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01.03.2026
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Teheran unter Dauerbeschuss: Iran ernennt Interims-Nachfolger für getöteten Khamenei – Trump fordert Regimewechsel

Was sich seit Samstag im Nahen Osten abspielt, hat das Potenzial, die geopolitische Landkarte des 21. Jahrhunderts grundlegend umzuzeichnen. Der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, wurde bei gemeinsamen US-israelischen Luftangriffen auf Teheran getötet – und während die Bomben auch am zweiten Tag ununterbrochen auf die iranische Hauptstadt fallen, hat das Regime in Windeseile einen Interims-Nachfolger benannt. US-Präsident Donald Trump geht derweil aufs Ganze und fordert nichts weniger als einen vollständigen Regimewechsel.

Ein Kleriker an der Spitze des Übergangs

Der 67-jährige schiitische Geistliche Alireza Arafi, Mitglied des mächtigen Wächterrats und der Expertenversammlung, wurde in den dreiköpfigen Führungsrat berufen, der die Aufgaben des Obersten Führers bis zur Ernennung eines permanenten Nachfolgers übernehmen soll. Gemeinsam mit Präsident Masoud Pezeshkian und dem obersten Richter Gholamhossein Mohseni Ejei bildet Arafi nun die provisorische Spitze der Islamischen Republik – mitten im Krieg, mitten im Chaos.

Arafi, geboren 1959, galt bereits vor seiner Notfall-Ernennung als einer der einflussreichsten Kleriker des Landes. Als Direktor des landesweiten islamischen Seminarsystems vereinte er traditionelle religiöse Autorität mit vorsichtigen Modernisierungsbestrebungen. Doch seine Berufung signalisiert vor allem eines: Kontinuität. Die Revolutionsgarden (IRGC) und die politische Führung betrachten ihn als loyalen Insider, der den Vergeltungskurs in Kriegszeiten aufrechterhalten werde. Für das Tagesgeschäft und die unmittelbare militärische Reaktion soll indes Ali Larijani verantwortlich sein – ein ehemaliger IRGC-Kommandeur und politisches Schwergewicht, den Khamenei persönlich für genau dieses Szenario vorgesehen haben soll.

Teheran brennt – und trauert

Die Bilder aus Teheran sind verstörend. Auf der einen Seite schlagen schwere Bomben in Regierungs- und Militäreinrichtungen ein, auf der anderen Seite strömen Hunderttausende auf den Enghelab-Platz, um des getöteten Ayatollah zu gedenken. „Gott ist groß!" skandieren die Massen, während Funktionäre Rache schwören und „verheerende Schläge" ankündigen, die die USA und Israel „um Gnade betteln" lassen würden.

Präsident Pezeshkian bezeichnete die Tötung Khameneis als „ein großes Verbrechen" und rief sieben Tage Staatstrauer sowie eine 40-tägige Trauerperiode aus. Er sprach von einer „Kriegserklärung an alle Muslime, insbesondere an Schiiten in allen Ecken der Welt". Vergeltung sei das „legitime Recht und die Pflicht" seines Landes. Iranische Behörden werfen den Angreifern schwere Kriegsverbrechen vor – darunter den Tod von über 85 Schulmädchen durch einen Bombeneinschlag. Mindestens 200 Iraner seien bislang getötet worden, die tatsächliche Zahl dürfte jedoch deutlich höher liegen.

Trumps „Shock and Awe" – und die unbequemen Fragen

Donald Trump, der seit Januar 2025 seine zweite Amtszeit als US-Präsident führt, hat am Samstag versprochen, die Angriffe würden „ununterbrochen" weitergehen. Nun geht er noch weiter: Er fordert vollständige „Freiheit" für den Iran als Ziel der Militäroperation – was de facto die Zerschlagung der Islamischen Revolutionsgarden bedeuten würde. Die meisten Analysten sind sich einig, dass dies ohne Bodentruppen kaum zu bewerkstelligen wäre. Eine Erkenntnis, die jedem, der sich an die desaströsen Folgen des Irak-Krieges erinnert, einen kalten Schauer über den Rücken jagen dürfte.

