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09.01.2026
17:26 Uhr

Teheran in Flammen: Iran schaltet das Internet ab, während das Regime um sein Überleben kämpft

Teheran in Flammen: Iran schaltet das Internet ab, während das Regime um sein Überleben kämpft

Was sich derzeit im Iran abspielt, gleicht einem Pulverfass kurz vor der Explosion. Die Mullahs haben das Land vom Rest der Welt abgeschnitten – eine verzweifelte Maßnahme eines Regimes, das spürt, wie ihm die Kontrolle entgleitet. Seit dem 28. Dezember wüten Proteste durch die Straßen iranischer Städte, und die Bilder, die trotz der Internetsperre nach außen dringen, zeigen brennende Busse, lodernde Bankfilialen und Menschenmassen, die offen den Tod des Obersten Führers Khamenei fordern.

Ein Volk am Rande der Verzweiflung

Die Zahlen sprechen eine erschütternde Sprache: Mindestens 62 Menschen haben nach Angaben der iranischen Menschenrechtsorganisation HRANA bereits ihr Leben verloren – darunter 48 Demonstranten und 14 Sicherheitskräfte. Doch diese Zahlen dürften nur die Spitze des Eisbergs sein, denn mit der Abschaltung des Internets versiegt auch der Informationsfluss aus dem Land. Telefonverbindungen in den Iran kommen nicht mehr durch, mindestens 17 Flüge zwischen Dubai und iranischen Städten wurden gestrichen.

Was als Wirtschaftsproteste begann – der Rial hat im vergangenen Jahr die Hälfte seines Wertes gegenüber dem Dollar eingebüßt, die Inflation lag im Dezember bei über 40 Prozent – hat sich längst zu einem fundamentalen Aufbegehren gegen das theokratische System gewandelt. In den Straßen Teherans skandieren Frauen „Tod Khamenei!", während andere Demonstranten Parolen zugunsten der Monarchie rufen, die 1979 gestürzt wurde.

Khameneis eiserne Faust

Der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei zeigt sich unnachgiebig. In einer Fernsehansprache beschuldigte er die Demonstranten, im Auftrag von US-Präsident Donald Trump und Exil-Oppositionsgruppen zu handeln. Seine Worte trieften vor Drohungen: „Die Islamische Republik kam durch das Blut Hunderttausender ehrenwerter Menschen an die Macht. Sie wird vor Vandalen nicht zurückweichen."

Der Staatsanwalt von Teheran setzte noch einen drauf und kündigte die Todesstrafe für all jene an, die Sabotage begehen, öffentliches Eigentum in Brand setzen oder sich Zusammenstöße mit Sicherheitskräften liefern. Eine klassische Reaktion autoritärer Regime – wenn Argumente fehlen, sprechen die Henker.

Die zersplitterte Opposition

Reza Pahlavi, der im Exil lebende Sohn des letzten Schahs, rief seine Landsleute über soziale Medien auf: „Die Augen der Welt sind auf euch gerichtet. Geht auf die Straßen!" Doch wie groß die tatsächliche Unterstützung für die Monarchie oder die umstrittene Volksmudschahedin (MKO) innerhalb des Irans ist, bleibt fraglich. Die Opposition ist fragmentiert, was dem Regime bisher stets in die Hände spielte.

„Das Gefühl der Hoffnungslosigkeit in der iranischen Gesellschaft ist heute etwas, das wir noch nie zuvor gesehen haben. Diese Wut hat sich über die Jahre nur vertieft, und wir befinden uns auf Rekordniveau, was die Unzufriedenheit der iranischen Gesellschaft betrifft."

So beschreibt Alex Vatanka vom Middle East Institute in Washington die Stimmungslage. Und tatsächlich: Die Islamische Republik hat zwar bereits mehrere Wellen des Protests überstanden – die Studentenproteste 1999, die Massendemonstrationen nach der umstrittenen Wahl 2009, die Wirtschaftsproteste 2019 und die „Frau, Leben, Freiheit"-Bewegung 2022. Doch diesmal scheint die Lage prekärer denn je.

Trumps kalkulierte Zurückhaltung

Interessanterweise hält sich US-Präsident Donald Trump, der den Iran erst im vergangenen Sommer bombardieren ließ und den Demonstranten Unterstützung in Aussicht stellte, nun auffällig bedeckt. Ein Treffen mit Reza Pahlavi lehnte er ab – es sei „nicht sicher, ob das angemessen wäre". Eine pragmatische Entscheidung, die zeigt, dass auch Washington die Komplexität der Lage erkennt.

Irans Außenminister Abbas Araqchi gab sich derweil betont gelassen und erklärte, die Wahrscheinlichkeit einer ausländischen Militärintervention sei „sehr gering". Der omanische Außenminister, dessen Land traditionell als Vermittler zwischen dem Iran und dem Westen fungiert, werde am Samstag zu Besuch kommen.

Die Lehren aus 2022

Die Proteste von 2022, ausgelöst durch den Tod der jungen Mahsa Amini in Gewahrsam der Sittenpolizei, wurden letztlich brutal niedergeschlagen. Hunderte Menschen starben, Tausende landeten in Gefängnissen. Doch das Regime musste auch Zugeständnisse machen – iranische Frauen ignorieren heute routinemäßig die öffentlichen Kleidervorschriften, ohne dass die Behörden konsequent einschreiten.

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk zeigte sich „zutiefst beunruhigt" über die Berichte von Gewalt und die Kommunikationssperren. Doch was können internationale Appelle ausrichten gegen ein Regime, das bereit ist, über Leichen zu gehen?

Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Islamische Republik auch diese Krise übersteht – oder ob das Feuer, das derzeit durch Teherans Straßen lodert, am Ende das gesamte System verschlingen wird. Eines steht fest: Die Hoffnungslosigkeit eines ganzen Volkes hat sich in blanke Wut verwandelt. Und Wut, einmal entfesselt, lässt sich nur schwer wieder einfangen.

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