
Trumps Allmachtsfantasien: „Nur meine Moral kann mich stoppen"

Was passiert, wenn der mächtigste Mann der Welt erklärt, er brauche kein Völkerrecht? Genau das hat US-Präsident Donald Trump in einem bemerkenswerten Interview mit der „New York Times" zum Besten gegeben. Zwei Stunden lang sprach der 79-Jährige mit Journalisten jener Zeitung, die ihm bekanntlich nicht gerade freundlich gesinnt ist – und lieferte dabei Aussagen, die in Europa für erhebliche Unruhe sorgen dürften.
Der moralische Kompass des Präsidenten
Auf die Frage nach den Grenzen seiner militärischen, wirtschaftlichen und politischen Macht antwortete Trump mit entwaffnender Direktheit: „Ja, da gibt es eine Sache – meine eigene Moral. Mein eigener Kopf. Es ist das Einzige, was mich stoppen kann." Er fügte hinzu, er brauche kein Völkerrecht und habe nicht die Absicht, Menschen zu verletzen.
Als die Reporter nachhakten, ob seine Regierung sich denn nicht an internationale Gesetze halten müsse, relativierte der Präsident geschickt: „Das tue ich." Und schob nach: „Es hängt davon ab, was Ihre Definition von internationalem Recht ist." Eine Aussage, die man durchaus als Freifahrtschein für willkürliches Handeln interpretieren könnte.
Grönland oder NATO – eine Entweder-oder-Frage?
Besonders brisant erscheinen Trumps Äußerungen zum Verhältnis zwischen dem Grönland-Projekt und dem transatlantischen Bündnis. Auf die Frage nach seinen Prioritäten wich der Präsident zunächst aus, räumte dann aber ein, dass es sich „möglicherweise um eine Entweder-oder-Wahl" handele. Seine Einschätzung zur NATO fiel dabei wenig schmeichelhaft aus: Ohne die USA sei das Bündnis im Grunde nutzlos.
„Weil ich glaube, dass dies psychologisch notwendig für den Erfolg ist. Eigentum verschafft einem Dinge und Vorteile, die man durch die bloße Unterzeichnung eines Dokuments nicht bekommt."
Mit diesen Worten begründete Trump seinen unbedingten Willen, Grönland zu erwerben. Eine Aussage, die verdeutlicht, wie der amerikanische Präsident internationale Beziehungen versteht: als Immobiliengeschäft, bei dem Besitz mehr zählt als Verträge und Abkommen.
Europa soll sich „zusammenreißen"
Den europäischen Partnern erteilte Trump eine unmissverständliche Lektion. Er sei Europa gegenüber „sehr loyal" gewesen und habe einen „guten Job gemacht". Ohne ihn, so seine Überzeugung, hätte Russland mittlerweile die gesamte Ukraine eingenommen. Seine Forderung an die Verbündeten: „Ich will, dass sie sich zusammenreißen."
Für Deutschland und die europäischen Partner sollten diese Aussagen ein deutliches Warnsignal sein. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der gewaltigen Herausforderung, Europas Sicherheitsarchitektur neu zu denken – und zwar schnell. Denn wenn der amerikanische Präsident offen erklärt, dass nur sein eigener moralischer Kompass ihn in seinen Entscheidungen leitet, dann ist Verlässlichkeit ein Fremdwort geworden.
Wahlen und Korruption – Trumps flexible Maßstäbe
Auch bei anderen Themen zeigte sich Trump von seiner bekannten Seite. Wahlergebnisse respektiere er „immer" – es sei denn, sie seien „gefälscht" und „unehrlich". Eine Einschränkung, die angesichts seiner unbewiesenen Behauptungen über die Wahl 2020 aufhorchen lässt. Beim Thema Familiengeschäfte im Ausland zeigte er sich pragmatisch: Er habe „herausgefunden, dass es allen egal ist".
Die Botschaft dieses Interviews ist unmissverständlich: Amerika unter Trump agiert nach eigenen Regeln. Das Völkerrecht, jenes Regelwerk, das nach den Schrecken zweier Weltkriege mühsam aufgebaut wurde, scheint für den mächtigsten Mann der Welt nur noch eine Empfehlung zu sein – wenn überhaupt.
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