
Telefonische Krankschreibung vor dem Aus: Wie Berlin kranke Kinder ins Wartezimmer zwingt
Es sind Entscheidungen wie diese, die den Bürger fassungslos zurücklassen. Die neue Große Koalition aus Union und SPD plant, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen – und trifft damit ausgerechnet jene, die sich am wenigsten wehren können: unsere Kinder. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte schlägt Alarm und findet dabei ungewöhnlich deutliche Worte.
Ein fieberndes Kind, ein überfülltes Wartezimmer – und ein Gesundheitssystem, das den Verstand verliert
Jakob Maske, Bundessprecher des Berufsverbands, bringt die absurde Konsequenz dieser Politik auf den Punkt. Ein krankes, fieberndes Kind könne künftig nicht mehr einfach zu Hause im Bett bleiben und sich auskurieren, sondern müsse – so seine Kritik – im schlimmsten gesundheitlichen Zustand quer durch die Stadt in überfüllte Wartezimmer geschleppt werden.
"Das trifft Kinder mit voller Härte. Das ist medizinischer Unsinn und eine enorme Belastung für die Familien. Es ist ein massiver gesundheitspolitischer Rückschritt."
Man muss sich das vor Augen führen: In einer Zeit, in der die halbe Republik von Digitalisierung schwadroniert, in der Milliarden für allerlei fragwürdige Prestigeprojekte fließen, will man ausgerechnet eine der sinnvollsten Neuerungen der letzten Jahre wieder einkassieren. Wo bleibt hier der gesunde Menschenverstand?
Was 2023 als Erleichterung begann
Seit Dezember 2023 konnten sich Eltern von ihrem Arzt telefonisch "kindkrank" schreiben lassen – eine, wie Maske betont, "unglaubliche Erleichterung für alle Beteiligten". Und das aus gutem Grund. Ein erfahrener Kinderarzt sei sehr wohl in der Lage, bereits am Telefon abzuwägen, ob ein Kind wegen eines Infekts das Bett hüten müsse oder ob es mit einem harmlosen Hautausschlag bedenkenlos in die Kita gehen könne.
Die geplanten Pläne von Union und SPD würden, so die Warnung des Verbands, die ohnehin chronisch überlasteten Kinderarztpraxen zusätzlich schwer treffen. Wer schon einmal an einem Winter-Morgen in einem überfüllten Wartezimmer mit hustenden, fiebernden Kindern gesessen hat, weiß, wovon hier die Rede ist.
Digitalisierung? In Deutschland offenbar ein Fremdwort
Statt eine funktionierende Lösung abzuschaffen, so die naheliegende Forderung des Verbands, solle man sie besser weiterentwickeln – etwa durch eine digitale Kindkrank-Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Doch Fortschritt und pragmatisches Denken scheinen im politischen Berlin ein seltenes Gut geworden zu sein.
Es ist ein Muster, das sich durch die deutsche Politik zieht: Bewährtes wird zerstört, Bürokratie aufgebläht, und am Ende zahlen die Familien die Zeche. Eine Regierung, die vorgibt, "Verantwortung für Deutschland" zu tragen, sollte zunächst Verantwortung für die Schwächsten übernehmen – für unsere Kinder und ihre ohnehin geplagten Eltern.
Ein Symptom für ein größeres Problem
Diese Episode ist mehr als nur eine Randnotiz der Gesundheitspolitik. Sie ist ein Sinnbild dafür, wie in diesem Land regiert wird: gegen den Alltag der Menschen, gegen die Familien, gegen den gesunden Menschenverstand. Wer traditionelle Werte wie Familie und Kindeswohl ernst nimmt, kann bei solchen Entscheidungen nur den Kopf schütteln.
Und während die Politik an solchen Schräubchen dreht und dabei mehr Schaden als Nutzen anrichtet, wächst bei vielen Bürgern das Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen weiter. In unsicheren Zeiten wie diesen – ob politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich – suchen immer mehr Menschen nach Beständigkeit. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie Stabilität bieten, wo die Politik Verlässlichkeit vermissen lässt. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen sind sie ein bewährter Anker gegen die Kapriolen der Zeit.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt weder eine Anlage-, Steuer- noch Rechtsberatung dar. Für Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich und angehalten, eigenständig zu recherchieren oder fachkundigen Rat einzuholen.

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