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15.01.2026
11:34 Uhr

Tennisplatz statt Krisenstab: Wegners peinliche Rechtfertigung nach dem Berliner Stromanschlag

Tennisplatz statt Krisenstab: Wegners peinliche Rechtfertigung nach dem Berliner Stromanschlag

Es gibt Momente in der Politik, die sich ins kollektive Gedächtnis einer Stadt einbrennen. Der linksterroristische Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz war ein solcher Moment – und die Reaktion des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner darauf wird wohl als Paradebeispiel politischer Fehlkommunikation in die Annalen eingehen. Während hunderttausende Berliner im Dunkeln saßen und froren, schwang der CDU-Politiker den Tennisschläger. Nun versuchte er sich im Abgeordnetenhaus an einer Rechtfertigung, die man nur als kläglichen Versuch der Schadensbegrenzung bezeichnen kann.

Die Chronologie einer Lüge

Was war geschehen? Nach dem verheerenden Anschlag auf die kritische Infrastruktur der Hauptstadt hatte Wegner zunächst behauptet, er habe sich in seinem Büro „eingeschlossen" und von dort aus die Krise koordiniert. Eine Darstellung, die sich als dreiste Unwahrheit entpuppte. Denn während die Berliner Bevölkerung mit den Folgen des Stromausfalls kämpfte, gönnte sich der Bürgermeister eine Stunde Tennis – angeblich „um den Kopf freizukriegen".

Die Innensenatorin Iris Spranger musste später einräumen, dass sie Wegner zunächst nicht erreichen konnte. Ein Umstand, der die Beteuerungen des Bürgermeisters, er sei „immer erreichbar" gewesen und habe sein Smartphone „nie abgeschaltet", in einem mehr als fragwürdigen Licht erscheinen lässt. Wie glaubwürdig ist ein Krisenmanager, der während einer akuten Notlage auf dem Tennisplatz steht?

Scheinheilige Selbstkritik im Abgeordnetenhaus

Am Donnerstag nun der Auftritt im Berliner Abgeordnetenhaus. Wegner räumte ein, was nicht mehr zu leugnen war: „Rückblickend hätte ich bereits am Sonntag sagen müssen, dass ich eine Stunde Sport gemacht habe." Doch kaum war dieses halbherzige Eingeständnis ausgesprochen, folgte die erwartbare Relativierung. Sein Fokus habe „stets bei den Berlinerinnen und Berlinern" gelegen, beteuerte er. Man fragt sich unwillkürlich: Liegt der Fokus eines verantwortungsvollen Regierungschefs während einer Krise auf dem Tennisball oder auf den Bürgern seiner Stadt?

Die Dreistigkeit, mit der hier versucht wird, einen offensichtlichen Fehltritt schönzureden, ist symptomatisch für eine politische Klasse, die sich von den Sorgen und Nöten der normalen Bevölkerung längst entkoppelt hat. Während Familien im kalten Dunkel ausharrten, während Krankenhäuser auf Notstrom umschalten mussten, während das Mobilfunknetz im Berliner Südwesten zusammenbrach – da fand der oberste Krisenmanager der Stadt Zeit für sportliche Betätigung.

Ablenkungsmanöver und Schuldzuweisungen

Besonders bemerkenswert war Wegners Versuch, die Aufmerksamkeit von seinem eigenen Versagen abzulenken. Er kritisierte die Linke für ihre mangelnde Abgrenzung zum Linksextremismus – eine berechtigte Kritik, die jedoch im Kontext seiner eigenen Verfehlungen wie ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver wirkt. Auch die Grünen bekamen ihr Fett weg: Ein öffentlich gewordenes Strategiepapier der Berliner Grünen, das empfiehlt, den Anschlag nicht auf linksextremistische Hintergründe zu verweisen, sondern sich auf Wegners Fehler zu konzentrieren, bezeichnete der Bürgermeister als „moralisch sehr verwerflich".

Nun mag man von den Grünen halten, was man will – und es gibt wahrlich genug Gründe, diese Partei kritisch zu sehen. Doch wenn Wegner den Grünen vorwirft, die Krise für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen, dann ist das der sprichwörtliche Splitter im Auge des anderen, während man den Balken im eigenen geflissentlich übersieht. Wer selbst durch Lügen und Vertuschungsversuche aufgefallen ist, sollte mit moralischen Urteilen über andere vorsichtig sein.

Späte Einsichten zur Infrastruktursicherheit

Immerhin brachte Wegner einige sachliche Vorschläge zur Verbesserung der Krisenresilienz vor. Berlin brauche mehr Notstromaggregate, mehr Dieselreserven und mehr Redundanzen, so der Bürgermeister. Das Mobilfunknetz müsse besser geschützt werden, hier sieht er auch die Telekommunikationsunternehmen in der Pflicht. Zudem forderte er ein Ende der Transparenz bei kritischer Infrastruktur – sensible Daten zum Stromnetz oder Verkehrsnetz dürften nicht länger leichtfertig zugänglich gemacht werden.

Diese Forderungen sind durchaus vernünftig. Doch sie kommen reichlich spät und können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das eigentliche Problem ein anderes ist: Deutschland hat ein massives Problem mit Linksextremismus, das von weiten Teilen der Politik seit Jahren verharmlost oder ignoriert wird. Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz war keine Naturkatastrophe, sondern ein gezielter terroristischer Akt. Und solange die politische Klasse dieses Problem nicht beim Namen nennt und entschlossen dagegen vorgeht, werden alle Notstromaggregate der Welt nicht ausreichen, um die Bürger zu schützen.

Ein Symptom tieferliegender Probleme

Der Fall Wegner ist mehr als nur eine peinliche Episode aus dem Berliner Politikbetrieb. Er ist symptomatisch für eine politische Kultur, in der Verantwortung ein Fremdwort geworden ist, in der Kommunikation wichtiger scheint als Handeln, und in der die Distanz zwischen Regierenden und Regierten täglich größer wird. Die Berliner haben etwas Besseres verdient als einen Bürgermeister, der in der Krise Tennis spielt und anschließend darüber lügt.

Ob Wegner diese Affäre politisch überleben wird, bleibt abzuwarten. Die Herbstwahlen werden zeigen, wie die Berliner sein Krisenmanagement bewerten. Eines jedoch steht fest: Das Vertrauen in die politische Führung der Hauptstadt hat durch diese Episode weiteren Schaden genommen. Und das in einer Zeit, in der Deutschland mehr denn je auf verlässliche und ehrliche Politiker angewiesen wäre.

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