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Kettner Edelmetalle
04.06.2026
11:37 Uhr

Verdrehtes Zitat als Methode: Wie die BBC einen unliebsamen Politiker zum Rassisten umschrieb

Es gibt Pannen, und es gibt Muster. Was sich beim britischen Staatssender BBC im Umgang mit Nigel Farage abspielt, gehört zweifellos in die zweite Kategorie. Schon zum dritten Mal musste sich die altehrwürdige Rundfunkanstalt beim Vorsitzenden von Reform UK entschuldigen – und wieder einmal ging es darum, dem Politiker eine rassistische Gesinnung zu unterstellen, die er so nie geäußert hatte.

Aus „pure Wut“ wurde plötzlich „weiße Wut“

Der Vorgang ist so simpel wie entlarvend. In der Sendung „Newsnight“ behauptete der BBC-Moderator Matt Chorley am Dienstagabend gleich mehrfach, Farage habe die Briten dazu aufgerufen, auf den Mord an Henry Nowak mit „weißer, kalter Wut“ zu reagieren. Tatsächlich hatte Farage von „purer, kalter Wut“ gesprochen. Ein einziges Wort – und doch ein gewaltiger Unterschied. Aus einer Kritik am Versagen der Behörden wurde durch die journalistische Umdeutung ein angeblicher Appell an die Hautfarbe.

Man muss kein Sprachwissenschaftler sein, um zu erkennen, welche Wirkung eine solche „Verwechslung“ entfaltet. Wer „weiße Wut“ hört, denkt an Rassenideologie. Wer „pure Wut“ hört, denkt an berechtigte Empörung über einen brutalen Mord. Genau diese Verschiebung war es, die Farages Anwälte auf den Plan rief.

„Meine Anwälte haben die BBC angeschrieben und eine umfassende Entschuldigung im Fernsehen sowie eine Untersuchung der diffamierenden Äußerungen gefordert. Es reicht“, ließ Farage über den Kurznachrichtendienst X wissen.

Die Entschuldigung kam – und die brisante Folge verschwand

Noch am selben Tag knickte der Sender ein. Eine persönliche Entschuldigung, eine öffentliche Richtigstellung, und die betreffende Folge wurde kurzerhand von der BBC-Seite entfernt. Auch Moderator Chorley meldete sich reumütig: Er habe das Zitat „falsch in Erinnerung“ gehabt. Eine bemerkenswerte Formulierung. Denn wie es der Zufall so will, irren sich die Vertreter des Staatsfunks – ob auf der Insel oder hierzulande – stets in dieselbe Richtung. Niemals zugunsten des kritisierten Politikers, immer zu seinen Lasten.

Ein Muster, das sich wiederholt

Wer glaubt, es handele sich um einen einmaligen Ausrutscher, der irrt gewaltig. Schon 2024 musste sich eine BBC-Moderatorin entschuldigen, nachdem sie Farages Wortwahl bei einer Parteiveranstaltung als „übliche aufhetzende Sprache“ abgekanzelt hatte. Und 2023 verbreitete der Sender die Mär, die Schließung von Farages Konto bei der Privatbank Coutts sei rein kommerziell begründet gewesen. Die Wahrheit, die später aus internen Dokumenten ans Licht kam: Die Bank trennte sich von ihm wegen seiner politischen Überzeugungen, weil diese mit den hauseigenen „Werten“ angeblich nicht mehr vereinbar gewesen seien.

Drei Fälle, ein roter Faden. Wer sich nicht der vorgegebenen Meinungslinie unterwirft, muss damit rechnen, dass seine Worte zurechtgebogen, seine Person diffamiert und seine Glaubwürdigkeit untergraben wird. Die Parallelen zum deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk drängen sich förmlich auf – und das nicht nur in den Augen unserer Redaktion, sondern eines wachsenden Teils der Bevölkerung, der den Zwangsbeiträgen längst mit wachsendem Misstrauen begegnet.

Der wahre Kern der Sache

Verloren geht bei all dem die eigentliche Botschaft Farages. Er hatte den Umgang der Polizei mit dem grausamen Mord an Henry Nowak scharf kritisiert und beklagt, dass Beamte heute mehr Angst vor dem Vorwurf des Rassismus hätten als vor dem Versagen im Ernstfall. Genau diese unbequeme Wahrheit sollte offenbar im Lärm um ein falsch wiedergegebenes Zitat untergehen. Der Täter, Vickrum Digwa, wurde zu lebenslanger Haft mit einer Mindeststrafe von 21 Jahren verurteilt.

Dass die BĂĽrger in Southampton daraufhin auf die StraĂźe gingen, sollte den Verantwortlichen zu denken geben. Wenn das Vertrauen in Polizei, Justiz und vor allem in die Medien erodiert, dann liegt das nicht an den Menschen, die berechtigte Fragen stellen. Es liegt an jenen, die diese Fragen mit verdrehten Zitaten und scheinheiligen Entschuldigungen zum Schweigen bringen wollen.

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