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Kettner Edelmetalle
24.07.2026
13:18 Uhr

Standort Deutschland am Abgrund: Warum niemand mehr in unser Land investieren will

Standort Deutschland am Abgrund: Warum niemand mehr in unser Land investieren will

Es ist ein Befund, der so unbequem wie unausweichlich ist: Die deutsche Industrie investiert nicht mehr. Zumindest nicht so, wie es einst selbstverständlich war für das Land, das sich stolz die "Werkbank der Welt" nannte. Das renommierte ifo-Institut hat nun in Zahlen gegossen, was gestandene Unternehmer längst am eigenen Leib spüren. Die Investitionsbereitschaft bleibt kläglich schwach – und dahinter verbirgt sich nichts weniger als ein handfestes Strukturproblem der deutschen Industrie.

Wer soll hier noch investieren?

Man muss sich diese Frage ernsthaft stellen. Wer investiert freiwillig sein Kapital in ein Land, in dem die Bürokratie wie ein zähflüssiger Sumpf jeden unternehmerischen Elan erstickt? In dem die Energiekosten zu den höchsten der industrialisierten Welt gehören und die Lohnnebenkosten weiter steigen sollen? Die Antwort liefert die Realität selbst: kaum jemand.

Die Bundesregierung feiert sich derweil für ihre angeblichen Bürokratie-Abbaumaßnahmen. Doch was nützt ein zaghaftes Zurückschneiden nationaler Vorschriften, wenn aus Brüssel im selben Atemzug ein Schwall neuer Regularien nachgeschoben wird? Ein Machtwort von Kanzler Merz in Richtung Ursula von der Leyen? Fehlanzeige. Dabei hätte der deutsche Regierungschef durchaus das Gewicht, in Brüssel den Regulierungswahn zu stoppen. Doch es geschieht – nichts.

Die großen Säulen bröckeln

Besonders alarmierend ist die Analyse des ifo-Instituts an einem Punkt: Die einstigen Zugpferde der deutschen Wirtschaft, Maschinenbau und Automobilindustrie, haben ihre Dynamik verloren. Und was diese Giganten an Investitionskraft einbüßen, kann durch aufstrebende Bereiche wie die Pharma- oder Halbleiterindustrie schlichtweg nicht kompensiert werden.

Die fehlende Dynamik der großen Industrien könne nicht durch steigende Investitionen in dynamischen Bereichen ausgeglichen werden – dies belaste die Wachstumsperspektiven der Industrie insgesamt.

Mehrheitlich, so die ifo-Forscher, planten die Unternehmen für 2025 weniger Investitionen als noch im Vorjahr. Auch der Blick auf 2026 verheißt keine Trendwende. Ein Land, das über Jahrzehnte vom Fleiß und der Innovationskraft seiner Ingenieure lebte, verspielt gerade sein wertvollstes Kapital.

Lichtblicke? Nur mit Vorsicht zu genießen

Immerhin, ganz düster ist das Bild nicht. In der Automobilbranche treiben einzelne Großkonzerne Investitionen in die Elektromobilität voran. Die Pharmaindustrie stärkt Forschung und Produktion in zukunftsträchtigen Therapiefeldern. Und auch die Metallherstellung übertrifft die Erwartungen. Doch besonders sticht ausgerechnet der sonstige Fahrzeugbau hervor – und zwar getrieben durch die stark gestiegenen Aufträge für Militärtechnik. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Es ist die Aufrüstung, die hierzulande noch für Investitionen sorgt.

Was die Industrie wirklich braucht

Für eine nachhaltige Wende, so das ifo-Institut, müssten vor allem die Rahmenbedingungen für bestehende Unternehmen verbessert werden. Klare politische Strategien seien gefragt – bei Dekarbonisierung und Digitalisierung –, die nicht dem tagespolitischen Zickzackkurs unterworfen sind. Das entscheidende Stichwort lautet Planungssicherheit. Genau die aber sucht der deutsche Unternehmer derzeit vergeblich.

Und so bleibt die bittere Erkenntnis: Solange die Politik lieber symbolische Pflänzchen pflanzt, statt die grundlegenden Standortnachteile mit der Wurzel auszureißen, wird der Kapitalstrom weiter versiegen. Es braucht endlich Politiker, die für Deutschland regieren – und nicht gegen die eigene Wirtschaft. Diese Auffassung teilt längst nicht nur unsere Redaktion, sondern ein wachsender Teil der deutschen Bevölkerung.

Der stille Gewinner in unsicheren Zeiten

In einem Umfeld, in dem Planungssicherheit zum Fremdwort geworden ist und das Vertrauen in den Standort schwindet, gewinnt eine Anlageform zunehmend an Bedeutung: physische Edelmetalle. Gold und Silber unterliegen weder dem Regulierungswahn aus Brüssel noch den ideologischen Kapriolen der Tagespolitik. Als jahrtausendealter Wertspeicher haben sie schon so manche Krise überdauert – und bieten sich als sinnvolle Beimischung zur Absicherung eines breit gestreuten Vermögens an.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die dargestellten Inhalte geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie uns vorliegende Informationen wieder. Jeder Leser ist selbst verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und gegebenenfalls fachkundigen Rat einzuholen. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen trägt jeder Anleger die alleinige Verantwortung.

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