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Kettner Edelmetalle
16.02.2026
06:06 Uhr

VW-Sanierung stockt: Europas größter Autobauer verfehlt seine eigenen Sparziele

Was sich bereits Ende 2024 wie ein drohendes Gewitter über der deutschen Automobilindustrie zusammenbraute, entlädt sich nun mit voller Wucht: Volkswagen, einst Stolz und Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst, kommt bei der dringend notwendigen Sanierung seiner heimischen Werke deutlich langsamer voran als versprochen. Die vereinbarten Einsparziele werden verfehlt, und das Gespenst der Werkschließungen geistert weiterhin durch die Hallen von Emden bis Zwickau.

Teilerfolge reichen nicht – die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Zwar konnte der Konzern an seinen größten deutschen Standorten die Kosten im Vergleich zum Vorjahr senken – ein Teilerfolg, den man in Wolfsburg sicherlich gerne als Durchbruch verkaufen würde. Doch die Realität ist ernüchternder: Sowohl bei der Auslastung als auch bei der Produktivität blieben die Werke hinter den ambitionierten Zielvorgaben zurück. Betroffen seien demnach vor allem die Standorte Wolfsburg, Emden und Zwickau sowie das Nutzfahrzeugwerk in Hannover.

Die Vorgaben sind Teil jenes Sparpakets, das Volkswagen im Rahmen der Tarifrunde 2024 mit dem Betriebsrat ausgehandelt hatte. Damals wurde erstmals offen über mögliche Werkschließungen gesprochen – ein Tabubruch, der die Republik erschütterte. Man einigte sich schließlich darauf, Schließungen vorerst abzuwenden, verknüpfte dies jedoch mit strengen Effizienz- und Kostenzielen, die in vierteljährlichen Überprüfungen kontrolliert werden sollten. Nun zeigt sich: Das Papier war geduldig, die Umsetzung ist es nicht.

Zwickau kämpft – und Emden bangt

Besonders dramatisch stellt sich die Lage im sächsischen Zwickau dar. Das zentrale E-Auto-Werk, das eigentlich zum Leuchtturm der elektrischen Zukunft werden sollte, kämpft mit schwankenden und rückläufigen Stückzahlen. Im Jahr 2025 rollten lediglich 210.000 Fahrzeuge vom Band – ein deutlicher Rückgang gegenüber den knapp 250.000 Einheiten, die 2023 noch erreicht wurden. Um den Standort breiter aufzustellen und damit überlebensfähig zu halten, seien zusätzliche Aufgaben im Gespräch, etwa im Bereich Recycling. Man könnte fast meinen, die E-Autos sollen künftig direkt nach der Produktion wieder eingeschmolzen werden – so zynisch formulierten es jedenfalls einige Kommentatoren.

Nicht weniger angespannt ist die Situation in Emden. Der dortige Betriebsratschef Manfred Wulff machte unmissverständlich klar, dass die Auseinandersetzung über eine mögliche Werkschließung keineswegs beendet sei. Ob ein Nachfolger des ID.4 ab 2031 tatsächlich in Emden gebaut werde, hänge maßgeblich davon ab, ob die vereinbarten Ziele erreicht würden. Man habe sich mit der Einigung lediglich „zwei Jahre Zeit erkauft", die nun produktiv genutzt werden müssten. Zwei Jahre – das ist in der Automobilindustrie nicht mehr als ein Wimpernschlag.

Wolfsburg als privilegierter Standort – auf Kosten der anderen?

Während Emden und Zwickau um ihre Existenz ringen, gilt der Stammsitz Wolfsburg als weitgehend geschützt. Von Werkschließungen wären voraussichtlich nur die kleineren Standorte betroffen. Doch genau diese Ungleichbehandlung sorgt konzernintern für erhebliche Unruhe. In internen Runden würden die Konzernspitzen nur zurückhaltend Kennziffern teilen, oft ohne absolute Werte und ohne belastbare Vergleiche zwischen den Standorten. Diese mangelnde Transparenz befeuere in der Belegschaft Spekulationen und Misstrauen – ein Gift für jede Unternehmenskultur.

15 Milliarden Euro jährlich – ein Sparziel, das nach Utopie klingt

Die Dimension der Herausforderung wird deutlich, wenn man sich das übergeordnete Ziel vor Augen führt: Bis 2030 will Volkswagen in Deutschland jährlich rund 15 Milliarden Euro einsparen. Eine Summe, die angesichts der aktuellen Fortschritte – oder besser gesagt: des aktuellen Schneckentempos – geradezu utopisch erscheint. Und während die Belegschaft um ihre Arbeitsplätze bangt, kassieren die Vorstände weiterhin Millionenboni. Die Empörung darüber ist verständlich und berechtigt.

Was wir hier beobachten, ist symptomatisch für den Zustand der deutschen Industrie insgesamt. Jahrelang hat man sich auf dem Erfolg vergangener Jahrzehnte ausgeruht, hat ideologiegetriebene Entscheidungen getroffen statt marktorientierter, hat die Wünsche der Kunden ignoriert und stattdessen den Vorgaben aus Brüssel und Berlin hinterhergehechelt. Die erzwungene Elektrifizierung, die absurden EU-Flottengrenzwerte, die explodierenden Energiekosten am Standort Deutschland – all das sind keine Naturkatastrophen, sondern die Konsequenzen einer verfehlten Politik, die Ideologie über wirtschaftliche Vernunft gestellt hat.

Ein Sinnbild für Deutschlands industriellen Niedergang

Volkswagen ist mehr als nur ein Automobilkonzern. Es ist ein Symbol für das, was Deutschland einmal konnte – und für das, was es gerade verspielt. Wenn der größte Industriearbeitgeber Europas seine eigenen Sparziele nicht erreicht, wenn Werke mit Jahrzehnten an Tradition vor der Schließung stehen, dann ist das kein isoliertes Unternehmensproblem. Es ist ein Alarmsignal für eine Nation, die sich in einem beispiellosen Deindustrialisierungsprozess befindet.

Die Frage, die sich jeder Bürger stellen sollte, lautet nicht, ob VW seine Ziele noch erreichen kann. Die Frage lautet: Wann begreifen die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft endlich, dass man eine Industrienation nicht mit Klimaideologie, Bürokratiewahnsinn und Energiepreisen auf Weltrekordniveau am Leben halten kann? Die Antwort darauf wird nicht nur über die Zukunft von Volkswagen entscheiden, sondern über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland insgesamt.

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