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05.03.2026
19:21 Uhr

Uniklinik Hannover: Arzt soll Patienten im Koma mit Medikamenten getötet haben

Uniklinik Hannover: Arzt soll Patienten im Koma mit Medikamenten getötet haben

Ein Fall, der an die dunkelsten Kapitel der deutschen Medizingeschichte erinnert: An der renommierten Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sitzt ein 49-jähriger Arzt in Untersuchungshaft – wegen des Verdachts, mindestens zwei schwer kranke Patienten gezielt mit Medikamenten getötet zu haben. Die Vorwürfe wiegen schwer. Unfassbar schwer.

Drei Fälle über einen Zeitraum von sechs Jahren

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Mediziner wegen vollendeten Mordes in einem Fall sowie wegen Totschlags beziehungsweise versuchten Mordes in zwei weiteren Fällen. Die mutmaßlichen Taten sollen sich über einen erschreckend langen Zeitraum erstreckt haben – von Mai 2019 über Juni 2020 bis hin zu März 2025. Sechs Jahre, in denen ein Mann, dem Patienten ihr Leben anvertrauten, dieses Vertrauen auf die denkbar schlimmste Weise missbraucht haben soll.

Im ersten Fall soll der Beschuldigte als Notarzt zu einer älteren, schwer kranken Frau in eine Demenz-Wohngemeinschaft gerufen worden sein. Statt die Patientin ordnungsgemäß weiterzubehandeln oder in ein Krankenhaus einzuweisen, soll er sich kurzerhand entschlossen haben, ihr hohe Dosen Morphin zu verabreichen. Die Frau starb kurze Zeit später. Da der Todeszeitpunkt mittlerweile Jahre zurückliegt, konnten die Ermittler die genaue Todesursache nicht mehr zweifelsfrei feststellen – weshalb in diesem Fall „nur" wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt wird.

Heimtücke im künstlichen Koma

Besonders erschütternd mutet der jüngste Fall aus dem Jahr 2025 an. Hier geht die Staatsanwaltschaft vom Mordmerkmal der Heimtücke aus – und die Begründung lässt einem das Blut in den Adern gefrieren: Der betroffene Patient habe sich bereits im künstlichen Koma befunden, als der beschuldigte Arzt die Therapie eigenmächtig beendet haben soll. Ein Mensch, der sich in einem Zustand völliger Wehrlosigkeit befand, dem absoluten Vertrauen in die Hände seiner Ärzte ausgeliefert. Schutzloser geht es nicht.

Auch im zweiten Fall, der sich 2020 auf einer Station der Uniklinik ereignet haben soll, steht der Verdacht im Raum, dass der Mediziner laufende Therapien schwer kranker Patienten abbrach und die Betroffenen anschließend mit Medikamenten tötete. Man fragt sich unweigerlich: Wie konnte das über Jahre hinweg unbemerkt bleiben?

Die Klinik erstattete selbst Anzeige

Immerhin – und das verdient Anerkennung – war es die MHH selbst, die den Stein ins Rollen brachte. Die Universitätsklinik habe bereits vor den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen interne Untersuchungen eingeleitet und den Mitarbeiter freigestellt, teilte die Hochschule mit. Als sich erste Hinweise auf einen möglichen Rechtsbruch verdichteten, habe man „umgehend und konsequent gehandelt" und den Fall bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die Ermittlungen laufen seit dem vergangenen Jahr.

Die MHH betonte, man nehme die Situation „sehr ernst" und kooperiere vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden. Die Sorge für die Patientinnen und Patienten habe höchste Priorität. Schöne Worte – doch sie können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich unter dem Dach einer der angesehensten medizinischen Einrichtungen Deutschlands möglicherweise über Jahre hinweg Unfassbares abgespielt hat.

Ein Systemversagen, das Fragen aufwirft

Es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, und ein Urteil steht aus. Doch allein die Tatsache, dass solche Vorwürfe im Raum stehen, muss uns alle alarmieren. Deutschland erlebt nicht zum ersten Mal einen solchen Fall – man denke nur an den Krankenpfleger Niels Högel, der über Jahre hinweg ungestört Patienten tötete, weil Kontrollmechanismen versagten und Hinweise ignoriert wurden.

Die Frage, die sich aufdrängt, ist unbequem, aber notwendig: Sind unsere Krankenhäuser, die unter chronischem Personalmangel, Bürokratiewahnsinn und finanzieller Auszehrung ächzen, überhaupt noch in der Lage, solche Fälle rechtzeitig zu erkennen? Während die Politik Milliarden in ideologische Prestigeprojekte pumpt und ein 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg bringt, kämpfen Kliniken im ganzen Land ums Überleben. Die kommunalen Finanzen sind, wie der MPK-Vorsitzende erst kürzlich warnte, in einem „so dramatischen" Zustand wie nie zuvor.

Dieser Fall in Hannover ist ein Weckruf. Nicht nur für das Gesundheitssystem, sondern für eine Gesellschaft, die sich fragen muss, ob sie ihre Prioritäten noch richtig setzt. Denn am Ende des Tages geht es um das Kostbarste, was wir haben: das Vertrauen der Menschen in jene, die sie in ihren verletzlichsten Momenten schützen sollen.

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