
Strompreis-Wahnsinn: Deutsche Haushalte zahlen europaweit am meisten

Es ist ein Rekord, auf den wahrlich niemand stolz sein kann: Mit 38,35 Cent pro Kilowattstunde führt Deutschland die traurige Rangliste der teuersten Strompreise in der gesamten Europäischen Union an. Die jüngsten Daten von Eurostat für das erste Halbjahr 2025 offenbaren ein erschreckendes Bild der deutschen Energiepolitik – und ihrer verheerenden Auswirkungen auf die Geldbeutel der Bürger.
Ein Drittel über dem EU-Durchschnitt
Während der europäische Mittelwert bei 28,72 Cent pro Kilowattstunde liegt, müssen deutsche Verbraucher satte 33 Prozent mehr berappen. Das ist keine Kleinigkeit, das ist ein handfester Skandal. Belgien folgt mit 35,71 Cent auf Platz zwei, Dänemark mit 34,85 Cent auf Platz drei. Doch kein anderes EU-Land kratzt auch nur annähernd an der deutschen Spitzenposition.
Besonders bitter wird der Vergleich mit anderen großen Volkswirtschaften der Union. In Frankreich zahlen Haushalte lediglich 26,64 Cent, in Spanien sogar nur 26,08 Cent pro Kilowattstunde. Das bedeutet: Der deutsche Strompreis liegt um rund 11 bis 12 Cent höher als bei unseren europäischen Nachbarn. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch summiert sich dieser Unterschied schnell auf mehrere hundert Euro.
Ungarn zeigt, wie es anders geht
Am unteren Ende der Preisskala findet sich Ungarn mit geradezu sensationellen 10,40 Cent pro Kilowattstunde. Das ist weniger als ein Drittel des deutschen Niveaus. Auch Malta mit 12,44 Cent und Bulgarien mit 13,00 Cent demonstrieren, dass Strom keineswegs ein Luxusgut sein muss. Während die Orbán-Regierung ihre Bürger vor explodierenden Energiekosten schützt, scheint man in Berlin andere Prioritäten zu setzen.
Die wahren Kostentreiber
Eurostat erfasst bei seinen Erhebungen die Endpreise inklusive sämtlicher Steuern, Abgaben und Umlagen. Die enormen Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten spiegeln daher nicht nur die reinen Erzeugungskosten wider, sondern vor allem die nationalen Steuer- und Regulierungssysteme. Deutschland hat sich über Jahre hinweg ein wahres Dickicht aus Abgaben, Umlagen und Steuern aufgebaut, das den Strompreis in schwindelerregende Höhen treibt.
Die ideologisch motivierte Energiewende, der überhastete Atomausstieg und die planwirtschaftlichen Eingriffe in den Energiemarkt fordern ihren Tribut. Während andere Länder auf einen vernünftigen Energiemix setzen – Frankreich etwa auf Kernkraft –, hat Deutschland seinen Sonderweg gewählt. Die Rechnung dafür bezahlen die Bürger jeden Monat aufs Neue.
Keine Besserung in Sicht
Bereits im zweiten Halbjahr 2024 hatte Deutschland mit 39,43 Cent pro Kilowattstunde den höchsten Haushaltsstrompreis in der EU verzeichnet. Zwar sank der Wert im ersten Halbjahr 2025 leicht, doch die unrühmliche Spitzenposition blieb bestehen. Eine echte Trendwende ist nicht erkennbar.
Die hohen Strompreise sind längst zu einem massiven Standortnachteil geworden. Energieintensive Industrien wandern ab, der Mittelstand ächzt unter den Kosten, und Familien müssen jeden Euro zweimal umdrehen. Was einst als Vorzeigeprojekt der Energiewende gefeiert wurde, entpuppt sich zunehmend als wirtschaftspolitisches Desaster.
Die deutsche Energiepolitik der vergangenen Jahre hat die Bürger zu den teuersten Stromkunden Europas gemacht – ein zweifelhafter Erfolg, der die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland nachhaltig gefährdet.
Es bleibt die bittere Erkenntnis: Während andere europäische Länder pragmatische Energiepolitik betreiben, zahlen deutsche Haushalte den Preis für ideologische Experimente. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der gewaltigen Aufgabe, diesen Kurs zu korrigieren – sofern sie den politischen Willen dazu aufbringt.
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