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Kettner Edelmetalle
17.05.2026
16:53 Uhr

Tomahawks aus Washington: Berlin hofft auf Milliarden-Deal trotz Eiszeit mit Trump

Tomahawks aus Washington: Berlin hofft auf Milliarden-Deal trotz Eiszeit mit Trump

Das Verhältnis zwischen Friedrich Merz und Donald Trump gleicht derzeit einem unterkühlten diplomatischen Schachspiel – und doch klammert sich die Bundesregierung an die Hoffnung, dass am Ende Marschflugkörper aus amerikanischer Produktion in deutschen Depots landen. Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Metin Hakverdi, ließ in einem Interview mit der "Welt" durchblicken, dass Berlin trotz aller Verstimmungen weiterhin fest mit dem Kauf der hochmodernen Tomahawk-Marschflugkörper aus den Vereinigten Staaten rechne.

Geld regiert die Welt – auch bei Trump

"Wenn der Kauf von Tomahawks nur eine Frage des Preises wäre, dann wäre Trump sofort dabei", erklärte Hakverdi. Eine bemerkenswerte Aussage, die das Selbstverständnis des US-Präsidenten als knallharter Geschäftsmann unterstreicht. Trump, der die internationale Politik konsequent durch die Brille eines Deal-Makers betrachtet, dürfte einem Milliardengeschäft mit Berlin tatsächlich kaum widerstehen können – sofern der politische Rahmen stimmt. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer.

Persönliche Kränkung statt sachlicher Diplomatie

Die jüngsten Spannungen zwischen Merz und Trump werden in Washington offenbar als persönliche Angelegenheit gewertet. Trump sei "persönlich enttäuscht" gewesen über die Kritik aus Berlin Anfang des Monats, so Hakverdi. Ein bemerkenswerter Vorgang, der zeigt, wie dünn das Eis ist, auf dem die deutsche Außenpolitik derzeit tanzt. Wer den amerikanischen Präsidenten öffentlich brüskiert und gleichzeitig auf dessen Waffenarsenal angewiesen ist, betreibt ein riskantes Spiel. Es stellt sich die Frage, ob die Bundesregierung diese diplomatischen Reibungsverluste tatsächlich kalkuliert hat – oder ob hier wieder einmal außenpolitische Naivität zutage tritt.

Minenjagdboot ins Mittelmeer – ein Signal an Washington

Immerhin: Berlin sendet militärische Signale, die in der amerikanischen Hauptstadt aufmerksam registriert würden. Die Verlegung eines Minenjagdbootes ins Mittelmeer, das nach Ende des Iran-Krieges möglicherweise in der Straße von Hormus zum Einsatz kommen könnte, werde von US-Seite "sehr genau beobachtet", betonte der SPD-Politiker. "Es wird in Washington klar wertgeschätzt, dass wir bereits Maßnahmen getroffen haben, unsere Minenräumkapazitäten in Richtung Südosten zu bewegen", so Hakverdi weiter.

Aus US-Sicht erfülle Deutschland die sicherheitspolitischen Anforderungen oder übererfülle sie sogar. Eine Aussage, die im krassen Gegensatz zu Trumps jahrelanger Kritik an den NATO-Partnern steht, die er regelmäßig als Trittbrettfahrer der amerikanischen Sicherheitspolitik brandmarkte. Offenbar haben die massiven Erhöhungen der deutschen Verteidigungsausgaben – finanziert durch das umstrittene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen – in Washington zumindest einen positiven Eindruck hinterlassen.

NATO-Gipfel in Ankara als Bühne der Versöhnung?

Der nächste große Termin im transatlantischen Kalender steht bereits fest: Anfang Juli treffen sich die NATO-Staats- und Regierungschefs in Ankara. Hakverdi sieht darin "die nächste gute Gelegenheit, um auf den deutschen Beitrag hinzuweisen". Ob das ausreicht, um die zerrütteten persönlichen Beziehungen zwischen Merz und Trump zu kitten, bleibt abzuwarten. Die Geschichte lehrt: Wenn Egos im Spiel sind, helfen oft weder Diplomatie noch Diplomaten – sondern nur konkrete Zugeständnisse.

Aufrüstung auf Pump – wer zahlt am Ende?

Bemerkenswert bleibt der finanzpolitische Hintergrund dieser Beschaffungspläne. Während Friedrich Merz vor der Wahl noch versprach, keine neuen Schulden zu machen, präsentiert sich die Große Koalition heute als Aufrüstungs-Großmacht auf Pump. Die Tomahawk-Marschflugkörper – ein Stück Militärtechnik der Spitzenklasse – werden den deutschen Steuerzahler ebenso belasten wie die zahllosen anderen Großprojekte, die derzeit auf Pump finanziert werden. Die Inflation wird weiter steigen, die Kaufkraft des Bürgers weiter sinken, und kommende Generationen werden die Zeche zahlen müssen.

In Zeiten, in denen geopolitische Verwerfungen, Aufrüstungsspiralen und währungspolitische Unsicherheiten den Alltag prägen, gewinnt die Frage nach echter Vermögenssicherung neue Brisanz. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker in unruhigen Zeiten bewährt – jenseits politischer Launen und ohne Abhängigkeit von Schuldenpolitik, Inflation oder den Stimmungsschwankungen einzelner Staatsmänner. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die staatliche Versprechen heutzutage immer seltener garantieren können.

Hinweis: Der vorliegende Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die Inhalte spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wider. Jeder Leser ist verpflichtet, seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und auf Grundlage eigener Recherche oder professioneller Beratung zu treffen. Eine Haftung für etwaige Verluste wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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