
Teheran in Flammen: Proteste im Iran eskalieren – Regime wittert westliche Verschwörung

Die Islamische Republik Iran versinkt erneut im Chaos. Seit über einer Woche toben landesweite Proteste, die mittlerweile 27 der 31 Provinzen erfasst haben. Die Bilanz ist erschütternd: Mindestens 35 Tote, darunter vier Kinder und zwei Angehörige der Sicherheitskräfte, zählt die in den USA ansässige Human Rights Activists News Agency. Über 1.200 Menschen wurden verhaftet. Das Mullah-Regime reagiert mit der altbekannten Mischung aus Repression und Schuldzuweisungen an den Westen.
Wirtschaftliche Verzweiflung treibt Menschen auf die Straße
Der Auslöser der Unruhen ist so banal wie tragisch: Die iranische Wirtschaft liegt am Boden. Jahre westlicher Sanktionen, eine ins Bodenlose stürzende Landeswährung und zuletzt der verheerende Konflikt mit Israel, bei dem weite Teile des Landes – einschließlich der Hauptstadtregion – bombardiert wurden, haben das Land an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Im Großen Basar von Teheran, dem historischen Herzen des iranischen Handels, schlossen Ladenbesitzer ihre Geschäfte. Ihre nüchterne Erkenntnis: Beim Verkauf von Waren machen sie nur noch Verluste.
Was als wirtschaftlicher Protest begann, hat sich längst zu einer Fundamentalkritik am System ausgewachsen. An über 250 Orten im ganzen Land gehen Menschen auf die Straße, stürmen Regierungsgebäude und liefern sich Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften.
Scharfe Munition gegen unbewaffnete Demonstranten?
Menschenrechtsorganisationen erheben schwere Vorwürfe gegen das Regime. Von „wahllosem Beschuss von Zivilisten" ist die Rede. Ein anonymer Augenzeuge schildert gegenüber britischen Medien erschütternde Szenen:
„Wir versammelten uns vor einem Regierungsgebäude. Da eröffneten die Sicherheitskräfte das Feuer auf uns. Es fühlte sich an, als würden sie auf Feinde oder bewaffnete Gruppen schießen. Ich fühlte mich wie in einem Kriegsgebiet. Ich sah mehrere Verletzte, und ich glaube, einige wurden auf der Stelle getötet."
Freilich sind solche Berichte mit Vorsicht zu genießen. Die gleichen Organisationen verbreiteten während des syrischen Bürgerkriegs ähnliche, oft unbestätigte Behauptungen über das Assad-Regime. Der Propagandakrieg um die Deutungshoheit ist längst in vollem Gange.
Teheran zeigt mit dem Finger auf Washington und Tel Aviv
Die iranische Führung hat erwartungsgemäß die üblichen Verdächtigen ausgemacht. Regierungssprecher Esmail Baghaei bezeichnete Äußerungen amerikanischer und israelischer Politiker als „Einmischung in innere Angelegenheiten", die nach internationalen Normen nichts anderes als „Anstiftung zu Gewalt, Terrorismus und Mord" darstelle. Eine bemerkenswerte Rhetorik aus einem Land, das selbst seit Jahrzehnten Terrororganisationen im gesamten Nahen Osten finanziert und bewaffnet.
US-Präsident Donald Trump hatte bereits vor Tagen eine unmissverständliche Warnung ausgesprochen: „Wenn sie anfangen, Menschen zu töten wie in der Vergangenheit, werden sie von den Vereinigten Staaten sehr hart getroffen werden", schrieb er auf Truth Social. Eine Drohung, die angesichts der jüngsten israelischen Luftangriffe auf iranische Atomanlagen durchaus Substanz haben dürfte.
Die Schatten der Geheimdienste
Dass sowohl der israelische Mossad als auch die CIA über Netzwerke im Iran verfügen, ist ein offenes Geheimnis. Der zwölftägige Bombenkrieg im vergangenen Jahr, bei dem mindestens drei zentrale Nuklearanlagen schwer beschädigt wurden, wäre ohne präzise Geheimdienstinformationen aus dem Inneren des Landes kaum möglich gewesen. Die Frage, inwieweit externe Akteure die aktuellen Proteste befeuern, bleibt offen – doch sie ist letztlich zweitrangig.
Denn die Wut der iranischen Bevölkerung ist echt. Sie speist sich aus jahrzehntelanger Misswirtschaft, religiöser Bevormundung und einer Außenpolitik, die das Land in einen ruinösen Konflikt nach dem anderen gestürzt hat. Ob das Regime diese Krise überstehen wird, ist ungewiss. Sicher ist nur: Die Mullahs in Teheran sitzen auf einem Pulverfass – und die Lunte brennt.
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