
Vom Beschwichtiger zum Einpeitscher: Die erstaunliche Kehrtwende des Christian Drosten

Es gibt Momente in der jüngeren deutschen Geschichte, an die man sich mit einem gewissen Schaudern erinnert. Der Frühling 2020 gehört zweifellos dazu. Ein Land wurde in Angst versetzt, das öffentliche Leben abgewürgt, Grundrechte über Nacht kassiert – und mittendrin ein Virologe, der binnen weniger Wochen eine intellektuelle Vollbremsung samt Rückwärtssalto hinlegte. Die Rede ist von Christian Drosten, jenem Mann, der zum wissenschaftlichen Souffleur eines beispiellosen Corona-Regimes avancierte.
Der Drosten vom Februar 2020: Ein Vernunftmensch
Man reibt sich beim Rückblick verwundert die Augen. Denn am 28. Februar 2020 klang Deutschlands prominentester Regierungsberater noch wie das personifizierte Augenmaß. Im NDR-Podcast erklärte er seinerzeit, Masken und Desinfektionsmittel seien ohne „Evidenz“, riet von hektischen Verhaltensänderungen ab und empfahl der Bevölkerung im Grunde – nichts zu tun.
„Es gibt im Moment überhaupt keinen Grund, irgendetwas zu machen oder sich irgendwelche Sorgen zu machen.“
Er verglich das Corona-Risiko mit Alltagsrisiken, verwies auf Verkehrsunfallstatistiken und mahnte, staatliche Isolationsmaßnahmen richteten mehr wirtschaftlichen Schaden an als das Virus selbst. Selbst Modellierungen erklärte er für „immer mit ganz großen Fehlern behaftet“. Von einer Impfung war mit keiner Silbe die Rede. Kurzum: Es war der Drosten, den man sich rückblickend gewünscht hätte – nüchtern, abwägend, skeptisch gegenüber staatlichem Aktionismus.
Die große Wende – hypnotisiert von Italien
Doch dann kam Italien. Und mit ihm der Umschwung. Die Bilder überlasteter Intensivstationen wirkten offenbar wie ein Schock, der aus einem besonnenen Wissenschaftler binnen weniger Wochen einen Getriebenen machte. Drosten deutete die dramatische Lage im Süden Europas kurzerhand als alleinige Folge des Virus – und blendete dabei sämtliche anderen Faktoren aus. Panik in der Bevölkerung, überfüllte Kliniken, Krankenhauskeime, mögliche Fehlbehandlungen wie die frühe Intubation: All das schien in seiner Betrachtung keine Rolle mehr zu spielen.
Am 11. März 2020 verkündete er plötzlich, der Blick nach Italien sei ein Blick in die deutsche Zukunft. Und ausgerechnet jene Modellierungen, die er zuvor als hochgradig fehlerbehaftet abgetan hatte, mutierten nun zum belastbaren Prognoseinstrument.
„Wir können unsere erkannten Infektionsfälle nehmen und irgendwelche Sterblichkeitsraten damit multiplizieren und dann voraussagen, wie viele Tote wir in einem Monat haben.“
„Irgendwelche“ Sterblichkeitsraten – man lasse sich diese wissenschaftliche Präzision auf der Zunge zergehen. Auf dieser Grundlage wurden gigantische Todeszahlen an die Wand gemalt, die jede noch so drastische Maßnahme rechtfertigen sollten. Deutschland orientierte sich damit an Italien, das sich wiederum am autoritären China orientiert hatte. Eine Kette, an deren Ende der freiheitliche Rechtsstaat auf der Strecke blieb.
Die unbequeme Wahrheit: Die Zahlen sanken vor dem Lockdown
Besonders brisant wird die Angelegenheit bei einem Blick auf die nackten Fakten. Denn die Fallzahlen begannen bereits zu sinken, bevor die harten Maßnahmen überhaupt greifen konnten. Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin hielt in einer Stellungnahme fest, dass der Höhepunkt der laborbestätigten Fälle schon am 16. März überschritten gewesen sei – der bundesweite Lockdown griff jedoch erst ab dem 23. März. Auch der berühmte R-Wert fiel bereits vor Verhängung der Kontaktverbote von etwa 3 auf 1.
Ein logisches Problem, das jeder aufmerksame Beobachter erkennen konnte. Doch statt sich der Debatte zu stellen, kanzelte Drosten die durchweg sachliche Kritik als „Neglect von wissenschaftlichen Prinzipien“ ab und schmähte die Stellungnahme als „polemisch und emotional“. Der einstige Mahner vor fehlerhaften Modellen duldete nun keinen Widerspruch mehr. Wer die eigene Deutungshoheit infrage stellte, wurde diskreditiert.
Der Interessenkonflikt im Hintergrund
Und dann wäre da noch ein Detail, das dem ganzen Vorgang ein weiteres Geschmäckle verleiht. Laut Drostens Interessenerklärung lief von 2020 bis 2025 eine Förderung der Bill & Melinda Gates Foundation zum Thema Corona-Diagnostik, bei der er als verantwortlicher Projektleiter fungierte. Nun muss man wissen: Bill Gates zählte zu den großen Profiteuren der Pandemie, hatte er doch in jene Impfstoffe investiert, die als rettender Ausweg aus den drakonischen Beschränkungen dienten.
Man muss keine Verschwörung wittern, um festzustellen: Härteste Grundrechtseinschränkungen ließen den Impfstoff umso begehrenswerter erscheinen. Dass ausgerechnet der zentrale Regierungsberater von den Geldern eines solchen Netzwerks profitierte, wirft Fragen auf, die bis heute nicht befriedigend beantwortet wurden.
Was bleibt?
Die Corona-Jahre haben tiefe Wunden hinterlassen – gesellschaftlich, wirtschaftlich, im Vertrauen der Bürger in ihren Staat. Ein Land wurde ruhiggestellt, Kinder aus Schulen und Kitas verbannt, Existenzen vernichtet. Und wer heute nach Aufarbeitung ruft, stößt allzu oft auf Schweigen. Dabei gehörte genau hierher der sezierende Blick eines mündigen Bürgers, der sich nicht länger mit Beschwichtigungen abspeisen lässt. Diese Aufarbeitung ist überfällig – und sie ist nicht nur Anliegen unserer Redaktion, sondern eines erheblichen Teils der deutschen Bevölkerung, die während dieser Jahre erhebliche Opfer erbringen musste.
In Zeiten, in denen das Vertrauen in Institutionen, in Währungen und in politische Versprechen erschüttert ist, suchen viele Menschen nach beständigen Werten. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie unabhängig von politischen Moden und institutionellem Versagen ihren Wert bewahren – eine sinnvolle Überlegung zur Beimischung in ein breit gestreutes Vermögen.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine medizinische, rechtliche oder anlagebezogene Beratung dar. Jeder Leser ist angehalten, sich eigenständig zu informieren und eigene Entscheidungen zu treffen.

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