-Bepreisung zu, jenes politische Instrument, das unter der Vorgängerregierung mit grünem Segen eingeführt wurde und seither stetig steigt. Und obendrauf kommt die Mehrwertsteuer, die all diese Belastungen noch einmal um fast ein Fünftel verteuert. Es ist ein System, das den Bürger in der Krise nicht schützt, sondern ihn systematisch ausnimmt.
Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, die Belastungen für die arbeitende Mitte zu senken. Von diesem Versprechen ist in der Realität der Großen Koalition wenig übrig geblieben. Stattdessen plant die Regierung bekanntlich ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten wird. Die Spritpreis-Millionen dürften da als willkommener Tropfen auf den heißen Stein erscheinen – für den Staat wohlgemerkt, nicht für den Bürger.
Gold und Silber als Schutzschild gegen die schleichende Enteignung
Was diese Entwicklung einmal mehr deutlich macht: Der Staat ist kein verlässlicher Partner, wenn es um den Schutz der Kaufkraft seiner Bürger geht. Im Gegenteil – er profitiert von jeder Preissteigerung, von jeder Krise, von jeder Inflation. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte daher über physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio nachdenken. Sie bieten seit Jahrtausenden einen bewährten Schutz gegen die schleichende Entwertung des Geldes – ganz gleich, welche Kriege toben oder welche Steuern der Staat als nächstes erhöht.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.
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