
Verbrenner-Ausverkauf nach BrĂŒsseler Drehbuch: Wie Subventionen den Markt verzerren und China zur Lachenden macht

Die Zahlen klingen auf den ersten Blick wie ein Triumph der grĂŒnen Verkehrswende: Im Mai seien in der EuropĂ€ischen Union laut dem Branchenverband Acea satte 203.417 vollelektrische Personenwagen neu zugelassen worden â ein sagenhaftes Plus von rund 43 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat. Der Gesamtmarkt legte derweil nur um magere 3,2 Prozent auf 955.013 Fahrzeuge zu. Wer genauer hinschaut, erkennt jedoch hinter dem statistischen Feuerwerk ein bekanntes Muster: planwirtschaftliche Lenkung made in BrĂŒssel.
Wenn der Staat den Markt vor sich hertreibt
Der Marktanteil reiner Batterieautos sei in den ersten fĂŒnf Monaten des Jahres von 15,3 auf 20 Prozent geklettert. Klingt nach Fortschritt â ist aber das Resultat eines politischen Vernichtungsfeldzugs gegen den Verbrennungsmotor. Die Neuzulassungen von Benzinern fielen um rund ein FĂŒnftel auf 210.383 Fahrzeuge, Diesel-Pkw rutschten gar auf nur noch 69.482 StĂŒck ab. Doch sinkt hier wirklich die Nachfrage? Oder wird dem BĂŒrger durch Verbote, das geplante Verbrenner-Aus 2035 und ein immer dĂŒnner werdendes Angebot schlicht keine Wahl mehr gelassen?
Ein Leser brachte es in der Kommentarspalte treffend auf den Punkt: Diese Zahlen basierten auf marktverzerrenden Subventionsmodellen fĂŒr, wie er es nannte, "Elektroschrott", wĂ€hrend das Angebot an reinen Verbrennern fĂŒr Privatleute durch politische GĂ€ngelung kĂŒnstlich verknappt werde. Ein anderer berichtete, sein HĂ€ndler habe gleich fĂŒnfzehn angemeldete E-Fahrzeuge auf Lager â die allesamt auf KĂ€ufer warteten. So sieht sie aus, die heiĂersehnte Verkehrswende: Höfe voller Stromer, die niemand haben will.
Deutschland tritt auf der Stelle
Besonders bezeichnend ist der Blick auf das einstige Autoland Deutschland. WĂ€hrend Frankreich um 3,7 Prozent und Italien sogar um 7,6 Prozent zulegten, dĂŒmpelte der deutsche Absatz mit einem mickrigen Plus von 0,1 Prozent vor sich hin. Die Heimat von Daimler, BMW und Volkswagen â jahrzehntelang Synonym fĂŒr Ingenieurskunst und Wohlstand â verharrt in Stagnation. Ein trauriges Sinnbild fĂŒr eine Industriepolitik, die ihre eigenen StĂ€rken systematisch demontiert.
Wer eine ĂŒber hundert Jahre gewachsene SchlĂŒsselindustrie per Verordnung an die Wand fĂ€hrt, darf sich ĂŒber schwindelnde WerksbĂ€nder und abwandernde ArbeitsplĂ€tze nicht wundern.
Der Lacherfolg sitzt in Peking
Und wĂ€hrend BrĂŒssel den deutschen Mittelstand und die heimischen Hersteller mit immer neuen Auflagen drangsaliert, reibt sich ein anderer die HĂ€nde: China. Die Marktanteile chinesischer Anbieter wie BYD, Chery und Leapmotor schieĂen in die Höhe. Der Anteil von BYD habe sich gegenĂŒber dem Vorjahr sogar mehr als verdoppelt. Volkswagen blieb mit 254.011 Fahrzeugen zwar MarktfĂŒhrer, musste aber selbst einen AbsatzrĂŒckgang von 3,6 Prozent hinnehmen. Auch Stellantis und Renault verloren. Lediglich BMW (plus 3,7 Prozent) und Mercedes-Benz (plus 0,7 Prozent) hielten sich tapfer.
Man muss kein Hellseher sein, um die Ironie zu erkennen: Eine EU-Politik, die im Namen des Klimas den Verbrenner verbietet, treibt die Verbraucher geradewegs in die Arme einer staatlich subventionierten chinesischen Industrie. Die deutsche Wertschöpfung wandert ab, die AbhĂ€ngigkeit von Peking wĂ€chst â und das alles im Gewand vermeintlicher Fortschrittlichkeit.
Was bleibt dem mĂŒndigen BĂŒrger?
Die Wahrheit ist unbequem: Was hier als Marktentwicklung verkauft wird, ist in Wahrheit ein politisch erzwungener Strukturbruch. Der freie Wille des Konsumenten wird durch Subventionen, Verbote und ideologische Vorgaben ersetzt. Wer noch an robuste, bezahlbare Technik glaubt, wird zum Auslaufmodell erklĂ€rt â wĂ€hrend staatlich gepĂ€ppelte Stromer wie Blei in den VerkaufsrĂ€umen liegen.
In Zeiten, in denen ganze Industrien per Federstrich umgekrempelt werden und politische Entscheidungen ĂŒber Nacht den Wert ganzer Anlageklassen verĂ€ndern können, gewinnt eines an Bedeutung: greifbare, unabhĂ€ngige Werte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber unterliegen keinem Subventionsdiktat aus BrĂŒssel und keiner ideologischen Mode. Sie haben ĂŒber Jahrhunderte bewiesen, dass sie ihren Wert behalten â ganz gleich, welche planwirtschaftlichen Experimente die Politik gerade durchexerziert. Als solide Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen bieten sie genau jene StabilitĂ€t, die eine von politischen Launen getriebene Wirtschaftswelt vermissen lĂ€sst.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Die genannten Informationen ersetzen keine individuelle Beratung. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Investition eigenstĂ€ndig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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