
Trump-Äußerung erschüttert Fed-Spekulationen: Gold unter Druck, Dollar im Aufwind

Eine beiläufige Bemerkung des US-Präsidenten Donald Trump hat die Finanzmärkte in Aufruhr versetzt und die Spekulationen um den nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve völlig neu sortiert. Was zunächst wie ein harmloses Kompliment klang, entpuppte sich als wegweisender Hinweis für die künftige Geldpolitik der mächtigsten Zentralbank der Welt.
Hassett soll bleiben – Warsh rückt in den Fokus
Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus lobte Trump seinen Wirtschaftsberater Kevin Hassett überschwänglich für dessen Fernsehauftritte. Der Präsident erklärte unverblümt, er wolle Hassett genau dort behalten, wo er sei. Die Begründung? Fed-Vertreter würden nicht viel reden, während Hassett ein begnadeter Kommunikator sei. "Wenn ich ihn versetze, verliere ich ihn. Das ist eine ernsthafte Sorge für mich", so Trump wörtlich.
Diese Aussage schlug an den Prognosemärkten wie eine Bombe ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kevin Warsh zum nächsten Fed-Chef ernannt wird, schoss auf der Plattform Polymarket von 34 auf 54 Prozent nach oben. Hassetts Chancen hingegen stürzten von 34 auf magere 16 Prozent ab. Selbst Chris Waller konnte seine Quoten verdoppeln – von 9 auf 18 Prozent.
Märkte reagieren nervös auf hawkishe Perspektive
Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten. Kevin Warsh gilt in Finanzkreisen als deutlich restriktiver in seiner geldpolitischen Ausrichtung als Hassett. Ein Warsh an der Spitze der Federal Reserve würde weniger Zinssenkungen und eine straffere Geldpolitik bedeuten – ein Szenario, das die Märkte sofort einpreisten.
Der Dollar-Index legte unmittelbar zu, während die Erwartungen an baldige Zinssenkungen regelrecht einbrachen. Für Anleger in Edelmetallen war dies keine gute Nachricht: Der Goldpreis geriet unter Verkaufsdruck und gab spürbar nach.
Was bedeutet das für Edelmetall-Investoren?
Die kurzfristige Reaktion des Goldmarktes sollte jedoch nicht überbewertet werden. Historisch betrachtet haben sich Edelmetalle stets als verlässlicher Wertspeicher in Zeiten politischer Unsicherheit erwiesen. Und Unsicherheit ist derzeit reichlich vorhanden – nicht nur in den USA, sondern weltweit.
Die Entscheidung über den nächsten Fed-Vorsitzenden steht noch aus und wird erst später in diesem Monat fallen. Bis dahin dürften die Märkte volatil bleiben. Für langfristig orientierte Anleger könnte der aktuelle Rücksetzer beim Gold durchaus eine Gelegenheit darstellen, ihre Positionen in physischen Edelmetallen zu stärken – als bewährte Absicherung gegen geldpolitische Experimente und währungspolitische Turbulenzen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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