Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
04.05.2026
22:02 Uhr

Stromchaos im Mai: Wenn Sonnenenergie zur Belastung wird und Deutschland für seinen Strom auch noch zahlt

Stromchaos im Mai: Wenn Sonnenenergie zur Belastung wird und Deutschland für seinen Strom auch noch zahlt

Es ist ein Lehrstück über die Absurdität deutscher Energiepolitik: Am vergangenen Wochenende erreichte der Strompreis in Deutschland einen historischen Tiefstand – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Mit minus 855 Euro pro Megawattstunde stürzte der Preis am Intraday-Markt am 1. Mai tiefer als je zuvor. Im Klartext: Stromproduzenten mussten dafür bezahlen, dass ihnen überhaupt jemand ihre Energie abnahm. Wer hätte gedacht, dass die vielgepriesene Energiewende eines Tages dazu führen würde, dass Deutschland sein eigenes Stromnetz nicht mehr im Griff hat?

Sonne im Überfluss, Konzept Mangelware

Rund fünf Millionen Photovoltaikanlagen seien laut Branchenangaben mittlerweile auf deutschen Dächern und Grundstücken installiert. Etwa zwei Millionen Haushalte verdienten 2023 mit ihren Solaranlagen durchschnittlich 153 Euro pro Monat. Was nach einer Erfolgsgeschichte klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als gigantischer Konstruktionsfehler. Denn an einem sonnigen Feiertag wie dem 1. Mai, an dem die Industrie weitgehend ruht und die Stromnachfrage entsprechend gering ausfällt, produzieren Millionen PV-Anlagen weiter munter vor sich hin – und liefern Strom, den schlicht niemand braucht.

Die Folge: Ein massives Überangebot, das die Netze und die ohnehin viel zu knappen Speicherkapazitäten an ihre Grenzen bringt. Der Energieökonom Lion Hirth, Professor an der Hertie School, wandte sich dieser Tage mit einem ungewöhnlichen Aufruf an die Öffentlichkeit: PV-Betreiber sollten ihre Anlagen abschalten – freiwillig, denn anders gehe es offenbar gar nicht. Viele kleine Anlagen ließen sich vom Netzbetreiber überhaupt nicht regulieren. Eine Aussage, die für sich genommen schon entlarvend ist: Da hat man jahrzehntelang den Solarausbau gefördert, subventioniert und politisch beweihräuchert – aber an die simpelste Frage, wie man das Ganze technisch beherrschen soll, hat offenbar niemand einen Gedanken verschwendet.

Der deutsche Steuerzahler als doppelter Verlierer

Besonders bitter wird die Geschichte, wenn man sich ansieht, wer am Ende für dieses Chaos zur Kasse gebeten wird. Richtig: der deutsche Bürger. Während Verbraucher bei einigen Ökostromanbietern an solchen Tagen sogar Geld dafür bekommen, dass sie Strom verbrauchen – bei Octopus Energy seien es Berichten zufolge mehr als 42 Cent pro Kilowattstunde – läuft im Hintergrund ein noch viel größerer Skandal: Der überschüssige deutsche Strom wird ins Ausland verschenkt oder gar mit einer Vergütung von bis zu 48 Cent pro Kilowattstunde an ausländische Versorger abgegeben.

Österreich und die Schweiz reiben sich die Hände. Sie nehmen den günstigen oder sogar bezahlten deutschen Strom dankend entgegen, füllen damit ihre Pumpspeicherkraftwerke und verkaufen die Energie wenige Stunden später, wenn die Sonne untergegangen ist, zu Höchstpreisen wieder zurück nach Deutschland. Ein gigantisches Geschäftsmodell auf Kosten des deutschen Steuerzahlers – ermöglicht durch jahrelange ideologisch geprägte Energiepolitik, die das Wünschenswerte über das Machbare gestellt hat.

Die ideologischen Scheuklappen einer ganzen Generation

Wer hätte gedacht, dass es einmal so weit kommen würde? Die Energiewende, einst als deutsches Vorzeigeprojekt gefeiert, offenbart bei jedem sonnigen Feiertag ihre strukturellen Schwächen. Während andere Länder pragmatisch auf einen Mix aus stabilen Grundlastkraftwerken und erneuerbaren Energien setzen, hat sich Deutschland mit dem überstürzten Atomausstieg und der gleichzeitigen Abkehr von Kohle und Gas in eine selbstverschuldete Sackgasse manövriert. Speicherlösungen? Fehlanzeige. Netzausbau? Im Schneckentempo. Industriepolitische Vernunft? Lange schon der grünen Symbolpolitik geopfert.

Philipp Schröder, CEO des Energieunternehmens 1KOMMA5°, empfahl PV-Besitzern, sich Steuerboxen, Batteriespeicher und Smart Meter anzuschaffen. Eine durchaus sinnvolle Anregung – nur fragt sich, warum solche Selbstverständlichkeiten nicht längst flächendeckend Standard sind. Die Antwort liegt auf der Hand: Weil die Politik den Karren vor das Pferd gespannt hat. Erst wurde der Solar-Boom mit großzügigen Einspeisevergütungen befeuert, bevor man sich um die notwendige Infrastruktur kümmerte. Das Resultat können wir nun bestaunen.

Was wirklich Wert behält

Wenn negative Strompreise zum Symbol einer verfehlten Politik werden, wenn der eigene Bundeshaushalt durch das Verschenken von Energie ins Ausland belastet wird, wenn Bürger aufgefordert werden, ihre eigenen Investitionen aus Vernunftsgründen abzuschalten, dann muss man sich fragen: Wo bleibt eigentlich die viel beschworene Versorgungssicherheit? Und wo bleibt das Vertrauen in eine Politik, die offenbar selbst die einfachsten Zusammenhänge zwischen Angebot, Nachfrage und Infrastruktur nicht beherrscht?

In Zeiten, in denen Papiergeld durch Schuldenpakete in dreistelliger Milliardenhöhe entwertet wird, in denen die Energiepolitik mehr Chaos als Sicherheit produziert und in denen das Vertrauen in staatliche Strukturen erodiert, lohnt sich der Blick auf jene Werte, die seit Jahrtausenden Bestand haben. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind keine Versprechen auf einem Stück Papier, keine ideologischen Konstrukte und keine politischen Wunschvorstellungen. Sie sind das, was sie immer waren: handfeste, krisenfeste Vermögenssicherung. Eine sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Portefeuille hat sich gerade in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen immer wieder bewährt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wieder. Für Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich und sollte sich vor jeder Investition umfassend informieren und gegebenenfalls fachkundigen Rat einholen. Eine Haftung für Investitionsentscheidungen, die auf Basis dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir ausdrücklich nicht.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen