
Ukraine trifft russische Energieinfrastruktur – Moskau meldet schwere Schäden und Brände
Der Krieg in der Ukraine kennt auch im März 2026 kein Nachlassen. In der Nacht zum Samstag hat Kiew erneut russische Energieanlagen ins Visier genommen und dabei offenbar erhebliche Schäden angerichtet. Gleichzeitig feuerte Russland dutzende Raketen und hunderte Drohnen auf ukrainische Städte – mit tödlichen Folgen für die Zivilbevölkerung.
Öldepot in Flammen, Stromausfälle in Belgorod
Im grenznahen russischen Gebiet Belgorod wurden nach ukrainischen Raketenangriffen schwere Schäden an der Energieinfrastruktur gemeldet. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow sprach von Stromausfällen sowie Problemen bei der Wasser- und Wärmeversorgung. Hunderte Kilometer weiter südlich, in Armawir im Gebiet Krasnodar, brach nach einem Drohnenangriff ein Feuer in einem Öllager aus. Die Brandfläche habe rund 700 Quadratmeter betragen, Verletzte seien jedoch nicht zu beklagen gewesen.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Flugabwehr habe insgesamt 72 ukrainische Drohnen abgefangen. Diese Angaben ließen sich nicht unabhängig verifizieren. Die Ukraine verfolgt mit den Angriffen auf russische Ölanlagen eine klare Strategie: Moskaus Einnahmen aus dem Energieexport sollen empfindlich geschmälert werden. Russland finanziert seinen Krieg zu einem erheblichen Teil aus dem Verkauf von Öl und Gas – jede zerstörte Anlage trifft damit auch die Kriegskasse des Kremls.
Mindestens elf Tote bei russischen Gegenangriffen
Doch der Preis, den die ukrainische Zivilbevölkerung zahlt, bleibt verheerend hoch. Bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen in der Nacht kamen mindestens elf Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Allein in Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, starben neun Menschen, als ein fünfstöckiger Wohnblock vollständig zerstört wurde. Unter den Verletzten befanden sich laut Bürgermeister Ihor Terechow zwei Jungen im Alter von sechs und elf Jahren sowie eine 17-jährige Jugendliche.
Präsident Wolodymyr Selenskyj bezifferte das Ausmaß des Angriffs auf 29 Raketen und 480 Drohnen. Die Attacken hätten sich gezielt gegen Energieinfrastruktur und Bahnanlagen gerichtet. Selenskyj nutzte die Gelegenheit, um vor dem Hintergrund der aktuellen Iran-Krise erneut verstärkte militärische Unterstützung von den westlichen Verbündeten einzufordern.
Angriffe über das gesamte Land verteilt
Die russischen Attacken beschränkten sich keineswegs auf Charkiw. In der Region Dnipropetrowsk wurde ein weiterer Mensch getötet, nachdem das Gebiet laut Gouverneur Oleksandr Ganscha rund 20 Mal mit Drohnen, Artillerie und Raketen beschossen worden war. In der Region Sumy an der russischen Grenze starb ein 24-jähriger Mann in seinem Auto durch einen Drohnenangriff. Besonders erschütternd: In der südlichen Region Saporischschja wurde ein Baby bei einem russischen Drohnenangriff verletzt. Selbst in der Hauptstadt Kiew gab es drei Verletzte.
Der Konflikt, der nun bereits seit über vier Jahren andauert, zeigt keinerlei Anzeichen einer Entspannung. Im Gegenteil – beide Seiten intensivieren ihre Angriffe auf die jeweils gegnerische Infrastruktur. Während die Ukraine versucht, Russlands wirtschaftliche Grundlage zu untergraben, setzt Moskau weiterhin auf die systematische Zerstörung ukrainischer Versorgungsnetze und nimmt dabei zivile Opfer in Kauf. Die geopolitische Lage wird durch den parallel eskalierenden Iran-Konflikt zusätzlich verkompliziert, was die Aufmerksamkeit und Ressourcen der westlichen Verbündeten auf mehrere Krisenherde gleichzeitig verteilt.
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