
Umfrage-Schock in Niedersachsen: CDU nur noch hauchdĂŒnn vor der AfD

Eine neue Insa-Umfrage erschĂŒttert die Christdemokraten im Nordwesten: In Niedersachsen rutscht die CDU auf 22 Prozent ab â nur noch einen Prozentpunkt vor der AfD. Die Zahlen wurden am Freitag im Auftrag der âBild" veröffentlicht, zwei Tage vor den Kommunalwahlen im Land.
FĂŒr die Union ist das ein Absturz mit Ansage: Drei Prozentpunkte weniger als bei der letzten Erhebung von Mitte April. Die AfD legt derweil um einen Punkt auf 21 Prozent zu.
Die SPD regiert â und profitiert
An der Spitze bleibt die SPD von MinisterprĂ€sident Olaf Lies mit 26 Prozent, ein Plus von einem Punkt. StĂ€rkster Gewinner der Umfrage sind allerdings die GrĂŒnen: Sie klettern um drei Punkte auf 15 Prozent â ausgerechnet als Juniorpartner einer Landesregierung, die zuletzt mit Ideen wie gestaffelten Wasserpreisen fĂŒr Vielverbraucher fĂŒr Unmut sorgte.
Am unteren Rand wird es eng. Die Linke verliert einen Punkt auf sechs Prozent, die FDP gewinnt einen Punkt â steht aber exakt auf der FĂŒnf-Prozent-Marke. Das BSW verharrt bei drei Prozent, die sonstigen Parteien fallen zusammen auf zwei Prozent.
Rot-GrĂŒn wĂ€re abgewĂ€hlt â und dann?
Rechnerisch wĂ€re die amtierende Koalition aus SPD und GrĂŒnen ihre Mehrheit los. Schafft die FDP tatsĂ€chlich den Sprung ĂŒber die HĂŒrde, wĂŒrde nicht einmal ein rot-grĂŒn-rotes BĂŒndnis reichen.
Bleibt, was Beobachter lĂ€ngst als Reflex der Berliner wie der Landespolitik beschreiben: eine groĂe Sammlungskoalition. Ein DreierbĂŒndnis aus SPD, CDU und GrĂŒnen hĂ€tte laut den Zahlen eine komfortable Mehrheit. Solange die CDU an ihrem Ausschluss jeglicher Zusammenarbeit mit der AfD festhĂ€lt, sind Optionen wie Schwarz-Gelb-Blau politisch ausgeschlossen.
Die bittere Pointe fĂŒr die Union: Wer 22 Prozent holt, könnte am Ende als Juniorpartner in einer Regierung landen, gegen deren Politik er zuvor Wahlkampf gefĂŒhrt hat. Aus Sicht vieler enttĂ€uschter WĂ€hler ist genau das der Grund, warum die Umfragewerte der CDU immer weiter erodieren.
Ein bundesweiter Trend, kein regionaler Ausrutscher
Niedersachsen ist kein Einzelfall. Im bundesweiten Insa-Trend lag die AfD Anfang September bei 29 Prozent, die Union bei knapp 20 Prozent. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September wurde die AfD Medienberichten zufolge mit einem Rekordergebnis stÀrkste Kraft, verfehlte aber die absolute Mehrheit.
FĂŒr Kanzler Friedrich Merz, der mit dem Versprechen einer Wende in Migration, Wirtschaft und Haushalt angetreten war, sind das unbequeme Zahlen. Das 500-Milliarden-Schuldenpaket, die im Grundgesetz verankerte KlimaneutralitĂ€t 2045, eine weiter schwĂ€chelnde Industrie â viele BĂŒrger fragen sich, wofĂŒr die Union eigentlich noch steht.
An diesem Sonntag wĂ€hlen die Niedersachsen RĂ€te, BĂŒrgermeister und LandrĂ€te. Die Landtagswahl folgt am 26. September 2027 â als Schlusspunkt eines Superwahljahres, in dem in fast einem Drittel aller BundeslĂ€nder abgestimmt wird. Ein Jahr ist in der Politik lang. Aber der Trend ist eindeutig.
Was das fĂŒr Sparer bedeutet
Politische InstabilitĂ€t, teure Schuldenprogramme und eine zerfasernde Parteienlandschaft sind selten gute Nachrichten fĂŒr die Kaufkraft. Wer sein Vermögen breit aufstellen will, zieht physische Edelmetalle traditionell als krisenfeste Beimischung in Betracht â als ErgĂ€nzung, nicht als Ersatz fĂŒr ein durchdachtes Portfolio.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst grĂŒndlich informieren.
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