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25.03.2026
18:23 Uhr

Straße von Hormus: Warum der Westen vor einer Blockade kapitulieren könnte

Straße von Hormus: Warum der Westen vor einer Blockade kapitulieren könnte

Was im Roten Meer begann, droht sich an der Straße von Hormus zu einem geopolitischen Desaster historischen Ausmaßes auszuwachsen. Die westlichen Verbündeten stehen vor einer ernüchternden Erkenntnis: Wenn sie es nicht einmal schafften, die Schifffahrt im Roten Meer gegen die vergleichsweise primitiv bewaffneten Huthi-Rebellen zu sichern, wie sollen sie dann gegen den Iran bestehen – eine Regionalmacht mit professioneller Armee, eigenen Waffenfabriken und einem Arsenal, das seinesgleichen sucht?

Das Rote Meer als Blaupause des Scheiterns

Die Bilanz der westlichen Militäroperation im Roten Meer liest sich wie ein Armutszeugnis. Seit Dezember 2023 versuchten die USA und europäische Nationen, die Handelsroute gegen Huthi-Angriffe zu schützen. Das Ergebnis: vier versenkte Schiffe, über eine Milliarde Dollar an verschossener Munition – und eine Route, die von der Schifffahrtsindustrie bis heute weitgehend gemieden wird. Die Reedereien nehmen lieber den deutlich längeren Weg um das Kap der Guten Hoffnung in Kauf, als ihre Frachter dem Beschuss auszusetzen. Joshua Tallis, Marineanalyst beim Forschungsinstitut CNA, brachte es auf den Punkt: Es sei ein „taktischer und operativer Sieg, aber strategisch bestenfalls ein Unentschieden, wenn nicht eine strategische Niederlage" gewesen.

Und nun soll dasselbe Bündnis, das an jemenitischen Milizen scheiterte, die wichtigste Energieader der Welt offenhalten? Man muss kein Militärstratege sein, um die Absurdität dieser Vorstellung zu erkennen.

Hormus: Die Achillesferse der globalen Energieversorgung

Durch die Straße von Hormus fließt rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggasangebots. Seit den gemeinsamen amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran ab dem 28. Februar blockiert Teheran den Großteil der Schifffahrt durch diese maritime Engstelle. Die Folgen sind verheerend: explodierende Ölpreise, die schlimmste Störung der Öl- und Gasversorgung in der Geschichte, steigende Kosten für Energie, Lebensmittel und unzählige weitere Produkte weltweit.

„Es gibt keinen Ersatz für die Straße von Hormus", erklärte der Chef von Kuwait Petroleum, Sheikh Nawaf Saud Al-Sabah, in einer emotionalen Videoschalte auf der CERAWeek-Energiekonferenz in Houston. Die Meerenge sei „die Straße der Welt – nach internationalem Recht und in der praktischen Realität".

Irans militärische Überlegenheit

Was die Lage so dramatisch macht, ist der qualitative Unterschied zwischen den Huthis und dem Iran. Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) sind keine zusammengewürfelte Miliz, sondern eine professionelle Streitmacht mit eigener Rüstungsindustrie und erheblichen finanziellen Ressourcen. Entlang der hunderte Kilometer langen, steilen und gebirgigen Küstenlinie sollen Raketen- und Drohnenlager in Gebäuden und Höhlen versteckt sein. An manchen Stellen ist die Küste so nah an der Schifffahrtsroute, dass Drohnenschwärme ein Schiff innerhalb von fünf bis zehn Minuten erreichen könnten.

Die Gefahrenzone rund um die Straße von Hormus sei bis zu fünfmal größer als das Angriffsgebiet der Huthis um die Bab-al-Mandab-Straße, berichten Experten. Neben ballistischen Raketen und Drohnen verfüge der Iran über Seeminen und schwer bewaffnete Mini-U-Boote – Bedrohungen, denen die USA im Roten Meer nie gegenüberstanden.

„Ein Zerstörer kann Raketen abfangen, aber nicht gleichzeitig Minen räumen, Drohnenboot-Schwärme aus mehreren Richtungen bekämpfen und GPS-Störungen bewältigen."

So beschrieben es Analysten des Schifffahrtsdienstleisters SSY – eine nüchterne Einschätzung, die das ganze Dilemma offenbart.

Trump zwischen Kriegsrhetorik und Wählergunst

Für US-Präsident Donald Trump wird die Hormus-Krise zum innenpolitischen Minenfeld. Während er den Iran-Konflikt vor den Zwischenwahlen im November rechtfertigen muss, stöhnen amerikanische Verbraucher unter Benzinpreisen von fast vier Dollar pro Gallone. Trumps Haltung schwankt bezeichnenderweise: Erst kündigte er an, die US-Marine werde Schiffe bei Bedarf eskortieren, dann forderte er, andere Nationen sollten die Führung übernehmen. Ein klassisches Muster – große Worte, gefolgt von strategischer Unentschlossenheit.

Dass der Iran unterdessen erwägt, Gebühren für die Durchfahrt durch die Meerenge zu erheben, wie ein iranischer Abgeordneter gegenüber staatlichen Medien erklärte, zeigt die ganze Dreistigkeit Teherans. Eine souveräne internationale Wasserstraße wird de facto zur Mautstelle eines autoritären Regimes – und der Westen schaut zu.

Was bedeutet das für Europa und Deutschland?

Die Konsequenzen für Europa und insbesondere für Deutschland sind gravierend. Ein Land, das sich unter der vorherigen Ampelregierung mutwillig von russischem Gas abgeschnitten hat und nun seine Energieversorgung auf wackligen Beinen diversifiziert, ist von einer funktionierenden Straße von Hormus existenziell abhängig. Steigende Energiepreise treffen die ohnehin angeschlagene deutsche Industrie ins Mark. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz wird sich fragen lassen müssen, welchen Beitrag Deutschland zur Sicherung dieser lebenswichtigen Handelsroute leisten kann – und will.

Retired Rear Admiral Mark Montgomery, der 1988 während des Iran-Irak-Krieges an US-Tankereskortenoperationen durch die Straße von Hormus beteiligt war, brachte die Herausforderung unmissverständlich auf den Punkt: Die Verteidigung von Konvoi-Operationen in der Straße von Hormus sei „deutlich schwieriger als im Roten Meer". Für eine effektive Eskorte wären mindestens ein Dutzend große Kriegsschiffe wie Zerstörer nötig, unterstützt von Kampfjets, Drohnen und Hubschraubern.

Tom Sharpe, ein pensionierter Kommandant der Royal Navy, warnte vor den enormen Risiken: Sollten die Amerikaner einen Zerstörer verlieren, würde das „die gesamte Kalkulation verändern". Dreihundert potenzielle Tote – das wäre ein Preis, den keine demokratische Regierung leichtfertig zahlen würde.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

In Zeiten derart massiver geopolitischer Verwerfungen zeigt sich einmal mehr der unschätzbare Wert physischer Edelmetalle. Während Ölpreise explodieren, Aktienmärkte nervös reagieren und Währungen unter Druck geraten, erweist sich Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist: der ultimative Krisenschutz. Wer angesichts einer Welt, in der eine einzige blockierte Meerenge die globale Wirtschaft in die Knie zwingen kann, noch immer kein physisches Gold oder Silber im Portfolio hat, handelt fahrlässig gegenüber seinem eigenen Vermögen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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