
Ukrainische Drohnen treffen strategischen Ölhafen Noworossijsk – Brand im Ölterminal Schechsaris

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat am Wochenende eine weitere Eskalationsstufe erreicht. Ukrainische Drohnen griffen in der Nacht zum 2. März 2026 den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk an – einen der strategisch bedeutsamsten Standorte für Russlands Ölexporte. Fünf Menschen sollen bei den Angriffen verletzt worden sein, zudem seien erhebliche Schäden an Wohngebäuden entstanden.
Strategischer Knotenpunkt im Visier
Noworossijsk ist weit mehr als eine gewöhnliche Hafenstadt. Der Standort dient Russland sowohl als Flottenbasis als auch als zentrale Drehscheibe für den Export von Rohöl und Ölprodukten über das Schwarze Meer. Besonders brisant: Das unabhängige russische Nachrichtenportal „Astra" berichtete von einem Brand im Ölterminal Schechsaris, der sich im Süden der Stadt befindet. Dieser Brand sei mutmaßlich durch die Drohnenangriffe ausgelöst worden.
Schechsaris gilt als einer der wichtigsten Terminals Russlands für die Aufnahme, Lagerung und Verschiffung von Öl. Ein Treffer an dieser Stelle trifft Moskau dort, wo es besonders schmerzt – bei den Exporteinnahmen, die das Rückgrat der russischen Kriegswirtschaft bilden. Bereits im November 2025 hatten ukrainische Drohnen den Terminal bei einem Angriff auf eine nahegelegene Militärbasis beschädigt.
Moskau meldet Abschuss von 172 Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in der Nacht insgesamt 172 Drohnen abgeschossen zu haben. 67 davon seien über dem Schwarzen Meer abgefangen worden, weitere 66 über dem südrussischen Gebiet Krasnodar. Diese Zahlen verdeutlichen das enorme Ausmaß der ukrainischen Drohnenoffensive, die in den vergangenen Monaten stetig an Intensität zugenommen hat.
Der Gouverneur von Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, teilte über den Nachrichtendienst Telegram mit, dass acht Wohnblocks und neun private Wohnhäuser bei der Attacke beschädigt worden seien. Er rief die Bevölkerung dazu auf, weiterhin Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Die Behörden verhängten für Noworossijsk den Notstand.
Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte
Angriffe auf russische Ölinfrastruktur haben unmittelbare Auswirkungen auf die internationalen Rohstoffmärkte. Schon jetzt sorgt die angespannte geopolitische Lage – verschärft durch die gleichzeitige Eskalation im Nahen Osten zwischen Iran und Israel – für erhebliche Nervosität an den Börsen. Während Aktienkurse weltweit unter Druck geraten, verzeichnen Öl und Gold deutliche Kursgewinne. Gerade in Zeiten derart massiver geopolitischer Unsicherheiten erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung.
Der Ukraine-Krieg, der nun bereits seit über vier Jahren andauert, zeigt keinerlei Anzeichen einer baldigen Lösung. Im Gegenteil: Die zunehmende Reichweite und Präzision ukrainischer Drohnenangriffe auf russisches Territorium deutet darauf hin, dass Kiew seine Strategie der asymmetrischen Kriegsführung weiter intensiviert. Für die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten bedeutet dies vor allem eines – weiteres Leid ohne absehbares Ende.
- Themen:
- #Energie












