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Kettner Edelmetalle
03.07.2026
06:25 Uhr

Volkswagen am Scheideweg: Blumes Kahlschlag-Plan und das Ende der deutschen Auto-Herrlichkeit

Volkswagen am Scheideweg: Blumes Kahlschlag-Plan und das Ende der deutschen Auto-Herrlichkeit

Es gibt Momente, in denen sich das ganze Elend einer verfehlten Industriepolitik in einem einzigen Aufsichtsratstermin verdichtet. Der 9. Juli dürfte für Volkswagen genau ein solcher Tag werden – ein Tag der Wahrheit, wie es aus dem innersten Zirkel des Wolfsburger Konzerns heißt. Ein Insider bringt es mit brutaler Klarheit auf den Punkt: Entweder man vertage sich abermals, oder es werde krachen. Und, so seine Prognose, es werde krachen.

Ein 100-Seiten-Katalog, der tiefer schneidet als alles zuvor

Konzernchef Oliver Blume legt an diesem Nachmittag seinen Umbauplan vor. „Group Target Picture 2030“ nennt sich das Werk, das mehr als hundert Seiten umfasst und von den neunzehn Aufsichtsräten abgesegnet werden soll. Anders als bei früheren Zusammenkünften liegt diesmal ein Beschlusstext auf dem Tisch. Dass dieser reibungslos durchgewunken werde, gelte im Konzern als nahezu ausgeschlossen. Der Plan greife tiefer als alles, was das Gremium um Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch bislang zu Gesicht bekommen habe.

Die Formel, die Blume ausgibt, klingt paradox und ist doch bezeichnend für den Zustand der einst so stolzen deutschen Industrie: Weniger Jobs, mehr Autos. Man baue Arbeitsplätze ab und wolle gleichzeitig die Produktion hochfahren. Ein Widerspruch? Für die Betroffenen an den Bändern ganz sicher.

Wie konnte es so weit kommen?

Man muss die Frage stellen, die in Wolfsburg niemand gerne hört: Wer hat diesen Flaggschiff-Konzern in die Bredouille manövriert? Volkswagen war jahrzehntelang das industrielle Herzstück der Republik, ein Symbol deutscher Ingenieurskunst und Zuverlässigkeit. Heute muss der Vorstand Notoperationen planen, während die politisch verordnete Elektro-Transformation Milliarden verschlingt und die Nachfrage hinter allen Erwartungen zurückbleibt.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, was am Donnerstag passiert: Entweder wir vertagen uns noch einmal. Oder es knallt. Ich schätze: Es wird knallen.

Die ideologisch getriebene Verbrenner-Verteufelung der vergangenen Jahre hat ihre Spuren hinterlassen. Während man in Brüssel und Berlin von Klimaneutralität schwärmte und Verbrennungsmotoren praktisch für illegal erklärte, verlor der deutsche Weltmarktführer wertvolle Zeit und Marktanteile an eine chinesische Konkurrenz, die keine Skrupel kennt und massiv subventioniert wird.

Die Zeche zahlen wie immer die Kleinen

Bezeichnend ist ein weiterer Randaspekt aus dem Umfeld dieser Debatte: Es werde argumentiert, Menschen mit hohen sechsstelligen Gehältern bräuchten keinen Kündigungsschutz. Nun, während die Vorstandsetagen munter über Kündigungsschutz für Spitzenverdiener philosophieren, sind es am Ende die Fachkräfte, die Meister, die Facharbeiter, die ihre Existenz bedroht sehen. Es ist die alte Geschichte: Oben plant man um, unten trägt man die Last.

Ein Menetekel für den Industriestandort Deutschland

Was sich bei Volkswagen abspielt, ist kein Einzelfall, sondern ein Symptom. Die deutsche Automobilindustrie – einst der Stolz der Nation und Garant für Wohlstand – ächzt unter hohen Energiepreisen, überbordender Bürokratie und einer Politik, die den eigenen Industriekern lieber gängelt als schützt. Wenn selbst ein Gigant wie VW zum Schrumpfkurs gezwungen wird, sollten in Berlin sämtliche Alarmglocken schrillen. Doch dort verharrt man lieber in wohligen Klimazielen, die man mittlerweile sogar im Grundgesetz verankert hat.

Der 9. Juli wird zeigen, ob Volkswagen den Mut zur echten Kurskorrektur findet – oder ob der Konzern weiter im ideologischen Nebel einer verfehlten Transformationspolitik umherirrt. Für die Beschäftigten und für den Wirtschaftsstandort Deutschland steht dabei alles auf dem Spiel.

Was der kluge Anleger daraus lernt

Die Turbulenzen bei einem einstigen Vorzeigeunternehmen führen vor Augen, wie schnell vermeintlich sichere Werte ins Wanken geraten können. Wer sein Vermögen breit streuen und krisenfest aufstellen möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle wie Gold und Silber als stabilen Anker beizumischen. Sie kennen weder Quartalszahlen noch Aufsichtsratssitzungen – und behaupten ihren Wert seit Jahrtausenden.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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