
Trumps nächster Kriegsschauplatz? Warum Washington nun auch Mali ins Visier nimmt

Es ist ein Muster, das sich mit unheimlicher Präzision wiederholt: Kaum ein Konfliktherd auf der Weltkarte, in den sich Washington nicht früher oder später mit Bomben, Drohnen und "Beratern" einmischt. Nun, so berichtet die Washington Post, prüfe die Trump-Administration ernsthaft, ob sie militärisch gegen einen Al-Qaida-Ableger im westafrikanischen Mali vorgehen solle. Sollte es dazu kommen, wäre es das achte Land, das die Vereinigten Staaten seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im vergangenen Jahr mit Luftschlägen überziehen würden. Man reibt sich die Augen.
Ein alter Bekannter drängt zum Krieg
Besonders bemerkenswert: Innerhalb der Regierung soll heftig gestritten werden. Als lautstärkster Verfechter einer militärischen Intervention gilt Sebastian Gorka, ein in Großbritannien geborener Ex-Radiomoderator, der heute als Direktor für Terrorismusbekämpfung im Nationalen Sicherheitsrat sitzt. Derselbe Gorka drängte schon darauf, den amerikanischen Luftkrieg in Somalia zu eskalieren – und bekam seinen Willen.
Das Ergebnis? Eine Rekordzahl an Luftschlägen, die von den amerikanischen Leitmedien geflissentlich ignoriert werden. Und die Bilanz dieser martialischen Kraftmeierei? Ernüchternd. Die Terrormiliz al-Shabaab rückt weiter vor, während die von den USA gestützte Regierung an Boden verliert. Man fragt sich: Wozu das Ganze, wenn am Ende außer verbranntem Steuergeld nichts bleibt?
Ein Stellvertreterkrieg mit vielen Akteuren
Die als Jama'at Nusrat al-Islam (JNIM) bekannte, mit Al-Qaida verbundene Gruppe führt gemeinsam mit den Tuareg-Separatisten der sogenannten Azawad-Befreiungsfront eine großangelegte Offensive gegen die malische Regierung. Diese kam 2021 durch einen Putsch an die Macht und lehnt sich seither eng an Russland an. Und hier wird die Gemengelage brisant:
Ausgerechnet der amerikanische Verbündete Ukraine steht auf der anderen Seite dieses Konflikts – Kiew soll den Tuareg-Kämpfern Drohnen und Aufklärungsdaten gegen die malische Armee und russische Söldner geliefert haben.
Ein Schelm, wer dabei an das altbekannte Spiel der Großmächte denkt, die ihre Konflikte lieber auf fremdem Boden austragen lassen. Afrika als Schachbrett – die Bevölkerung als Bauernopfer.
Washington will Moskau ausstechen
Auf die Frage, ob man in Mali militärisch eingreifen wolle, erklärte ein Vertreter des Weißen Hauses, der Terrorismus in der Sahelzone sei ein "multinationales Problem". Man rufe "regionale Partner und NATO-Verbündete" auf, die Allianz der Sahelstaaten in ihrem Krieg gegen JNIM und den IS zu unterstützen. Die Allianz der Sahelstaaten – ein Zusammenschluss aus Mali, Burkina Faso und Niger – entstand, nachdem Militärjuntas dort jene Regierungen stürzten, die enge Bindungen an den Westen pflegten.
Und die eigentliche Absicht schimmert unverhohlen durch: Man wolle Mali und andere Länder der Region von Russland "abwerben". Moskau habe sich, so der Regierungsvertreter, als "ineffektiver Sicherheitspartner" erwiesen. Andere afrikanische Nationen sollten sich diese "miserable Leistung" Russlands zum Vorbild nehmen. Geopolitik im Gewand der Terrorbekämpfung – ein durchsichtiges Manöver.
Die immer gleiche Lehre bleibt ungehört
Man kann von Trumps Wirtschaftspolitik halten, was man will – doch bei den außenpolitischen Abenteuern setzt sich eine Tradition fort, die schon unter seinen Vorgängern Milliarden verschlang und wenig außer Chaos hinterließ. Sieben Länder bombardiert, das achte in Vorbereitung. Wer glaubt, dass sich mit Luftschlägen die tieferliegenden Probleme einer ganzen Weltregion lösen ließen, hat aus Afghanistan, dem Irak und Libyen offenbar nichts gelernt.
Für den nüchternen Beobachter bedeutet jede neue geopolitische Eskalation vor allem eines: wachsende Unsicherheit auf den Weltmärkten. Kriege, Stellvertreterkonflikte und das Ringen der Großmächte um Einfluss haben Währungen entwertet und Vermögen vernichtet. In solchen Zeiten haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte hinweg als verlässlicher Anker bewährt – als ein Vermögensbaustein, der sich der Willkür der Politik und den Turbulenzen der Kriegskassen entzieht. Wer sein Portefeuille breit und krisenfest aufstellen möchte, findet in physischen Edelmetallen eine sinnvolle Ergänzung.
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