
Stellantis-Aktie stürzt ab: 22 Milliarden Euro für gescheiterte E-Auto-Strategie verbrannt
Der europäische Automobilgigant Stellantis erlebt einen historischen Börsencrash. Die Aktie des Mutterkonzerns von Jeep, Fiat und Opel brach im Mailänder Handel um bis zu 24 Prozent ein – der größte Tagesverlust seit Beginn der Bloomberg-Aufzeichnungen im Jahr 2015. Der Grund für dieses Desaster? Eine kolossale Fehleinschätzung der Elektromobilitätsnachfrage, die den Konzern nun rund 22 Milliarden Euro kostet.
Das Ende der grünen Träumerei
Was Kritiker der überhasteten Energiewende seit Jahren prophezeien, wird nun in den Bilanzen der Automobilindustrie schmerzhaft sichtbar. Stellantis-Chef Antonio Filosa räumte in einer bemerkenswert offenen Stellungnahme ein, dass das Unternehmen die Geschwindigkeit der sogenannten "Energiewende" massiv überschätzt habe. Man habe sich von den "realen Bedürfnissen, Mitteln und Wünschen" der Kunden entfernt, so Filosa. Eine Erkenntnis, die Millionen von Autofahrern längst hatten – nur die Konzernlenker in ihren klimatisierten Vorstandsetagen offenbar nicht.
Die Abschreibungen umfassen unter anderem etwa 6,5 Milliarden Euro an Zahlungen, hauptsächlich für Lieferantenentschädigungen. Mehrere Elektromodelle werden ersatzlos gestrichen, der geplante Batterie-Fußabdruck drastisch reduziert. Die einst vollmundig verkündeten Ziele für E-Auto-Verkäufe in Europa und das ambitionierte 50-Prozent-Ziel für die USA bis 2030 werden nun kleinlaut kassiert.
Rückkehr zur Vernunft: V8-Motoren statt Batterie-Illusionen
Besonders bemerkenswert ist die strategische Kehrtwende, die Filosa nun einleitet. Der "Reset" beinhaltet nicht nur 13 Milliarden Dollar an US-Investitionen, sondern auch die Rückkehr der V8-Motoren für die Ram-Modellreihe. Eine Entscheidung, die zeigt: Der Markt hat gesprochen, und er will keine ideologisch verordnete Elektrifizierung um jeden Preis.
Gleichzeitig verabschiedet sich Stellantis von seinem kanadischen Batterie-Joint-Venture mit LG Energy Solution. Der koreanische Partner übernimmt den Stellantis-Anteil am Werk in Windsor, Ontario. Auch die geplante Wasserstoff-Kooperation landet auf dem Friedhof der gescheiterten grünen Projekte.
Kein Einzelfall: Die gesamte Branche wankt
Stellantis steht mit seinem E-Auto-Debakel keineswegs allein. Ford, General Motors und andere Hersteller haben ähnliche Kurskorrekturen vorgenommen. Erst am Donnerstag brachen die Aktien von Volvo Cars nach enttäuschenden Quartalszahlen ebenfalls auf Rekordtiefstände ein. Das Unternehmen verwies auf ein "herausforderndes externes Umfeld" – eine diplomatische Umschreibung für die Tatsache, dass Kunden schlicht keine überteuerten Elektrofahrzeuge kaufen wollen.
"Die Einmalbelastungen sind deutlich höher als die Konsenserwartungen von 5-10 Milliarden Euro. Negativ heute, aber es könnte das reinigende Ereignis sein, auf das wir gewartet haben."
So kommentiert UBS-Analyst Patrick Hummel die Situation und behält trotz des Debakels seine Kaufempfehlung bei. Eine optimistische Sichtweise, die angesichts der fundamentalen Probleme der Branche gewagt erscheint.
China lacht, Europa zahlt
Während westliche Autobauer Milliarden in gescheiterte E-Auto-Strategien versenken, überschwemmt China den europäischen Markt mit günstigen Elektrofahrzeugen. Die gleiche Strategie wird bereits für Kanada vorbereitet. In den USA bleibt Tesla der einzige profitable Elektroautohersteller – ein Unternehmen, das bezeichnenderweise nie auf staatliche Subventionen angewiesen war, um sein Geschäftsmodell zu rechtfertigen.
Die Stellantis-Aktie ist mittlerweile auf das Niveau der Corona-Tiefststände zurückgefallen. Ein symbolträchtiger Absturz, der zeigt: Die politisch verordnete Elektromobilität erweist sich als eines der größten industriepolitischen Desaster der europäischen Nachkriegsgeschichte. Die Zeche zahlen am Ende Aktionäre, Arbeitnehmer und Steuerzahler – während die ideologischen Architekten dieser Fehlentwicklung längst zum nächsten Projekt weitergezogen sind.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, übernehmen wir keine Haftung.

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