
Uran-Goldrausch: Big Tech stürzt sich auf Atomkraft, um seinen unstillbaren Energiehunger zu befriedigen
Die Ironie könnte kaum größer sein: Dieselben Technologiekonzerne, die sich jahrelang mit grünen Nachhaltigkeitsversprechen und Klimaneutralitätszielen schmückten, wenden sich nun ausgerechnet dem Uran zu – jenem Rohstoff, der wie kein anderer das Feindbild der Umweltbewegung verkörpert. Der Grund? Ihre gigantischen Rechenzentren verschlingen Strom in einem Ausmaß, das selbst Experten erschreckt.
Kanadas größtes Uranprojekt im Visier der Tech-Giganten
Leigh Curyer, Vorstandschef des kanadischen Uranförderers NexGen Energy, ließ bei einem Branchentreffen in Melbourne eine bemerkenswerte Bombe platzen. Sein Unternehmen, das mit dem Projekt „Rook I" in Saskatchewan Kanadas größtes Uranvorhaben entwickelt, habe bereits erste Gespräche mit Technologieunternehmen über mögliche Finanzierungen durch Rechenzentrumsbetreiber geführt. Die Botschaft ist unmissverständlich: Big Tech will sich den Zugang zu nuklearem Brennstoff sichern – und zwar direkt an der Quelle.
„Es kommt", sagte Curyer mit der Gelassenheit eines Mannes, der weiß, dass die Zeit für ihn arbeitet. Die Technologiekonzerne stünden unter dem Zwang sicherzustellen, dass die Hunderte Milliarden Dollar, die sie in Rechenzentren investierten, auch tatsächlich mit Strom versorgt werden könnten. Neben Finanzierungsgesprächen seien auch langfristige Uranlieferverträge mit Rechenzentrumsbetreibern diskutiert worden. Allerdings betonte der CEO, dass etwaige Vereinbarungen keine Änderungen an der Kontrollstruktur von NexGen Energy nach sich ziehen würden.
Der unersättliche Stromhunger der künstlichen Intelligenz
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Laut dem jüngsten Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) stieg der globale Stromverbrauch 2025 um drei Prozent – nach einem Wachstum von 4,4 Prozent im Vorjahr. Zwischen 2026 und 2030 werde die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bei 3,6 Prozent liegen, getrieben durch höheren Verbrauch in der Industrie, bei Elektrofahrzeugen, Klimaanlagen und eben Rechenzentren.
Besonders in den USA zeigt sich das Ausmaß der Entwicklung. Der amerikanische Stromverbrauch legte 2025 um 2,1 Prozent zu und dürfte bis 2030 jährlich um knapp zwei Prozent wachsen. Die Hälfte dieses Anstiegs geht allein auf die rasante Expansion der Rechenzentren zurück. Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Ein einziger Wirtschaftszweig – die Datenspeicherung und -verarbeitung – treibt die Hälfte des gesamten Stromverbrauchswachstums der größten Volkswirtschaft der Welt.
Microsoft und Co. setzen auf emissionsfreien Atomstrom
Die USA unterstützen mittlerweile offiziell den Ausbau der Kernenergie, um den steigenden Strombedarf zu decken. Microsoft und andere sogenannte Hyperscaler suchen aktiv nach Möglichkeiten, emissionsfreien Strom für ihre Rechenzentren einzukaufen. Kernenergie wird damit zu einem der großen Gewinner des KI- und Rechenzentrum-Booms.
Während die Vereinigten Staaten also pragmatisch auf Kernkraft setzen, hat sich Deutschland unter dem ideologischen Diktat der Grünen bekanntlich von dieser Technologie verabschiedet. Die letzten deutschen Kernkraftwerke wurden 2023 abgeschaltet – eine Entscheidung, die angesichts der globalen Entwicklungen immer absurder erscheint. Statt als Technologiestandort von der KI-Revolution zu profitieren, droht Deutschland zum energiepolitischen Entwicklungsland zu werden. Welcher Rechenzentrumsbetreiber investiert schon Milliarden in einem Land, das seine zuverlässigste Stromquelle mutwillig zerstört hat?
Uran als strategischer Rohstoff der Zukunft
Die Entwicklung unterstreicht einmal mehr, wie entscheidend der Zugang zu strategischen Rohstoffen in einer sich rasant verändernden Welt ist. Wer heute die richtigen Ressourcen kontrolliert, wird morgen die Spielregeln diktieren. Für Anleger, die ihr Vermögen langfristig absichern möchten, bleibt die Beimischung physischer Edelmetalle wie Gold und Silber ein bewährter Baustein zur Vermögenssicherung – gerade in Zeiten, in denen geopolitische Verwerfungen und technologische Umbrüche die Märkte in Atem halten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

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