
Terrorfinanzierung mitten in Hamburg: Vier IS-Unterstützer zu langen Haftstrafen verurteilt
Es ist ein Fall, der fassungslos macht – und doch kaum jemanden überraschen dürfte, der die Sicherheitslage in Deutschland mit offenen Augen verfolgt. Vier Männer haben über Jahre hinweg systematisch Spendengelder für die Terrororganisation Islamischer Staat gesammelt. Nicht irgendwo in einer Krisenregion des Nahen Ostens, sondern mitten in der Bundesrepublik. Das Oberlandesgericht Hamburg hat sie nun zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt – zwischen vier Jahren und neun Monaten sowie achteinhalb Jahren Gefängnis.
240.000 Euro für den Terror – eingeworben über soziale Medien
Die Dimension des Falls ist erschreckend. Laut Anklage sammelten die Verurteilten rund 240.000 Euro, die über Mittelsmänner an den IS weitergeleitet worden seien. Die Spendenaufrufe erfolgten dreist über soziale Medien – also auf Plattformen, die Millionen Deutsche täglich nutzen. Man fragt sich unweigerlich: Wie konnte ein solches Netzwerk über Jahre hinweg operieren, ohne dass die Sicherheitsbehörden früher eingriffen?
Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass sich die Beschuldigten ab 2022 zusammengetan hätten. Einer der Männer habe zuvor bereits separat 65.000 Euro an die Terrormiliz transferiert. Die Gelder seien nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern eingeworben worden. Ihr Zweck: die Aufrechterhaltung der IS-Strukturen nach der militärischen Niederlage der Terrororganisation in Syrien und dem Irak im Jahr 2017. Unter anderem seien die Beträge an weibliche IS-Mitglieder in kurdischen Gefangenenlagern geflossen.
Russische Staatsbürger als IS-Finanziers
Ein Detail, das aufhorchen lässt: Bei den vier Verurteilten handelt es sich laut Bundesanwaltschaft um russische Staatsbürger. Sie wurden in den Jahren 2024 und 2025 festgenommen, der Prozess begann im Mai 2025. Die Urteile umfassen Verstöße gegen Embargobestimmungen, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Rechtskräftig sind die Urteile allerdings noch nicht.
Besonders beunruhigend: Das IS-Finanzierungsnetzwerk beschränkte sich offenbar nicht auf diese vier Personen. Früheren Ermittlerangaben zufolge gehörten dem Netzwerk weitere mutmaßliche Täter an. Wie viele davon noch unbehelligt in Deutschland oder Europa leben, bleibt eine offene und zutiefst beunruhigende Frage.
Ein Symptom einer gescheiterten Sicherheitspolitik
Dieser Fall ist kein Einzelfall – er ist ein Symptom. Ein Symptom einer Sicherheitspolitik, die über Jahre hinweg die Augen vor unbequemen Wahrheiten verschlossen hat. Während die politische Klasse in Berlin sich mit Gendersternchen und Klimazielen beschäftigte, konnten Terrorunterstützer in aller Seelenruhe Hunderttausende Euro für eine der brutalsten Terrororganisationen der Menschheitsgeschichte einsammeln. Und das nicht etwa im Verborgenen, sondern über öffentlich zugängliche soziale Medien.
Die Bürger dieses Landes haben ein Recht darauf, sich sicher zu fühlen. Sie haben ein Recht darauf, dass der Staat seine ureigenste Aufgabe erfüllt: den Schutz seiner Bevölkerung. Stattdessen erleben wir eine Zunahme islamistischer Netzwerke, eine explodierende Kriminalitätsstatistik und eine Politik, die allzu oft den Eindruck erweckt, die Probleme lieber zu verwalten als sie zu lösen. Es ist höchste Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hier entschlossen durchgreift – nicht mit Sonntagsreden, sondern mit konsequenter Abschiebung verurteilter Straftäter und einer Sicherheitsarchitektur, die diesen Namen auch verdient. Das ist nicht nur die Meinung unserer Redaktion, sondern entspricht dem Empfinden eines Großteils der deutschen Bevölkerung.
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