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Kettner Edelmetalle
14.01.2026
17:36 Uhr

US-Ölmarkt im Spannungsfeld: Lagerbestände explodieren, während Produktion erstmals nachgibt

US-Ölmarkt im Spannungsfeld: Lagerbestände explodieren, während Produktion erstmals nachgibt

Die amerikanischen Rohöllager verzeichnen den stärksten Anstieg seit zwei Monaten – und das ausgerechnet in einer Zeit, in der geopolitische Spannungen rund um den Iran die Märkte in Atem halten. Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch erscheint, offenbart bei genauerer Betrachtung die komplexe Gemengelage auf dem globalen Energiemarkt.

Überraschender Lageraufbau statt erwarteter Entnahme

Die jüngsten Zahlen des US-Energieministeriums (DOE) haben die Analysten auf dem falschen Fuß erwischt. Während Experten mit einem moderaten Abbau der Rohölbestände um rund 1,7 Millionen Barrel gerechnet hatten, zeigt die Realität ein völlig anderes Bild: Die Lagerbestände stiegen um satte 3,4 Millionen Barrel – der größte Zuwachs seit Anfang November. Die landesweiten Rohölvorräte kletterten damit auf 422,4 Millionen Barrel.

Noch dramatischer fiel der Aufbau bei den Benzinbeständen aus. Mit einem Plus von fast 9 Millionen Barrel wurde der höchste Wochenzuwachs seit Ende Dezember 2023 verzeichnet. Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Das vielzitierte Überangebot auf dem Ölmarkt weigert sich hartnäckig, zu verschwinden.

Cushing-Hub füllt sich weiter

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung am wichtigen Lagerstandort Cushing in Oklahoma. Dort stiegen die Bestände bereits die vierte Woche in Folge und erreichten mit etwa 23,6 Millionen Barrel den höchsten Stand seit September. Diese Entwicklung ist insofern bedeutsam, als Cushing als Preisreferenzpunkt für den amerikanischen WTI-Ölpreis dient.

Importflut aus dem Ausland

Der massive Lageraufbau lässt sich teilweise durch einen sprunghaften Anstieg der Importe erklären. Diese erreichten den höchsten Stand seit November 2024. Besonders auffällig: Die Einfuhren aus dem Irak schnellten um beachtliche 62 Prozent nach oben. Auch aus Brasilien, Mexiko, Kolumbien und Ecuador strömte deutlich mehr Rohöl in die Vereinigten Staaten.

Gleichzeitig laufen die amerikanischen Raffinerien auf Hochtouren. In neun der vergangenen zehn Wochen wurde die Verarbeitungskapazität gesteigert. Im Mittleren Westen erreichte die Rohölverarbeitung sogar saisonale Rekordwerte, während die Raffinerien an der Westküste den höchsten Durchsatz seit Ende September verzeichneten.

Lichtblick: Produktion gibt erstmals nach

Inmitten dieser Flut an Öl gibt es jedoch einen Hoffnungsschimmer für jene, die auf eine Marktbereinigung hoffen. Die US-Rohölproduktion, die sich hartnäckig nahe historischer Höchststände hielt, verzeichnete in der vergangenen Woche einen bemerkenswerten Rückgang. Mit einem Minus von 58.000 Barrel pro Tag auf 13,753 Millionen Barrel fiel die Förderung auf den niedrigsten Stand seit Ende Oktober.

Die sinkende Anzahl aktiver Bohranlagen scheint endlich Wirkung zu zeigen – eine Entwicklung, die durchaus im Sinne der Trump-Administration sein dürfte, auch wenn sie nicht ganz dem Mantra "Drill, baby, drill" entspricht.

Benzinpreise auf Vierjahrestief

Für den amerikanischen Verbraucher hat der schwache Ölpreistrend einen erfreulichen Nebeneffekt: Die Benzinpreise an den Tankstellen sind auf den niedrigsten Stand seit Mai 2021 gefallen. Eine willkommene Entlastung in wirtschaftlich angespannten Zeiten.

Die zentrale Frage bleibt jedoch: Werden die niedrigeren Preise die Schieferölproduzenten dazu zwingen, ihre Förderung weiter zu drosseln? Ein klassisches Henne-Ei-Problem, das den Markt noch lange beschäftigen dürfte.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Rohstoffe und Energiemärkte sind mit erheblichen Risiken verbunden. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor Investitionen eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen.

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