Teheran ist keine Wüstenstadt. Es ist eine dicht besiedelte Metropole mit fast zehn Millionen Einwohnern, die Metropolregion zählt über 16 Millionen Menschen. Familien, Kinder, ganz normale Arbeiter – sie alle leben unter dem Bombenhagel. Die Parallelen zu „Shock and Awe" im Irak 2003 sind frappierend, und man muss kein Pazifist sein, um die Frage zu stellen: Was kommt danach? Die Geschichte hat uns gelehrt, dass Regimewechsel von außen selten die erhofften Ergebnisse bringen. Der Irak ist das beste – oder vielmehr das schlimmste – Beispiel dafür.

Israel unter Beschuss – Zensur arbeitet auf Hochtouren

Bislang handelt es sich um einen reinen Luftkrieg, unterstützt durch Marineeinheiten. Auf amerikanischer und israelischer Seite wurden noch keine Verluste gemeldet. Israel bestätigte neue Angriffe „im Herzen Teherans" und erklärte, rund 40 hochrangige iranische Militärführer seien bereits in der ersten Angriffswelle getötet worden. Die israelische Luftwaffe operiere „umfassend in Verteidigung und Angriff".

Doch die Gegenseite schlägt zurück. Iranische Vergeltungsraketen treffen US-Stützpunkte in der Golfregion sowie Hotels, Gebäude und sogar Flughäfen in den Golfstaaten. Israel selbst wird nach allen verfügbaren Informationen hart getroffen – auch wenn die israelische Militärzensur offenbar auf Hochtouren arbeitet, um den Informationsfluss einzudämmen. Bestätigte Einschläge iranischer ballistischer Raketen in Zentralisrael und Tel Aviv sprechen eine deutliche Sprache. Besonders bemerkenswert: Der Iran hat erstmals seine Fattah-2 Hyperschallraketen eingesetzt – eine Waffe, gegen die es derzeit kaum wirksame Abwehrsysteme gibt.

Die Wut der schiitischen Welt

Die Auswirkungen des Angriffs reichen weit über den Iran hinaus. In Pakistan, das die zweitgrößte schiitische Bevölkerung der Welt beherbergt, kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen. In Karachi versuchten Hunderte Demonstranten, das US-Konsulat zu stürmen. Bei den Zusammenstößen mit Sicherheitskräften wurden mindestens neun Menschen getötet und über 50 verletzt. Auch das US-Konsulat in Lahore wurde angegriffen.

In Bagdad, der Hauptstadt des schiitisch dominierten Irak, versuchten wütende Menschenmassen, die US-Botschaft in der hochgesicherten Grünen Zone zu stürmen. Mit Bulldozern und Steinen rückten sie vor, während irakische Sicherheitskräfte mit Tränengas antworteten. Die Ironie der Geschichte: Dass der Irak heute ein schiitisch dominiertes Land mit starker iranischer Einflussnahme ist, verdankt die Welt den Neokonservativen unter George W. Bush, die 2003 den sunnitischen Diktator Saddam Hussein stürzten und damit den schiitischen Mullahs den Weg ebneten.

Ein Krieg ohne Ausweg?

Die Lage eskaliert mit jeder Stunde. Selbst wenn das Weiße Haus auf eine schnelle, chirurgische Operation gehofft haben mag – die Realität sieht anders aus. Je länger die Bombardierung andauert, desto mehr hat die iranische Führung nichts mehr zu verlieren. Ein wahrscheinliches Ergebnis des Angriffs ist, dass die Führung in Teheran nur noch radikaler wird. Die gemäßigten Stimmen, die es im Iran durchaus gibt, werden durch jeden weiteren Bombeneinschlag zum Schweigen gebracht.

Für Europa und insbesondere für Deutschland bedeutet diese Eskalation nichts Gutes. Die Energiemärkte dürften massiv unter Druck geraten, die ohnehin fragile Weltwirtschaft könnte in eine neue Krise schlittern. Und während die neue Große Koalition unter Friedrich Merz sich mit ihrem 500-Milliarden-Sondervermögen beschäftigt und die Schuldenuhr immer schneller tickt, braut sich am Persischen Golf ein Sturm zusammen, dessen Ausmaß noch niemand absehen kann.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Krisenwährung unverzichtbar sind. Gold und Silber haben in Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte jeden Krieg, jede Währungsreform und jede geopolitische Erschütterung überdauert. Wer sein Vermögen in unsicheren Zeiten schützen will, kommt an einer soliden Beimischung physischer Edelmetalle kaum vorbei.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Quellen. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Anlageentscheidungen erfolgen stets auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung.

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