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Kettner Edelmetalle
22.08.2026
05:31 Uhr
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„Trotz, nicht wegen“: Grünen-Chef erklärt teuren Strom zum Erfolg

„Trotz, nicht wegen“: Grünen-Chef erklärt teuren Strom zum Erfolg
Symbolbild: KI-generiert

Grünen-Chef Felix Banaszak hat in einem Video-Interview mit der „Bild“-Zeitung die Energiewende als Wohlstandsgarant verteidigt. Die hohen Energiepreise seien nicht wegen, sondern trotz der Energiewende so hoch, sagte er. Das Gespräch, geführt in seinem Berliner Büro, sorgt seit dieser Woche für Diskussionen.

Der Satz, an dem sich die Geister scheiden

Der zentrale Satz des Grünen-Vorsitzenden lautet:

„Die Energiewende kostet uns nicht den Wohlstand, sie sichert uns den Wohlstand in der Zukunft.“

Und weiter, mit Blick auf die schwächelnde deutsche Industrie: „Es ist eine fundamental falsche Analyse, dass die Wettbewerbsschwäche der deutschen Wirtschaft etwas mit der Energiewende zu tun hätte.“ Dem ehemaligen Wirtschaftsminister Robert Habeck bescheinigte Banaszak zudem eine tiefere Analyse der Strukturkrise, als er sie in der gesamten Bundesregierung erkenne.

Was die Zahlen sagen

Die Journalisten konfrontierten ihn mit dem Befund, dass Unternehmer Deutschland wegen zu hoher Energiepreise verließen. Banaszak räumte ein, die Energiepreise setzten die Industrie „in Teilen“ unter Druck – blieb aber bei seiner Deutung.

Ein Blick auf die Statistik nährt Zweifel. Laut Branchenerhebungen zahlen kleine und mittlere Industriebetriebe in Deutschland 2026 im Schnitt rund 17,2 Cent je Kilowattstunde, Haushaltskunden lagen zu Jahresbeginn bei etwa 37,2 Cent. Zum Vergleich: In den USA und China zahlt die Industrie Erhebungen zufolge nur einen Bruchteil davon.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat vorgerechnet, dass die bisherige Ausrichtung der Energiewende die Volkswirtschaft bis 2049 mit bis zu 5,4 Billionen Euro belasten könnte. Und der Bund stützt die Netzentgelte 2026 mit 6,5 Milliarden Euro aus Steuergeld – ein Preisdeckel auf Pump, würden Kritiker sagen.

Smart Meter und die Waschmaschine zur richtigen Stunde

Konkret wurde Banaszak beim Thema digitale Stromzähler. Sogenannte Smart Meter, bislang nach seinen Angaben nur in etwa vier Prozent der deutschen Haushalte installiert, sollen Standard werden. Der Nutzen laut Grünen-Chef: Man erfahre, wann es sich lohne, die Waschmaschine anzuschalten – und wann eher nicht.

Für viele Bürger dürfte genau das die Kernbotschaft sein: Nicht der Strom wird billiger, sondern der Verbraucher soll sich dem Angebot anpassen. Aus Sicht unserer Redaktion ist das ein bemerkenswertes Wohlstandsversprechen.

Woher das Geld kommen soll

Auf die Finanzierungsfrage antwortete Banaszak, der Bund nehme Steuern ein und verteile diese gut; klimaschädliche Ausgaben könne man kürzen und das Geld umlenken. „Das ist doch keine Raketenwissenschaft“, sagte er. Medienberichten zufolge schloss er im selben Interview auch Enteignungen nicht grundsätzlich aus.

Beobachter sehen darin ein Muster: Wenn die Rechnung nicht aufgeht, wird die Realität für falsch analysiert erklärt. Deutschland hat seine Kernkraftwerke abgeschaltet, während Nachbarstaaten neue bauen. Die Industrieproduktion schwächelt. Und die Bundesregierung aus Union und SPD hat die Klimaneutralität 2045 im Grundgesetz zementiert – finanziert über Sondervermögen, die kommende Generationen abbezahlen müssen.

Wer angesichts solcher Weichenstellungen über die Sicherung des eigenen Vermögens nachdenkt, schaut traditionell auch auf physische Edelmetalle – Gold und Silber haben Währungsreformen, Energiekrisen und politische Experimente über Jahrhunderte überdauert.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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