
Staatskapazität als Schlüssel: Warum Amerikas Niedergang Chinas Aufstieg begünstigt

Die geopolitische Rivalität zwischen den Vereinigten Staaten und China beschäftigt Analysten und Strategen weltweit. Doch während westliche Experten jahrzehntelang den baldigen Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in Peking prophezeiten, zeichnet sich ein gänzlich anderes Bild ab: Die einst gefürchtete amerikanische Führungsmacht zeigt zunehmend Risse in ihrem staatlichen Fundament.
Die Irrwege amerikanischer China-Experten
Minxin Pei, einer der führenden amerikanischen Sinologen und seit 2019 Inhaber des prestigeträchtigen Library of Congress Chair für US-China-Beziehungen, steht exemplarisch für eine Riege von Wissenschaftlern, die sich fundamental geirrt haben. Noch 2019 schrieb er mit erstaunlicher Gewissheit, dass die Auflösung der Parteiherrschaft näher sei als zu jedem anderen Zeitpunkt seit dem Ende der Mao-Ära. Das Einparteienregime werde möglicherweise nicht einmal bis 2049 überleben.
Diese Prognose reiht sich nahtlos ein in die Tradition von Gordon Chang, der seit seinem Buch "The Coming Collapse of China" aus dem Jahr 2001 unermüdlich den Untergang des Reichs der Mitte vorhersagt. Man fragt sich unweigerlich: Warum liegen amerikanische Entscheidungsträger bei China so konsequent daneben?
Die wahre Schwachstelle liegt im Westen
Pei identifizierte die Rivalität mit den USA als größte Bedrohung für das langfristige Überleben der Kommunistischen Partei Chinas. Der sich entfaltende Kalte Krieg mit Amerika werde das Regime zu Fall bringen, so seine These. Doch die Realität entwickelt sich in eine völlig andere Richtung.
Was wir heute in Washington beobachten, ist eine degradierte Regierungsführung, die meilenweit entfernt ist von der einst gefürchteten globalen Führungsrolle Amerikas. Die staatliche Handlungsfähigkeit – jene Kapazität, die letztlich über Sieg oder Niederlage in diesem epochalen Wettstreit entscheiden wird – erodiert zusehends.
Statistische Spielereien statt fundierter Analyse
Pei argumentiert, dass Einparteienregime im globalen Durchschnitt weniger als acht Jahrzehnte überdauern. Doch diese Berechnung ist, wie die meisten Politikwissenschaftler einräumen würden, weitgehend bedeutungslos. Ein seriöser Vergleich müsste Länder mit Zweiparteiensystemen wie die USA, Dreiparteiensystemen wie Kanada oder Vielparteiensystemen wie Italien einbeziehen – samt ihrer jeweiligen internen Stabilität oder Instabilität.
Die Frage ist nicht, welches System theoretisch überlegen ist, sondern welcher Staat seine Kapazitäten effektiver einsetzen kann.
Ein Paradigmenwechsel zeichnet sich ab
Die westliche Selbstgewissheit, dass liberale Demokratien automatisch überlegen seien, wird durch die Realität zunehmend in Frage gestellt. Während China massive Infrastrukturprojekte stemmt und seine technologische Basis ausbaut, verstrickt sich Amerika in innenpolitische Grabenkämpfe und ideologische Auseinandersetzungen.
Für Deutschland sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Die blinde Gefolgschaft gegenüber Washington, die unsere politische Klasse seit Jahrzehnten praktiziert, könnte sich als strategischer Fehler erweisen. Statt ideologisch motivierter Prognosen brauchen wir eine nüchterne Analyse der tatsächlichen Machtverhältnisse – und eine Politik, die deutsche Interessen in den Vordergrund stellt.
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