
Stiller Aderlass: Fast 200.000 Firmen weg – und Merz redet über CO2

Deutschlands Mittelstand verschwindet – nicht mit Knall, sondern mit einem Schulterzucken. Nach Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform haben im vergangenen Jahr rund 196.100 Unternehmen ihre Tore geschlossen, ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nur ein Bruchteil davon endete in einem ordentlichen Insolvenzverfahren.
Der Rest? Aufgabe, Abmeldung, Licht aus. Kein Schlagzeilen-Crash, sondern ein schleichender Aderlass. Allein aus der Industrie zogen sich Berichten zufolge rund 11.000 Betriebe zurück – zehn Prozent mehr als im Jahr davor.
Das Kapital geht – und nimmt die Patente mit
Noch bitterer als die verlorenen Firmen ist das, was mit ihnen abwandert: Wissen. Einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge meldeten deutsche Erfinder zwischen 2000 und 2022 mehr als 650.000 transnationale Patente an. Rund 189.000 davon – 29 Prozent – gehören inzwischen Eigentümern im Ausland, den größten Anteil halten demnach US-Firmen.
Patente sind kein Papier. Sie sind die Substanz eines Landes ohne Rohstoffe. Wer sie verliert, verliert die Grundlage jenes Wohlstands, aus dem auch der ausufernde Sozialstaat finanziert wird.
KUKA, Aixtron, Osram: Lehrstücke des Ausverkaufs
Die Beispiele sind bekannt und werden doch verdrängt. Beim Augsburger Robotikbauer KUKA griff 2016 der chinesische Midea-Konzern zu und sicherte sich rund 95 Prozent – samt Technologie. Beim Chipanlagenbauer Aixtron stoppte die Politik denselben Trend im selben Jahr, auch Washington verweigerte grünes Licht für den Verkauf an chinesische Investoren.
Und das Lampengeschäft von Osram mit rund 9.000 Beschäftigten ging an ein chinesisches Konsortium. Beobachter urteilten schon damals: Es sei vor allem um das Patentportfolio gegangen. Deutschland ist im Verhältnis zu China längst vom Kapitalexporteur zum Kapitalimporteur geworden.
Brandbrief mit Bittstellermentalität
Und die Interessenvertreter? Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft ließ Medienberichten zufolge einen Brandbrief an den Kanzler zirkulieren. Kernforderung: die Wiederaufnahme des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand, ein Fördertopf von rund 560 Millionen Euro. Merz wird darin Führungsschwäche vorgeworfen.
Aus Sicht unserer Redaktion ist das eine Bankrotterklärung: Statt Steuersenkungen, Bürokratieabbau und ein Ende der Energiepreis-Spirale zu fordern, wird um einen Subventionstopf gebettelt. Kritiker sprechen von einer Republik der Fördermitteljäger – geschätzt rund 320 Milliarden Euro, etwa sieben Prozent der Wirtschaftsleistung, fließen jährlich in Subventionen und staatliche Hilfen. Das ist das Gegenteil von Marktwirtschaft.
Kanzler im Klimamodus
Während Betriebe still verlöschen, setzt der Kanzler bei seinem Auftritt am ausgebrannten Hürtgenwald erneut auf das Klimathema. Der einstige Mann der Wirtschaft, so der Vorwurf von Kritikern, verstärke genau die Politik, die den Standort ausgezehrt habe. Über 100.000 junge Deutsche, darunter viele Akademiker, verlassen jedes Jahr das Land.
Wer bleibt, zahlt: über Abgaben, über CO2-Preise, über Strompreise. Reformen? Wurden für den Herbst versprochen, dann für den Winter – nun für das Frühjahr.
Wenn Produktivkapital abwandert und Staatsschulden wachsen, richtet sich der Blick vieler Bürger auf Sachwerte, die keiner Standortpolitik unterliegen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich historisch als Ergänzung zur Vermögenssicherung in einem breit gestreuten Portfolio bewährt.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen, und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











